Im Portrait: babySignal-Kursleiterin Stefanie von Brück aus Leipzig

Steffi ist mit ihren babySignal-Kursen in Leipzig aktiv dabei. Sie ist Lehrerin für Sozialpädagogik, Trageberaterin und zusätzlich noch Babysteps-Kursleiterin bei Einfach Eltern. Sie hat einen fast dreijährigen Sohn.

Steffi von Brueck Jena babySignal

Liebe Steffi, wie kam es dazu, dass Du babySignal-Kursleiterin geworden bist?

Im Gespräch mit einer Freundin war ich anfangs sehr skeptisch, wurde dann aber bei der Kursleiterausbildung von Einfach Eltern ganz neugierig gemacht, als Wiebke Gericke dort zu Gast war und persönlich über Babyzeichen berichtete. Ich stellte fest, dass ich einige Gebärden bereits unbewusst angewendet hatte, kaufte das Buch babySignal – und so fing alles an.

Was hat Dich von babySignal und dem Gebärden mit Babys und Kleinkindern überzeugt?

Innerhalb von nur fünf Wochen haben die Gebärden damals unseren Familienalltag vollkommen verändert – ausschließlich zum Positiven. Es ist für die Kleinen frustrierend, nicht verstanden zu werden, wenn sie noch nicht (so gut) sprechen können. Für die Eltern oder Erzieher bedeutet es oft Rätselraten, um herauszufinden, was das Kind nun wirklich meint. Dabei geht es bei babySignal nicht nur um gegenseitiges Verstehen, sondern auch um den Aufbau von Bindung und Beziehung. Das ist ebenfalls ein zentrales Element in meinen Babysteps Kursen und liegt mir sehr am Herzen.

Du bist seit dem Frühjahr selbst Teil von babySignal. Was ist Dein bisheriger Eindruck und was wünschst Du Dir?

Bisher habe ich unglaublich tolle Menschen im Team der babySignal-Kursleiterinnen kennengelernt. Noch bin ich relativ neu, aber babySignal verbindet uns schon jetzt. Alle haben Visionen, Ideale und eine Energie, die von Herzen kommt. Ich wünsche mir beispielsweise, dass alle Eltern erfahren, wie wunderbar das Gebärden mit Kindern ist. Alle Familien und Freunde, alle pädagogischen Fachkräfte sollten mit Kindern auch auf diesem Weg kommunizieren können. Gegenseitiges Verstehen macht das Leben leichter und schafft eine liebevolle, herzliche Verbindung zwischen den Menschen. Als Kursleiterin hoffe ich natürlich, zu diesem Ziel beitragen zu können und viele Teilnehmende mit meinen Kursen zu bereichern.

Du hast ja selbst einen Sohn. Was war denn bisher Dein persönlich schönstes babySignal-Erlebnis?

Mein schönstes Erlebnis war Weihnachten 2014. Mein damals 2-jähriger Sohn konnte schon gut und viel reden und gebärdetet eigentlich nicht mehr.  Doch in dieser Nacht nach dem Heiligabend gebärdete er plötzlich wieder! Für mich war sofort klar, dass er emotional tief bewegt war. Sein nächtliches Aufwachen und Schluchzen, der vergebliche Versuch, weinend mit mir zu reden, war schwierig für ihn. Dann, mithilfe seiner Gebärde, konnte ich ihn auf einmal ganz klar verstehen: Seine Arme bewegten sich wild schaufelnd von oben nach unten. Da wusste ich, ich sollte mit ihm ins Kinderzimmer gehen, um zu gucken ob der neue BAGGER immer noch dort stehen würde, wo wir ihm gute Nacht gesagt hatten. Das war sehr beeindruckend, denn BAGGER war auch ursprünglich eine seiner ersten Gebärden. Sein Weihnachtsgeschenk war ihm sooo wichtig, dass er mir seine Gefühle nur durch eine Gebärde mitteilen konnte. Danach schlief er friedlich wieder ein.

Was für eine schöne Geschichte von Euch. Vielen Dank für Deine Antworten, Steffi.

Steffis aktuelle Kursangebote in Jena könnt ihr hier finden.

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