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Gemeinsam singen und dazu gebärden

mit Kinderliedermacher Robert Metcalf

In den kommenden Wochen werden Videoclips bei YouTube veröffentlicht, in denen Kinderliedermacher Robert Metcalf und ich, Wiebke Gericke (Gründerin von babySignal) zu sehen sind. Wir singen ausgewählte Songs seiner Liederreihe für 1- bis 3-jährige und begleiten diese mit einigen Gebärden.

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Was ist die Botschaft unserer Videoclips?

Wir haben Spaß am Singen und Freude am Gebärden – das passt beides auch noch klasse zusammen und lädt zum Nachmachen ein. Wir möchten mit unseren Videoclips eine Freude machen und noch mehr Menschen begeistern, Gebärden zu lernen. Wir nutzen Gebärden aus der Deutschen Gebärdensprache (DGS) und keine ausgedachten Zeichen. Das ist uns wichtig.

Robert Metcalf: „Es geht bei diesen Clips nicht um die Perfektion der Ausführungen oder um das synchrone Mitsingen. Es geht darum, Freude an den Gebärden zu haben und andere anzustecken! Gebärden sind nicht nur eine wunderbare Ergänzung, sondern bereichern auch die Lieder mit einer eigenen Ästhetik.“

Können gehörlose Kinder auch von den Videos profitieren?

Wir wissen es nicht. Die Videos haben wir mit Untertiteln bei YouTube hochgelfotoichbineinekatze4aden. Sie sind auf diese Weise barrierefrei, ABER: Würden wir Lieder für gehörlose Kinder produzieren, so hätten wir es anders machen müssen. Die Gebärdensprache hat eine eigene Grammatik. Weder haben wir die Grammatik, noch den Rhythmus übersetzt. Bei der Produktion haben wir an Erwachsene gedacht, die die Musik wahrnehmen können. Die Videos sollen für Interessierte wie ein Nachschlagewerk genutzt werden können. Lassen wir uns überraschen. Wir freuen uns über Feedback.

Wie kam es zu den Aufnahmen?

Robert Metcalf:

robert_13x18_0108„In den letzten Jahren habe ich vereinzelt Elemente der Gebärdensprache für mich entdeckt und in meinen Kinderliedern eingesetzt. Nun hatte ich das Bedürfnis, etwas konsequenter Gebärden anzuwenden – und so fragte ich Wiebke Gericke, ob sie Interesse an einer Zusammenarbeit hätte. Wir haben uns in den Räumen von babySignal in Hamburg zusammengesetzt und uns mehrere Lieder von meinen „Ich bin 1…2…3…“ CD´s vorgenommen. Wiebke macht vor, ich bin der Schüler. Gelingt die Gebärde beim ersten Mal nicht? Noch mal versuchen! Text nicht richtig gesungen? Noch mal von vorne: Klappe, die 3!“

Wiebke Gericke:

bildschirmfoto-2016-10-29-um-08-21-40„Lieder singen und dazu gebärden macht mich glücklich! Zusätzlich finde ich Robert´s Musik einfach toll und habe schon vor vielen Jahren zu einigen seiner Lieder gebärdet. Neulich als wir uns in Hamburg für die Videoaufnahmen trafen, haben wir die Lieder ausgewählt und spontan ausprobiert, wie sich die Gebärden passend anfühlen. Selbstverständlich könnte man die Gebärden auch anders auswählen. Wir möchten nur einen Impuls geben. Wenn es einem zu viele Gebärden sind, so kann man einfach weniger zeigen.“

Wo findet man unsere Videos?

Hier im YouTube-Kanal von babySignal: Playlist Robert Metcalf & Wiebke Gericke

Wir veröffentlichen insgesamt sechs Videos im Zeitraum Oktober/November/Dezember 2016. Wer kein Video verpassen möchte, abonniere einfach den YouTube-Kanal.

CD-Tipp von Wiebke Gericke: „Ich möchte diese CD´s ausdrücklich allen Eltern mit Kleinkindern empfehlen – sie sind wunderschön!“ 

Link zum Webshop von Robert Metcalf: Shop Liederladen

Die Songs sind auf diesen beiden CD´s zu finden:

Ich bin 1 – das ist meins! (12,99 Euro)Bildschirmfoto 2016-10-28 um 18.46.23.png

Ich bin 2 und schon dabei! (12,99 Euro)

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Eine Mutter (und babySignal-Kursleiterin) erzählt von ihren ganz eigenen Erfahrungen mit Gebärden und zwei unterschiedlichen Jungs…lesenswert

Ich würde ja neues vom Gebärden schreiben, wenn ich könnte. Kann ich aber nicht. Denn nach dem Run ist hier vor dem Run. Mehr als die Gebärden vom letzten Beitrag sind es nicht geworden und so richtig super glücklich bin ich mit seiner Auswahl nicht, auch wenn das ziemlich dumm klingt. Immerhin hat Leo ja die […]

über Die etwas ungeduldige Mutter. Los, sprich! Nur ein bisschen ernst gemeint. —

Unsere Gewinnerin berichtet vom Kurzurlaub im fam-Familienhotel

Silke war gemeinsam mit ihrer kleinen Familie die Gewinnerin des Übernachtungsgutscheines im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums von babySignal und durfte mit ihrer Familie zwei Nächte kostenfrei ein fam-Familienhotel genießen. Die Freude dieser besonderen Tage teilt Silke mit uns in ihrem persönlichen Reisebericht:

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Malbun im Schnee

Anreise: Unsere Reise fing gleich spannend an. Bei aller Vorfreude dachte keiner von uns daran, dass unser Sohn Nils (18 Monate) für die Reise nach Liechtenstein einen Reisepass oder Kinderpass benötigen würde. Erst am Vorabend wurde uns dies durch Internetrecherche bewusst. Gott sei Dank konnte uns unsere Gemeinde gleich am Morgen den Reisepass ausstellen! Mit knapp 2,5 stündiger Verspätung konnten wir endlich aufbrechen. Die Fahrt verlief dann glücklicherweise recht entspannt, da Nils im Auto schlief. Nach dem Mittagessen ging es vorbei am Bodensee Richtung Malbun in das Fürstentum Liechtenstein. So langsam sah man die ersten schneebedeckten Berge. Als wir uns kurz nach der Hauptstadt Vaduz die Serpentinen nach Malbun hochschlängelten, waren wir uns nicht sicher, ob uns dort tatsächlich Schnee erwarten würde? Doch es war wirklich unglaublich zu erleben, was ein paar Höhenmeter alles ausmachen: auf einmal befanden wir uns mitten drin im Schneeparadies. Es schneite sogar, als wir auf den Parkplatz des Familienhotels fuhren.

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Fantasie-Werkstatt

Ankunft: Dort angekommen wurden wir gleich sehr freundlich begrüsst und mit den wichtigsten Infos versorgt. Dann ging es erstmal ins wirklich sehr schöne Zimmer zum Auspacken. Dort war schon alles für Nils gerichtet: Wickelauflage, Windeleimer und sogar ein kleiner Bademantel! Wir hatten von unserem Zimmer aus einen herrlichen Blick auf die verschneiten Berge rund um Malbun. Anschliessend liessen wir es uns beim 5 Gänge Galamenü so richtig schmecken. Auch Nils war ganz begeistert vom leckeren Essen. Das Hotel ist perfekt auf Kinder eingerichtet. Von Kindergeschirr samt Lätzchen und Hochstuhl beim Essen, über den Verleih von Kinderwägen und Schlitten bis hin zu einer umfassenden, kompetenten und liebevollen Kinderbetreuung in der „Fantasie-Werkstatt“ mit unendlich viel Platz zum Toben und unzähligen Spielangeboten. Dort verbrachten wir dann auch den Rest des Abends und fielen glücklich und hundemüde ins Bett.

babysignal-jubilaeum-1Der Tag: Am nächsten Morgen ging es gemütlich zum üppigen Frühstücksbuffet. Dort warteten schon die „Morgenpost“ des Hotels auf uns mit Hinweisen zu den stattfindenden Aktivitäten und Ausmalbilder und leichten Kreuzworträtseln für die Kinder. Auch im Hotelzimmer lag auf dem frischgemachten Bett eine kleine Gute-Nacht-Geschichte zum Vorlesen abends bereit. Soo süß, wie überall an die Kinder gedacht wird. Zunächst statteten wir ersteinmal wieder der „Fantasie-Werkstatt“ einen Besuch ab, bevor es dann endlich in den Schnee ging. Der erste Schnee für unseren Nils! Es war so toll, ihm zusehen wie er das unbekannte Weiß entdeckte! Wir spielten erst eine Weile im Schnee und leihten uns dann einen Schlitten aus. Ei, war das fein! Rodeln mit Papa, jippie! Rumtollen an der frischen Luft im Schnee macht bekanntlich hungrig und müde. Nach dem Mittagsbuffet ging es deshalb wieder in unser Zimmer zur Mittagspause. Nils schlief im Nu während des Wickelns ein. Das gab es noch nie! Ich gönnte mir während Nils Mittagsschlaf eine Auszeit im hauseigenen Schwimmbecken. Ach, es war herrlich. Ich schwamm im warmen Wasser mit Blick auf das bunte Skitreiben…..einmalig! Später kam meine Familie noch dazu und wir alberten gemeinsam im Wasser herum. Vor dem Abendessen stand noch eine Runde Toben in der „Fantasie-Werkstatt“ auf dem Programm. Immer wieder gab es dort Neues zu entdecken.

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Schneewanderung

Der krönende Abschluss unseres Kurztrips war dann die abendliche Schneewanderung. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis mit den Schneeschuhen durch die nächtliche verschneite Bergwelt zu stapfen. Als dann auch noch der Mond hinter dem Berg hervorkam, war das Erlebnis perfekt. In dieser Nacht schliefen wir alle Drei sehr gut und glücklich.

Die Abreise: Am nächsten Morgen hieß es nun leider auch schon wieder Koffer packen. Nach dem Genuss des reichhaltigen Frühstücks, drehten wir eine letzte Runde durchs Hotel und verabschiedeten uns von allen. Auch wenn wir nur wenige Stunden dort waren, fühlten wir uns sehr mit dem netten Personal verbunden. Wir danken dem Team von babySignal und Familie Schwärzler von den fam-Familienhotels für diesen wundervollen Gewinn.

 

Hintergrundinformationen: Leider schloss Ende März 2016 dieses wunderbare und mit viel Herz geführte Familienhotel in Liechtenstein. Mit identischem Hotel-Konzept (Ausschlafservice, Kinderfrühstücksbuffet, professionelle Kinderbetreuung in der Fantasie Werkstatt und die beliebten Eltern-Kind-Erlebnisse) finden auch weiterhin unsere Kurse „babySignal-mit den Händen sprechen“ dreimal im Jahr im „Lagant“ statt.

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Familienhotel Lagant im Brandnertal, Österreich

Die nächsten babySignal-Themenwochen Familienhotel Lagant :

04. – 11. Juni 2016

17. – 24. September 2016

08. – 15. Januar 2017

25. März – 01. April 2017

Bei Rückfragen informieren Sie sich bitte direkt im Hotel oder bei uns: kontakt@babysignal.de

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babySignal-Botschafterinnen berichten mehr

Hier folgen weitere Erfahrungsberichte unserer Botschafterinnen. Wir haben Eltern gefragt: Wann und wo zeigst Du Gebärden? Wann und wo zeigt Dein Kind Gebärden? Spricht Dein Kind?

Natali _Emily BotschafterinNatali: Seit Januar 2016 bin ich wieder voll berufstätig und mein Mann ist in Elternzeit. Ich verbringe innerhalb der Woche somit nur noch wenige Stunden am Tag mit unserer Tochter Emily (13 Monate), bevor sie zu Bett geht. Beim Bücher anschauen und spielen zeige ich ihr auch weiterhin viele TIERGEBÄRDEN oder das Zeichen für NOCHMAL und abends dann ZÄHNE PUTZEN. Morgens, wenn mein Mann und Emily mich an der Haustür verabschieden, zeige ich die Gebärde ARBEITEN und habe das Gefühl, Emily versteht, dass sie nun den ganzen Tag mit Papa verbringt. Emily bewegt ihre Hände ständig und sie zeigt auf Dinge. Eine richtige Gebärde konnte ich aber noch nicht erkennen. Derzeit spricht sie auch noch nicht. Ursprünglich hatte ich mir gewünscht, dass sie in der Krippe zeigen kann, dass sie essen bzw. trinken möchte. Das klappt noch nicht, aber ich bin dennoch froh, dass ich babySignal kennen gelernt habe. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Emily viel mehr aufnimmt und entspannter ist, wenn ich meine Worte mit Gebärden unterstreiche, als wenn ich ohne meine Hände nur mit ihr reden würde. Mein Mann findet Gebärden interessant, aber zeigt sie nicht aktiv. Emily brabbelt schon und einzelne Worte können wir bereits erahnen.

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Bilderbuch Babyzeichen (5,99 €)

Sarah-Anne: Unser Sohn Ben, inzwischen 18 Monate alt, zeigt sehr gerne Gebärden. Ungefähr zum Zeitpunkt als der babySignal-Anfängerkurs zu Ende ging, hat Ben ein riesen Fortschritt gemacht in seiner sprachlichen Entwicklung. Nicht nur die Gebärden, aber auch seine Sprache hat sich stark weiterentwickelt. Zu Weihnachten haben wir Ben ein Bilderbuch mit Gebärden geschenkt,

Das Buch wurde von Ben voller Begeisterung angenommen und in Momenten, wo Ben zuvor kaum geguckt hat, wenn ich Gebärden vorgemacht habe, forderte er mich nun geradezu auf, mir die Zeichen zu zeigen! Seitdem gucken wir dieses Buch regelmäßig an. Vorher habe ich sein Verständnis getestet und gefragt “wo ist”…. und habe dann z.B. das Zeichen für Hund gemacht. Er hat auf den Hund gezeigt und wusste also die Verbindung zwischen bestimmte Wörter und die dazu gehörende Gebärden, die er dann noch nicht gezeigt hat. Seit Anfang Februar 2016 zeigt er nun auch das Zeichen für Hund, obwohl er Anfang Dezember schon angefangen hatte „Wauwau“ für Hund zu sagen.

Eine Gebärde die ich häufig gemacht habe, aber aufgehört hatte zu machen war “fertig”. Bis Ben dieses Zeichen selber angefangen hat zu gebärden. Es ist jetzt Teil seines Alltags.

Ben spricht inzwischen circa 30 Wörter und Laute (Auto=Brrrrrr, Hund=Wauwau, Esel=Hiihaa) und Gebärdet Circa 15-20 Zeichen. Es gibt bestimmte Gebärden, die ich weniger benutze, vor allem zum Ablauf des Tages (Guten Morgen, schlafen, essen etc.) Da die Notwendigkeit nicht mehr da ist, weil Ben den Kontext von alle Sätze und Wörter schon sehr gut versteht. Da lassen wir es beim reden. Bei Sachen die er uns zeigen kann benutzen wir noch viel Gebärden zu den Wörtern: z.B. Pferd, Hund, Katze, Baum, an/aus, Flugzeug und Haus. Diese Woche hat wollte Ben mir zeigen, dass er die Warnblinker von einem Paketauto so toll fand, da hat er mich grinsend angeguckt uns die Zeigen für an und aus abwechselnd gemacht. Ich konnte ihn richtig ansehen, dass er Spaß daran hat, mir zu erzählen, was er gerade tolles gesehen hat, das war ein schöner Moment.

Ben hat Spaß daran Gebärden zu zeigen und zu sprechen. So wie es aussieht, werden die Gebärden unser Leben noch eine Weile begleiten. Sie sind in unserem Leben eine wertvolle Ergänzung auf die sprachliche Entwicklung von unserem Sohn und unsere Kommunikation mit ihm.

[Das Buch „Babyzeichen“ kann bestellt werden bei Vivian Burgarth, info@baby-haende.de, 5,99 € zzgl. Versandkosten 1,00 €]

KLotzJanine: Leider muss ich zugeben, dass die Gebärden bei uns ein wenig eingeschlafen sind. Das hat zum einen den Grund, dass ich die einzige war, die die Gebärden aktiv angewendet hat. Und zum anderen, der wahrscheinlich entscheidender Grund, ist, dass Lotta (16 Monate) überhaupt nicht drauf reagiert. Ja, sie liebt die Gebärde für KUH, wendet diese aber bei allem an, was ihr über den Weg läuft. Das müssen nicht einmal Tiere sein. Ich weiß, dass sie mehr kennt und kann, aber sie scheint ohne Gebärden wohl auch immer zu ihrem Ziel zu kommen. Ab und an wendet sie mal die Gebärde für AN und AUS an, aber das auch nicht regelmäßig. Sie weiß auch, wie man MÜDE oder SCHLAFEN zeigt, aber da sie nicht sonderlich interessiert am Schlafen ist, zeigt sie uns diese Gebärden natürlich auch nicht😉. Diese angeblich typischen Kindergebärden NOCHMAL bzw. MEHR, findet sie gänzlich uninteressant. Obwohl ich sehr hinterher war, dass ich ihr bei jeder möglichen Situation die Gebärden dafür zeige, kam es bei ihr nicht an. Mit dem Sprechen ist es aber auch noch nicht so ganz dolle bei ihr. Sie fängt so langsam aber an. „Danke“ versucht sie zum Beispiel eher zu sagen, als zu gebärden. Ansonsten versuchte sie letzte Woche beim Schneefall „gnee“ zu sagen und hat dazu ein wenig mit den Händen zur Unterstützung dazu herumgewedelt. Also zusammenfassend,: Lotta kann mehr, als sie aktiv anwendet. Ich weiß allerdings nicht, wie ich sie vom Mehrwert überzeugen kann. Mal abwarten, wie es weitergeht bei uns.

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Buch babySignal, Kösel-Verlag (15,99 €)

Anna: Am meisten benutze ich die Gebärden FREUDE, FREUEN und DANKE. Diese beiden begleiten uns sehr intensiv und viel. Jolie (19 Monate) kommuniziert nun sehr viel mehr mit den Händen. Wenn sie etwas nicht möchte oder satt ist, dann streckt sie den Arm gerade von sich und hält die Hand aufrecht, so als würde sie sagen wollen: Halt, das reicht oder ich will nicht mehr. Ich bin so beeindruckt über diese nonverbale Kommunikation und sie drückt so genau aus, was sie will und was sie braucht. Durch Ihr Zeigen teilt sie mir mit, wenn sie etwas entdeckt hat oder wenn sie etwas haben möchte. Sie spricht dabei nach wie vor kaum. Wir verstehen einander derzeit noch gut ohne Worte. Ich liebe es, diese tiefe Verbindung mit ihr zu haben und genieße es sehr. Rückblickend auf den babySignal-Anfängerkurs finde ich, dass tolle Begriffe ausgewählt wurden, die ich gelernt habe. Am Ende des Kurses habe ich gestaunt wie viele Gebärden wir bereits konnten. Da wir sehr viel draußen sind, brauche ich allerdings noch viele weitere Gebärden (z. B.: Gras, Blätter, Laufen, Springen, Regen, Sonne, Mond, Sterne, Wind).  Ich merke bei mir einfach, dass ich noch mehr lernen mag und es mir nicht „reicht“. Daher werde ich gerne zu den Themenstunden von babySignal gehen, die meine Kursleiterin Barbara anbietet oder auch mal im Internet nach Gebärden suchen, beispielsweise bei www.spreadthesign.com.

Vielen Dank für eure Berichte. Wir wünschen euch allen weiterhin spannende und freudige Momente mit euren Kindern – ob mit oder ohne Gebärden und werden wieder nachfragen…

www.babysignal.de

Botschafterinnen von babySignal berichten weiter

Nachdem wir im babySignal-Jubiläumsjahr (2015) unsere Aktion zum Botschafter ausgerufen haben, erreichten uns viele tolle Bewerbungen. Nun erzählen uns hier die damaligen Gewinnerinnen, die mit ihren Kindern kostenlos einen babySignal-Kurs besuchen durften, von ihren spannenden Erfahrungen mit Gebärden zuhause, nach dem Kurs von „babySignal – mit den Händen sprechen„.

1_Steffi und Sohn FensterSteffi und Benno (Berlin): Wir haben fast alle im Kurs gelernten Gebärden in unseren Alltag integriert und nutzen somit die Gebärden recht häufig: Beim Waschen, essen, spielen und Bücher betrachten. Benno (12 Monate) kann schon erstaunlich gut selber Gebärden zeigen. Ich finde es äußerst praktisch, da er bisher nur ein paar einzelne Wörter sprechen kann. Ich kann ihn tatsächlich durch die Gebärden viel besser verstehen, er mich aber offensichtlich auch. Morgens, wenn ich ihm Frühstück mache, zeigt er auch schon, dass er Hunger und Durst hat. Wenn mein Mann zur Arbeit geht, verabschieden wir ihn an der Tür.  Benno gebärdet inzwischen PAPA und ARBEITEN. Benno schaut auch sehr gerne Bücher an, sein Lieblingsbuch ist ein Bauernhofbuch. Da gebärde ich die Tiere für ihn. Einige kann er auch schon selber zeigen. Ständig möchte er aus dem Fenster schauen; wenn er einen Vogel sieht, freut er sich und gebärdet VOGEL. Sein Mitteilungsbedürfnis wächst: Seit ein paar Tagen versucht er mir händeringend etwas zu sagen. Leider konnte ich noch nicht herausfinden, was er mir sagen will. Insgesamt klappt es aber sehr gut zwischen uns und ich verstehe was er möchte oder wovon er erzählt. Diese Gebärden zeigt er schon. SIRENE, ESSEN, TRINKEN, HUND, KUH, MAMA, PAPA, NOCHMAL, MEHR, DREHEN und MUSIK.

FinchenAndreaAndrea und Finchen (bei Hamburg): Ich gebärde täglich mit meiner Tochter (15 Monate) und finde auch, dass sie sehr aufmerksam ist, wenn ich gebärde. Besonders häufig nutze ich Gebärden beim Benennen von Tieren und wenn wir singen. Parallel zu den Gebärden, die sie selbst zeigen kann, beginnt Finchen langsam an zu sprechen. Durch ihren großen Bruder, der ja schon sehr viel spricht, will sie das auch schnell lernen. Sie sagt bereitsn „Mama, Papa, Oma, Katze, Puppe auch, anziehen, aufstehen, haben und danke“. Manchmal sagt sie „Tschüss“ und winkt dazu. Gebärden, die sie oft zeigt sind: MUSIK, damit ich ihr etwas vorsinge und NOCHMAL. Die Bedeutung von NOCHMAL hatte sie sofort begriffen. Dabei dreht sie nicht nur den Zeigefinger sondern die ganze Hand vor dem Oberkörper. Wenn Finchen eine Katze sieht, so gebärdet sie das momentan am liebsten, obwohl sie KATZE auch schon sprechen kann. Der Hund, für den sie in der Vergangenheit häufig die Gebärde benutzt hat, ist im Moment ebenfalls die KATZE*. Zusätzlich stelle ich häufiger fest, dass eine Handlung, die Finchen nicht besonders schätzt (wie Gesicht waschen und Zähne putzen) leichter wird, wenn ich vorher die Gebärde mehrfach zeige und ankündige, was kommt.

*Anmerkung von Wiebke Gericke: Diese Art der Übergeneralisierung in der Sprache von Kindern ist in diesem Alter positiv zu bewerten. Fine stellt fest, dass Katze und Hund gleiche Merkmale haben (beide haben vier Beine) und benennt daher beide Tiere gleich. Später wird sie dann jedes Tier unterschiedlich benennen.

LottaJessica und Lotta (Bremen): Lotta ist jetzt fast ein Jahr alt und Gebärden sind weiterhin ein aktiver Bestandteil unserer Kommunikation. Schauen wir ihre Lieblingsbücher an, so blättert sie immer wieder zu den Seiten, wo sie das Tier schon selbst gebärden kann: HUND, KATZE, SCHAF, KUH, FISCH und MAUS. Auch die Lautäußerungen sind bei den Tieren, die sie gebärden kann, viel ausgeprägter, als bei den anderen. Bei den Mahlzeiten gebärdet Lotta auch regelmäßig. Während die große Schwester schon sehr viel spricht (besonders auch mit ihrer kleinen Schwester), gebärdet Lotta auf ihre Art und Weise zurück. Immer öfter merken wir, dass sich auch die ersten richtigen Worte erkennen lassen. Als zweisprachig aufwachsendes Kind sind das im Englischen: this, bye, no, daddy und im Deutschen: da(s), Mama und ja. Ihre Körpersprache ist ebenfalls ausdrucksstark (Blicke, Nicken). Wir wissen nicht, ob wir durch die Gebärden sensibler sind auf ihre Körpersprache zu achten oder ob Lotta einfach sehr aktiv ist. Ganz auffällig ist, dass Lotta ganz bewusst ihre Hände bewegt, betrachtet und als Kommunikationsmittel versteht. Das finden wir sehr beeindruckend. Im April 2016 beginne ich mit der Ausbildung zur babySignal-Kursleiterin und werde zukünftig eigene Kurse in meinem Raum anbieten können. Als Familie hingegen überlegen wir einen weiteren Kurs zu besuchen. Der Zauber des Gebärdens liegt auf jeden Fall in den kleinen Situationen, die mich als Mutter berühren: Gestern stand ich morgens an der Tür und drehte mich noch kurz zum Abschied zu Lotta um. Da lächelte sie mich an und gebärdete ganz selbstbewusst “Tschüss”. Diesen Moment fand ich so schön, denn sie hat von sich aus, ohne Impuls von mir oder meinem Mann, Tschüss gewunken.

Petra_Felix BuchPetra und Felix (Nähe Bodensee): Die Gebärden laufen inzwischen so flüssig von der Hand, dass es uns gar nicht mehr auffällt, dass wir überhaupt gebärden. Wir singen täglich Tierlieder und auch Bilderbücher und deren Geschichten werden von uns mit den entsprechenden Gebärden begleitend vorgelesen.  Wir erlebten eine schöne Situation Anfang Januar 2016, als wir bei meinem Schwiegervater zum Geburtstag eingeladen waren. Unter den Gästen befand sich auch ein wirklich großer, zotteliger Hund. Mein Mann und ich waren etwas beunruhigt, weil Felix (12 Monate) bisher noch keinen Kontakt zu Hunden gehabt hat. Außerdem sitzt Felix nun nicht mehr ruhig auf unserem Schoß, sondern krabbelt fleißig durch die Gegend. Was würde wohl mit diesem großen Hund passieren? Die Zwei hatten sich zum Glück auf Anhieb lieb und Felix klatschte vor Freude zunächst immer wieder in die Hände. Nach einer Weile fragte mich mein Mann, wieso Felix sich eigentlich immer auf das Bein schlagen würde? Da fiel es uns beiden wie Schuppen von den Augen: Felix gebärdete uns HUND (mit der flachen Hand klopft man auf den Oberschenkel) und klatschte danach vor Freude in die Hände! Wir Eltern waren also schwer von Begriff und haben erst einmal über uns selbst gelacht. Dieser Moment war der Durchbruch. Felix gebärdet nun auch noch HALLO, AUF WIEDERSEHEN, SINGEN, SONNENSCHEIN und zeigt, wie GROSS er ist. Wir finden, es ist ein unwahrscheinlich schönes Gefühl mit dem eigenen Kind kommunizieren zu können. Es herrscht eine ganz besonders innige Atmosphäre und wir fühlen eine tiefe Verbundenheit miteinander. Wir leben babySignal! Seit Anfang Januar spricht Felix auch seine ersten Worte! Morgens beim Wechseln der Windel kam zum ersten Mal „Ma-Ma“ über seine Lippen. Da war meine Freude natürlich groß! Papa war mit einem Augenzwinkern etwas enttäuscht – er hatte gehofft, das erste Wort müsse eher Papa sein. Doch noch am selben Tag, als wir mittags mit dem Auto unterwegs waren, hörten wir vom Rücksitz „Papaaaa“!  Zwei wichtige erste Wörter an einem Tag – wie schön!

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Mehr zu unserem Kursangebot: www.babysignal.de