babySignal ist in jeder Hinsicht eine Bereicherung für uns

BeitragsbildAdventskalender am 19. Dezember 2017

von Ann-Kathrin (Hessen).

Die anfänglichen Bedenken

Als ich von Babygebärden zur Unterstützung der Kommunikation hörte war ich mehr als skeptisch! Unser Sohn Muhammed war damals gerade sechs Monate alt und ich verstand die kleinen Signale und Zeichen von ihm gut! Wozu sollte ich dann noch eine „Zeichensprache“ lernen? Außerdem nahm ich an, dass die Zeichen sein Sprechen 1Musik mit 9 Monaten-babyzeichensprache-babysignallernen verzögern würden und ich dann ewig nur über die Zeichen kommunizieren könnte. Einer meiner weiteren Bedenken war, dass andere Menschen mein Kind so nicht verstehen würden, wenn sie die Zeichen nicht kennen. Das Thema war für mich direkt erledigt!

Ein paar Wochen später erschien zufällig ein Beitrag vom babySignal-Adventskalender (2016) auf meiner Startseite bei Facebook. Es gab ein Gewinnspiel,  ich machte mit und gewann prompt einen Rabatt für den Kurs bei uns in der Nähe. Ich entschied mich, mir das Ganze einmal anzuschauen und besuchte skeptisch die erste Stunde.

Der erste Eindruck von babySignal

Die Kursleiterin Daniela empfing uns sehr herzlich: Die Kinder standen im Mittelpunkt und wurden sehr zugewandt und liebevoll in alle Aktivitäten mit einbezogen. Muhammed (knapp 9 Monate) war einfach glücklich und (im Gegensatz zu mir) direkt von babySignal überzeugt. Noch in der ersten Kursstunde gebärdete er LICHT und MUSIK. Die ganze Woche danach nutze er seine neuen Gebärden mehrfach am Tag und zeigte mir jedes Licht, was er irgendwo entdeckte. Jede noch so leise Hintergrundmusik in Läden kommentierte er mit MUSIK. Seine Begeisterung überzeugte mich und ich begann, mich auf die nächste Kursstunde zu freuen und neugierig zu werden, was wir noch alles lernen würden. Muhammed liebte die Kursstunden und die Musik. Er hatte so viel Spaß. Und ich? Ich lernte unsere neue Form der Kommunikation zu lieben.

Viele Gebärden – Frühes Sprechen

Wir erlebten viele tolle Sachen mit den Gebärden. Als Muhammed mit nur zehn Monaten im Wohnzimmer spielte, sagte ich ihm, ich würde duschen gehen. Ich fragte ihn, ob er mit ins Bad kommen wolle? Er schüttelte nur den Kopf und gebärdete WARTE. Er meinte damit, er würde auf mich warten. Ich konnte 15 Minuten in Ruhe im Bad verbringen, während er friedlich weiter spielte.

„Mein Sohn ist generell sehr schnell in der Kommunikation. Mit 10 Monaten sprach er deutlich Da und zeigte auf alles, sagte cht zur Gebärde LICHT und sik zur Gebärde MUSIK, außerdem sagte er Mama und wau-wau und brumm-brumm (zu allem Fahrenden) und sonst eben übliches Gebrabbel.“ (Mutter Ann-Kathrin)

NOCHMAL wurde schnell zu Muhammeds Lieblingsgebärde und so forderte er regelmäßig ein: nochmal zu singen, nochmal zu rutschen oder nochmal in die Luft geworfen zu werden. Besonders witzig war es bei der U-Untersuchung, als der Kinderarzt mit dem Licht in seinen Mund leuchtete. Als der Arzt fertig war, gebärdete Muhammed danach NOCHMAL LICHT-AN. Der Kinderarzt stellte bewundernd fest, dass unser 12 Monate altes Kind schon Zwei-Wort-Sätze äußere. Die Beiden spielten dann 1Blume-babysignal-babygebaerdennoch eine Weile das „Nochmal-Licht-an-und-aus-Spiel“ und ich dachte währenddessen über die Sprachentwicklung nach. Mir fiel auf, dass Muhammed eben genau diese Worte als erstes zu sprechen lernte, die er vorher mit den Gebärden nutzte. Meine anfänglichen Befürchtungen bestätigten sich also absolut nicht, dass er nicht sprechen würde. Die Gebärden unterstützen sein Sprechen sogar positiv. Da wir eine zweisprachige Familie sind, scheinen uns die Gebärden auch dafür sehr hilfreich zu sein, weil die Gebärden eine bildliche Brücke zwischen beiden Sprachen ziehen.

Weniger Gebärden – Mehr Sprechen

Während Muhammed immer mehr zu sprechen begann, nahmen die Gebärden ab, da er ja eben gerade diese Worte sprechen lernte. Aber er überrascht mich immer wieder, wenn er Gebärden aus seinem Gedächtnis ausgräbt, die ich nie genutzt habe und er diese nur aus den babySignal-Kursstunden kennt. So lief Muhammed im Frühjahr immer mit der offenen Hand vor dem Mund durch die Stadt und wollte mir damit etwas sagen. Er war ganz aufgeregt, aber ich verstand zunächst einfach nicht, was er da gebärdete. Es dauerte bestimmt einige Tage, bis ich begriff, dass er BLUME gebärdete! Diese Gebärde hatte Daniela in der Kursstunde zum Frühling einige Wochen vorher ein paar Mal gezeigt.

Nun ist Muhammed 18 Monate alt. Auch jetzt noch unterstützen die Gebärden sein Sprechenlernen sehr aktiv. Ich finde es sehr faszinierend, Muhammed zuzusehen, wie es in seinem Gehirn arbeitet, wenn er eine neue Gebärde erinnert, diese dann ein paar Tage übt und danach langsam das Wort dazu übt: vom tonlosen Lippen formen über Zischlaute bis hin zum gut gesprochen Wort. Im Moment hat er gerade die etwas schwerere Gebärde SCHMETTERLING wieder entdeckt und übt fleißig Hände zu flattern, während er leise ein „Sch-Sch-Ling“ zischt.

Gebärden in der Autonomiephase

Bei uns helfen die Gebärden auch in der Autonomiephase, manchen Wutanfall zu umgehen, wenn er eben nicht nur „trinken“ sagt, sondern dazu ein WASSER, TEE oder

1piep-babygebaerden-babysignal-babyzeichensprache

Muhammed zeigt „piep-piep“

MILCH gebärden kann. Ich habe das Gefühl durch die Gebärden einfach viel näher an ihm dran zu sein, weil er sich mittlerweile mit einem Wortschatz von ca. 25 gesprochenen Wörtern und 80 Gebärden einfach viel umfangreicher mitteilen kann als viele andere Kinder. Ich bin so dankbar Muhammeds Sprachentwicklung so aktiv beobachten zu können und so dankbar, dass wir den babySignal-Kurs besuchen konnten. Die Kommunikation und mein Verständnis für die Welt meines Sohnes sind einfach viel größer geworden und ich bekomme Einblicke in seine Gedanken, die mir ohne Gebärden verwehrt geblieben wären. Und selbst seine skeptische Oma hat Muhammed überzeugt: Als wir am Esstisch saßen, gebärdete er FERTIG und dann NOCHMAL PUSTEN (Seifenblasen) zu Oma und forderte sie auf diese Weise auf, mit ihm spielen zu gehen. Seine Oma lernte daraufhin fleißig alle Gebärden und freut sich nun über jedes NOCHMAL, wenn er mit ihr zusammen spielt.

Gewinnspiel:

Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Daniela Daschke aus Pohlheim in Hessen. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche babySignal-adventskalender19Gebärde zeigt Muhammed auf dem letzten, unteren Bild?

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Daniela Daschke mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

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