Heiligabend mit Gebärden

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von Wiebke Gericke (Gründerin babySignal):

Nun hat sich das letzte Türchen unseres Adventskalenders geöffnet und Sie fragen sich sicherlich: Welche Geschichte wird es wohl an Heiligabend geben? Wird sie besonders erstaunlich oder vielleicht sehr witzig sein?  Nun, es sind zunächst persönliche Worte, die ich Ihnen mitteilen möchte.  Es hat mich selbst sehr berührt und beglückt an den Erfahrungen von Eltern aus ganz Deutschland durch den diesjährigen Adventskalender teilhaben zu können.

Ich möchte heute, an Heiligabend, einfach DANKE dafür sagen.

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DANKE, an alle Eltern, die Gebärden lernen und diese Möglichkeit der Kommunikation im Kontakt mit ihrem Kind einbeziehen.

DANKE an alle Kursleiterinnen, die mit ihrer Begeisterung und ihrem Engagement die Gebärden weitertragen und babySignal überall bekannt machen.

Mein größter DANK gilt allerdings den Kindern: In euren Gesichtern können wir so viel Freude sehen, wenn ihr euch mit Gebärden mitteilt. Ihr wollt die Welt entdecken und uns davon erzählen. Seid gewiss: Es macht uns wirklich sehr großen Spaß zu sehen, was in euch steckt!

Mit einer wundervollen Anekdote von Steffi, die sich bereits vor einigen Jahren ereignete, möchte ich zur letzten Geschichte in unserem Adventskalender kommen. Steffi berichtete von ihrem schönsten Moment mit Gebärden aus der Weihnachtszeit:

„Mein zweijähriger Sohn konnte schon gut und viel reden und gebärdete eigentlich nicht mehr. Doch in dieser Nacht nach dem Heiligabend gebärdete er plötzlich doch wieder! Für mich war sofort klar, dass er emotional tief bewegt war. Sein nächtliches Aufwachen und Schluchzen, der vergebliche Versuch, weinend mit mir zu reden, war schwierig für ihn. Dann, mithilfe seiner Gebärde, konnte ich ihn auf einmal ganz klar verstehen: Seine Arme bewegten sich wild schaufelnd von oben nach unten. Da wusste ich, ich sollte mit ihm ins Kinderzimmer gehen und gucken, ob der neue BAGGER immer noch dort stehen würde, wo wir Gute Nacht gesagt hatten. Sein Weihnachtsgeschenk war ihm so wichtig! Gesagt, getan…danach schlief er friedlich wieder ein. Das war sehr beeindruckend, denn BAGGER war auch ursprünglich eine seiner ersten Gebärden und in dieser Nacht hatte er mir seine Gefühle besser mit einer Gebärde mitteilen können.“

Wie rührend!

babySignal-adventskalender24Nun schließt der babySignal-Adventskalender 2017 mit der Verlosung einer Einzelstunde bei mir. Sie möchten gewinnen und auch einen babySignal-Moment erleben? Schreiben Sie bis Dienstag, 26.12.17 um 23:59 Uhr eine E-Mail und gewinnen sie mit etwas Glück eine Einzelstunde in Hamburg-Eimsbüttel. Beantworten Sie einfach die Frage: Wie hat Ihnen unser Adventskalender gefallen? Die Einzelstunde kann je nach Bedarf bis zum Sommer 2018 eingelöst werden.

Ich wünsche Ihnen allen einen wundervollen Heiligabend, ruhige Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Wiebke Gericke

Gründerin babySignal – Mit den Händen sprechen

 

babySignal ist super nach dem 1. Geburtstag

Adventskalender am 23. Dezember 2017

von Sonja (Landkreis Verden, Niedersachsen)

Als ich das babySignal-Buch gelesen und die ersten Gebärden (fertig, trinken, müde, Autofahren) im Alltag anwendete, war meine Tochter Ella etwa sechs Monate alt. Wir haben dann direkt einen babySignal-Kurs bei Tina de Boer besucht. Am Anfang hat Ella zwar interessiert geschaut, aber auf ihre erste eigene Gebärde musste ich noch lange warten. Das Laufen lernen war bei ihr bis zu ihrem ersten Geburtstag absolut höchste Priorität.Ball-laufen-lernen

Und dann kamen sie – erste Worte und immer wieder dieselben Gebärden…

WEG (verschwunden): Die Gebärde für WEG war eine der ersten Gebärden, die Ella im Alter von zwölf Monaten selbst gezeigt hat. Sie spricht: „Da – piep-piep“ und erzählt somit, dass sie Vögel entdeckt hat. Direkt danach gebärdet sie WEG, weil die Vögel weggeflogen sind.

Beim Essen ist sie ebenfalls davon fasziniert, wenn etwas verschwindet: Ein Stück Kartoffel wandert in ihren Mund, sie kaut noch und streckt schon die Hände zur Seite, um zu erzählen, dass die Kartoffel nun WEG ist.

Besonders lustig ist es auch, wenn Papa den Rasen mäht und er immer wieder aus ihrem Blickwinkel verschwindet und kurz darauf wieder auftaucht. Immer wieder zeigt sie die Gebärde WEG!

NOCHMAL: Im Alter von 16 Monaten begann sie täglich mehr und mehr zu gebärden. Wir sahen Schafe am Deich und ich erzählte es ihr mit einer Gebärde. Ella zeigte es mir sofort zurück und machte mit! Dieses Feedback ist natürlich toll. Sie möchte nun auch immer öfter das gesprochene Wort und die Gebärde dazu von mir wiederholt bekommen. Eigene Wörter von ihr: „maiii“ kann ich durch die Gebärde leichter verstehen (NOCHMAL). So auch beim Essen: Ihr Mund ist noch voll und sie möchte ein weiteres Stück Wurst. Sie zeigt auf die Wurst und gebärdet NOCHMAL.

Und wenn ich mal nicht auf sie achte? Dann schiebt sie ihre kleine drehende Hand vor mein Gesicht, damit ich es auch ja sehe!

Fazit: Ich würde anderen Eltern auf jeden Fall empfehlen, auch mit ihren Kindern zu gebärden. Wir haben während des Anfänger- und Aufbaukurses von babySignal nicht nur Gebärden gelernt, sondern auch schöne Lieder und Reime, so dass wir die Gebärden ganz spielerisch und „singend“ in unseren Alltag integrieren konnten. Viele andere Babykurse finden während des ersten Lebensjahres des Kindes statt. Danach gibt es kaum noch Angebote in meiner Gegend. Einen babySignal-Kurs kann man super in der Zeit nach dem ersten Geburtstag machen.

Gewinnspiel:

babySignal-adventskalender23Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Tina de Boer aus Bassen im Landkreis Verden in Niedersachsen. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche Gebärde zeigt X auf dem oberen Bild?

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Tina de Boer mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

 

 

 

Fühlt sie sich verstanden, ist es großartig ihre Freude zu erleben.

Weg-BeitragsbildAdventskalender am 22. Dezember 2017

von Hanna (Siegen, Nordrhein-Westfalen)

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Sarah zeigt, etwas ist WEG.

Auf der Webseite meiner Hebamme las ich, dass es einen Kurs „babySignal“ gibt. Zunächst war ich sehr verwundert und überlegte, was das wohl sei. Wofür könne man das brauchen? Ich war auch sehr skeptisch, hatte große Vorbehalte und habe das Thema zunächst nicht weiter verfolgt. Beim „zappen“ sind wir zufällig auf eine TV-Dokumentation über die Entwicklung von Kindern gestoßen. Dort wurde eine Familie vorgestellt, in der beide Eltern gehörlos sind und über Gebärdensprache mit den beiden hörenden Kindern kommunizieren. Die berichteten, dass die Kinder mit ca. einem Jahr sehr gut mittels der Gebärdensprache kommunizierten und sie sogar fast kleine Sätze bilden konnten. In dem Beitrag konnte man sehen, wie sehr sich die Kinder freuten, dass sie verstanden werden. Der Beitrag erklärte, dass es nicht ungewöhnlich sei, dass Kinder Gebärden sehen, verstehen und anwenden können – das war für uns ein Wendepunkt und wir öffneten uns dem Thema Gebärden. Nun saßen wir da, waren sehr fasziniert und gleichzeitig wissend, dass andere uns für „nicht ganz dicht“ halten werden, wenn wir mit unserem hörenden Kind Gebärden verwenden würden. Denn nicht nur wir hatten Vorbehalte, auch unsere Umgebung ist nicht immer offen für Neues.

Mein Mann Christian spricht Deutsch mit unserer Tochter Sarah. Ich spreche primär Englisch und etwas Deutsch. Wären die Gebärden eine weitere Sprache für Sarah? Nach ein paar Tagen Überlegung und kurzem Gespräch mit der Hebamme habe ich die Kursleiterin angeschrieben und gefragt, ob es für ein so kleines Kind schon sinnvoll ist. Sarah war knapp vier Monate alt. Ich bekam eine prompte, ehrliche und sehr freundliche Antwort und so buchte ich den Kurs. Die ersten Stunden vergingen und ich fand sowohl die Kursleiterin als auch die Teilnehmer sehr angenehm. Der babySignal-Kurs ist kein Kaffeeklatsch und es gibt nicht viel Raum zum Plaudern. Ich persönlich empfinde das als sehr angenehm und ansprechend. Sarah lag da und beobachtete meistens alles – und wenn nicht, war es auch nicht „schlimm“, denn wir gebärdeten ja zu Hause. Von Sarah kamen lange Zeit keine Gebärden, allerdings war dies nicht überraschend. Aufgrund der positiven Erfahrungen und der netten Kursleiterin buchte ich den zweiten Kurs und machte einfach weiter. Weiterhin hat Sarah uns beobachtet und auf unsere Zeichen reagiert, aber diese nicht aktiv gezeigt. Den langen Atem, den wir benötigten – so sagte unsere Kursleiterin Ursel – hatte Christian irgendwann nicht mehr. „Sie zeigt uns nichts und guckt immer nur. Das hat sich nicht gelohnt“, fand er. Ich war da anderer Meinung. „Sie versteht es und überlegt.“ Also machten wir weiter mit ganz vielen verschiedenen Gebärden oder phasenweise auch nur den häufigen, die oft Anwendung finden. Wir zeigten viele Tiergebärden und alles rund um die Familie.

Kurz darauf: Als Christian abends von der Arbeit nach Hause kam sagte ich: „Sarah schau, der Papa kommt von der ARBEIT nach Hause.“ Sarah lachte, machte eine Handbewegung und lief zur Tür. Ich war entzückt, doch Christian hat nichts davon gesehen und Sarah hat es „auf Kommando“ natürlich nicht wiederholt. Die Tage vergingen und diese eine Handbewegung wurde immer deutlicher. Jetzt ist es fest etabliert, der einzige Haken… Sie zeigt die Gebärde ARBEIT nicht mit Ihren Fäusten übereinander, sondern so, dass es aussieht wie das „Time-Out“ Zeichen vom Football. Coole Sarah!

Mittlerweile zeigt Sarah uns weitere Zeichen. Die Gebärden sehen häufig anders bei ihr aus, als wir sie gezeigt haben. Wir benötigen ein wenig Kreativität, um sie richtig zu interpretieren. Manche Zeichen von ihr haben auch eine Art Doppeldeutung: FERTIG und ARBEIT sieht bei ihr gleich aus. Im Zusammenhang ist es dann zumindest für uns verständlich.

hund-klopfen

Sarah zeigt HUND und klopft dafür auf den Oberschenkel.

Sarah ist nun 1 ½ Jahre alt und fängt langsam an einzelne Worte zu nutzen. Es sind sowohl deutsche als auch englische Worte dabei. Es ist schön zu beobachten, wie sie die Gebärden nutzt und damit kommuniziert. Wenn jemand sie nicht versteht, zeigt sie die Zeichen möglichst sehr deutlich. Fühlt sie sich verstanden, ist es großartig, Ihre Freude zu erleben. Die Omas sind nun, nach anfänglicher Skepsis, entzückt, wie Sarah die Gebärden einsetzt.

Die Gebärde OMA zeigt Sarah auch. Normalerweise zeigt man auf dem Hinterkopf einen Dutt – für den Begriff OMA. Bei Sarah sieht die Gebärden anders aus: Sie tippt nur mit einem Finger an die Stirn und es erinnert an die allgemein bekannte Geste, wenn man „einen Vogel zeigt“. Uups! Somit lässt sich unsere Familie wie folgt beschreiben: Papa ist immer im Time-Out und die Omas sind verrückt.

Unser Fazit: Insgesamt gesehen erleichtern uns die Gebärden den Alltag und helfen Sarah, sich mitzuteilen. Sie geht beispielsweise zur Schlafenszeit zum Herd und zeigt AN und auf die Milch und dann SCHLAFEN. Sobald die Milch fertig aufgewärmt ist, stiefelt sie zum Schlafzimmer.

Gewinnspiel:

babySignal-adventskalender22Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Ursula Cluse aus dem Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche Gebärde zeigt Sarah auf dem unteren Bild?

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Ursula Cluse mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

Der Übergang von Gebärden zu Worten

Beitragsbild-schaut-babysignal-babyzeichenspracheAdventskalender am 21. Dezember 2017

von Jaenette (Hamburg). – Teil 3 –

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Gebärde MAUS

Im Alter von 20 Monaten konnte Nika nur wenige einzelne Worte sprechen: „Papa“, „Mama“, „nochmal“ oder „haben“ und einige weitere. Ihre Gebärden hingegen entwickelten sich zum gleichen Zeitpunkt rasant und ermöglichen mir eine wichtige Erfahrung: Meine Tochter möchte sich gern mitteilen – auch präzise. Ohne Gebärden hätte ich nie so exakt verstehen können, was sie alles schon so denkt. Ich war vor babySignal immer der Meinung, dass ich die Signale meiner Tochter sowieso relativ gut deuten kann. In einigen Momenten wurde mir nun allerdings klar, wie viel mehr sie schon begreift. Das konnte ich nur durch die Gebärden erleben.

Gebärden beim Spaziergang

Neulich gingen wir auf dem Weg zu einer Verabredung unsere Straße entlang. Ständig blieb Nika stehen und schaute sich die Häuser in Ruhe an. In meinen Augen kostete uns das nur Zeit…ich wurde ungeduldig und wollte sie gerade zum Weitergehen bewegen, als sie mir freudestrahlend ihre Erkenntnis mitteilte: Sie gebärdete DASSELBE und zeigte auf die Eingangstüren! Hätte sie nur auf die Tür gezeigt und „Da“ gesagt, wäre meine erklärende Antwort „Das ist eine Tür“ gewesen. Nun aber lautete meine Antwort „Ja, mein Schatz. Das hast du gut gesehen, es sind wirklich alles DIE SELBEN Türen und sie sind alle ROT.“ Ich habe die Gebärde von ihr wiederholt, um sie noch mal zu bestärken, dass sie richtig liegt und die Bezeichnung der Farbe noch dazu ergänzt. Als Erklärung muss man sagen, dass wir in einer Straße voller Altbauten leben und Nika insofern Recht hatte, denn jede Tür ist mit Schnitzereien versehen und alle sind im selben Rotton gestrichen.

Gebärden im Supermarkt

Beim Einkaufen zeigte Nika plötzlich auf die Kürbisse und machte die Gebärde für VOGEL. Als ich sie gerade korrigieren wollte, sah ich, dass sie Recht hatte. Es steckte tatsächlich ein kleiner Vogel als Dekoration über den Kürbissen! Ein paar Gänge weiter räumte sie dann DVDs aus dem Regal und gebärdete kurz danach PFERD. Ich habe mir dann die Mühe gemacht und bin zurückgegangen, um mir die Cover anzuschauen. Da war wirklich ein Pferdefilm! Nachdem ich ihr bestätigt hatte, dass es sich wirklich um ein Pferd handelt, war sie zufrieden und wir konnten zu Ende einkaufen.

Als ich mit Nika den ersten Kurs gemacht habe, dachte ich, wir lernen ein paar Gebärden die Nika dann anwenden kann, um uns Dinge zu zeigen. Mir war nicht bewusst, dass uns dieser Kurs ein Tor zu einer fabelhaften Sprache öffnen würde und mir war nicht klar, dass diese Sprache so intensiv genutzt werden kann, dass sie mir Einblicke in die Gedanken und die Phantasie meiner Tochter geben würde.

Bilderbücher anschauen mit Gebärden

affe-babysignal-babyzeichenspracheNika (20 Monate) erzählt mir seit ein paar Wochen immer detailliertere Geschichten, wenn wir zusammen ein Buch anschauen. In einem Buch sitzen viele Kuscheltiere und Puppen um einen Tisch, bei diesem Bild hätte ich ihr als Erwachsene erzählt: „Schau mal, da sitzen alle Kuscheltiere und essen.“ Vielleicht hätte ich ihr noch die einzelnen Tiere benannt. Nikas Geschichte hingegen, die sie mir erzählt hat, war folgende „Der Teddy isst einen Apfel, die Puppe trinkt Tee, ihr Kleid ist grün, die große Puppe ist die Mama, der Teddy (der in der Ecke saß und als einziger nix zu essen hatte) ist satt“. Wieder einmal staunte ich darüber, was ihr alles auffällt und welche Schlüsse sie daraus zog. Mal ganz davon abgesehen, dass mir dieses Detail, dass nur einer der Teddys nichts isst, nicht aufgefallen wäre und ich zusätzlich auch nicht darauf gekommen wäre den Schluss zu ziehen, dass dieser dann wohl satt sein müsse. Auch hätte ich die größte Puppe nicht unbedingt zur Mama gemacht. Ohne die Gebärden hätte ich Nikas Version der Geschichte nie gehört.

Spaß während der Kursstunden

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babySignal-Herbststunde mit Silke Kölling-Oltmanns

Zum Abschluss möchte ich von der babySignal-Herbststunde schwärmen: Der ganze Raum war mit herbstlicher Dekoration geschmückt. Unsere Kursleiterin Silke hatte Löcher in Kastanien gebohrt, sodass wir Fädelspiele mit den Kindern machen konnten. Der absolute Höhepunkt der Stunde für Nika war das große Bild eines Baumes. Auf diesem waren Äpfel befestigt, welche die Kinder dann in ein Körbchen ernten durften. Meine Tochter hatte wahnsinnig viel Spaß dabei und wollte am Ende der Stunde überhaupt nicht mit nach Hause gehen. An dieser Stelle noch mal ein riesen Danke an Silke, die sich wirklich sehr viel Mühe gibt ihre Stunden vorzubereiten und die diesen tollen Baum gebastelt hat.

Fazit:

Nika wird bald 22 Monate alt und spricht zunehmend mehr: sie plappert und singt den ganzen Tag. Manche Worte sind für Fremde noch nicht ganz verständlich („dang“ statt Danke). Andere Worte kann sie schon klar und präzise aussprechen. Insgesamt hat meine Tochter große Freude daran sich mitzuteilen und spricht schon Zwei-Wort-Sätze.

Gewinnspiel:

babySignal-adventskalender21Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Inga Halcour aus Osnabrück in Niedersachsen. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche Gebärde zeigt Nika auf dem oberen Bild?

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Inga Halcour mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

 

Wir konnten viel einfacher ihren Bedürfnissen nachkommen

Beitragsbild

Adventskalender am 20. Dezember 2017

von Myriam (bei Hamburg).

Wir starten mit Gebärden

Als meine Tochter Jonna neun Monate alt war, haben wir mit BabySignal durch einen Kursbesuch angefangen. Zuerst hat Jonna sich die Gebärden interessiert angeguckt, aber noch nicht selber genutzt. Ich hatte allerdings von Anfang an das Gefühl, dass es ihr viel

Jonna-tatütata

tatütata

Spaß machte und sie begeistert schien, wenn sie von mir oder im Kurs mit Gebärden angesprochen wurde. Die erste eigene Gebärde war das Öffnen und Schließen der kleinen Faust für das Licht AN und AUS. Jonna nutzte sie hauptsächlich dafür, uns zu zeigen, dass Licht irgendwo AN ist oder sie gerne wollte, dass es AN gemacht wird. Mein Mann hat die Gebärden aus dem Kurs von mir kennengelernt, so dass wir diese beide in den Alltag eingebaut haben. Vor allem haben wir die Gebärden für Tiere genutzt, die uns beim Spazieren gehen über den Weg liefen oder in Büchern vorkamen. Ebenfalls viel und gern gezeigt haben wir die Gebärden für den Alltag, wie WICKELN, BADEN, ESSEN, TRINKEN, HEIß, SCHLAFEN oder ZUHAUSE.

Jonna zeigt uns viele Gebärden

Jonna war um die zwölf Monate alt, als die Gebärden nur so aus ihr heraus sprudelten. Jeder Hund, den wir auf der Straße trafen, wurde mit einem Klopfen auf den Kinderwagen (statt auf den Oberschenkel) kommentiert. Zudem wurde ESSEN und TRINKEN nun gezielt von ihr über eine Gebärde eingefordert. Das war für uns fantastisch, weil man dadurch viel einfacher ihren Bedürfnissen nachkommen konnte und genau wusste, was sie gerade brauchte. Ich denke, es hat uns so manche Träne erspart und uns allen einfach auch großen Spaß gemacht, bereits so früh so eng miteinander zu kommunizieren. Beim Spielen wusste Jonna nun auch wie sie mit der Gebärde NOCHMAL deutlich machen konnte, dass sie etwas nochmal erleben möchte. Wenn wir nach einem Ausflug dann wieder nach Hause kamen, sagte uns Jonna schon am Gartenzaun, dass wir ZUHAUSE sind: Sie formte ein Dach mit ihren beiden Händen, so wie wir es ihr gezeigt hatten.

Jonna-essen

Bis heute ist Jonnas absolute Lieblingsgebärde die Hand zum Mund: ESSEN! Damit hat sie kürzlich auch Oma beeindruckt. Wir waren mit dem Auto unterwegs, Oma saß neben Jonna und hat sonst eigentlich immer etwas zum Knabbern dabei. Dieses Mal leider nicht. Die Autofahrt über stupste Jonna ihre Oma immer wieder an und führte ihre Hand immer energischer zum Mund, um zu zeigen: “Oma, ich möchte etwas essen!“. Oma hatte natürlich schon häufig gesehen, wie wir mit Jonna gebärden, aber sie hatte sich bisher nicht so darauf eingelassen selber auch zu gebärden. Diese direkte und auch unmissverständliche Ansprache hat sie dann sehr beeindruckt.

Jonna spricht und gebärdet

Mittlerweile ist Jonna achtzehn Monate alt. Sie hat schon einen sehr großen Wortschatz, was uns sehr deutlich macht, dass die gesprochene Sprache in keinster Weise durch die Verwendung von einzelnen Gebärden verzögert wird. Je mehr Wörter Jonna sprechen kann, umso mehr geraten die Gebärden in den Hintergrund. Vor allem bei Wörtern, die Jonna noch schwierig auszusprechende findet, kommuniziert sie weiterhin durch Gebärden. So flattert Jonna immer wild mit einer Hand durch die Luft, wenn sie einen SCHMETTERLING sieht. Wenn in der Ferne eine Sirene zu hören ist, dreht sie die nach oben geöffnete Hand hin und her für TATÜTATA und sie ruft laut „Tata“. Nach dem

Jonna-pipi

Jonna muss mal..

Abendessen fuchtelt sie mit den Händen am Oberkörper auf und ab und ruft begeistert: „baja“: „Jetzt gehen wir baden!“ Ich erlebe auch immer wieder Situationen, in denen Jonna neue Wörter spricht, die ich nicht sofort verstehe. Dann versucht sie es mit der Gebärde oder einer Gestik. Ich habe oft das Gefühl, dass die Gebärden Jonna gezeigt haben, dass es neben der Sprache noch einen anderen Weg gibt, zu kommunizieren. Sie wendet diese Möglichkeit oft und gerne an. Von den Menschen um uns herum höre ich öfter, dass ihnen auffällt, dass Jonna sehr gut ihre Bedürfnisse deutlich machen kann und eine ganz tolle Art hat zu kommunizieren. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und die tollen Momente, die wir mit Jonna durch BabySignal erleben.

Gewinnspiel:

Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Christel Jänicke aus Schenefeld bei Hamburg. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche babySignal-adventskalender20Gebärde zeigt Jonna auf dem oberen Bild?

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Christel Jänicke mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

 

 

 

 

 

 

Bei dem einen Foto von Jonna, auf dem ein Rucksack vor ihr liegt und sie ESSEN gebärdet, vermutet sie in dem Rucksack etwas zu essen, vielleicht möchstest du das in die Bildunterschrift einbauen..

 

babySignal ist in jeder Hinsicht eine Bereicherung für uns

BeitragsbildAdventskalender am 19. Dezember 2017

von Ann-Kathrin (Hessen).

Die anfänglichen Bedenken

Als ich von Babygebärden zur Unterstützung der Kommunikation hörte war ich mehr als skeptisch! Unser Sohn Muhammed war damals gerade sechs Monate alt und ich verstand die kleinen Signale und Zeichen von ihm gut! Wozu sollte ich dann noch eine „Zeichensprache“ lernen? Außerdem nahm ich an, dass die Zeichen sein Sprechen 1Musik mit 9 Monaten-babyzeichensprache-babysignallernen verzögern würden und ich dann ewig nur über die Zeichen kommunizieren könnte. Einer meiner weiteren Bedenken war, dass andere Menschen mein Kind so nicht verstehen würden, wenn sie die Zeichen nicht kennen. Das Thema war für mich direkt erledigt!

Ein paar Wochen später erschien zufällig ein Beitrag vom babySignal-Adventskalender (2016) auf meiner Startseite bei Facebook. Es gab ein Gewinnspiel,  ich machte mit und gewann prompt einen Rabatt für den Kurs bei uns in der Nähe. Ich entschied mich, mir das Ganze einmal anzuschauen und besuchte skeptisch die erste Stunde.

Der erste Eindruck von babySignal

Die Kursleiterin Daniela empfing uns sehr herzlich: Die Kinder standen im Mittelpunkt und wurden sehr zugewandt und liebevoll in alle Aktivitäten mit einbezogen. Muhammed (knapp 9 Monate) war einfach glücklich und (im Gegensatz zu mir) direkt von babySignal überzeugt. Noch in der ersten Kursstunde gebärdete er LICHT und MUSIK. Die ganze Woche danach nutze er seine neuen Gebärden mehrfach am Tag und zeigte mir jedes Licht, was er irgendwo entdeckte. Jede noch so leise Hintergrundmusik in Läden kommentierte er mit MUSIK. Seine Begeisterung überzeugte mich und ich begann, mich auf die nächste Kursstunde zu freuen und neugierig zu werden, was wir noch alles lernen würden. Muhammed liebte die Kursstunden und die Musik. Er hatte so viel Spaß. Und ich? Ich lernte unsere neue Form der Kommunikation zu lieben.

Viele Gebärden – Frühes Sprechen

Wir erlebten viele tolle Sachen mit den Gebärden. Als Muhammed mit nur zehn Monaten im Wohnzimmer spielte, sagte ich ihm, ich würde duschen gehen. Ich fragte ihn, ob er mit ins Bad kommen wolle? Er schüttelte nur den Kopf und gebärdete WARTE. Er meinte damit, er würde auf mich warten. Ich konnte 15 Minuten in Ruhe im Bad verbringen, während er friedlich weiter spielte.

„Mein Sohn ist generell sehr schnell in der Kommunikation. Mit 10 Monaten sprach er deutlich Da und zeigte auf alles, sagte cht zur Gebärde LICHT und sik zur Gebärde MUSIK, außerdem sagte er Mama und wau-wau und brumm-brumm (zu allem Fahrenden) und sonst eben übliches Gebrabbel.“ (Mutter Ann-Kathrin)

NOCHMAL wurde schnell zu Muhammeds Lieblingsgebärde und so forderte er regelmäßig ein: nochmal zu singen, nochmal zu rutschen oder nochmal in die Luft geworfen zu werden. Besonders witzig war es bei der U-Untersuchung, als der Kinderarzt mit dem Licht in seinen Mund leuchtete. Als der Arzt fertig war, gebärdete Muhammed danach NOCHMAL LICHT-AN. Der Kinderarzt stellte bewundernd fest, dass unser 12 Monate altes Kind schon Zwei-Wort-Sätze äußere. Die Beiden spielten dann 1Blume-babysignal-babygebaerdennoch eine Weile das „Nochmal-Licht-an-und-aus-Spiel“ und ich dachte währenddessen über die Sprachentwicklung nach. Mir fiel auf, dass Muhammed eben genau diese Worte als erstes zu sprechen lernte, die er vorher mit den Gebärden nutzte. Meine anfänglichen Befürchtungen bestätigten sich also absolut nicht, dass er nicht sprechen würde. Die Gebärden unterstützen sein Sprechen sogar positiv. Da wir eine zweisprachige Familie sind, scheinen uns die Gebärden auch dafür sehr hilfreich zu sein, weil die Gebärden eine bildliche Brücke zwischen beiden Sprachen ziehen.

Weniger Gebärden – Mehr Sprechen

Während Muhammed immer mehr zu sprechen begann, nahmen die Gebärden ab, da er ja eben gerade diese Worte sprechen lernte. Aber er überrascht mich immer wieder, wenn er Gebärden aus seinem Gedächtnis ausgräbt, die ich nie genutzt habe und er diese nur aus den babySignal-Kursstunden kennt. So lief Muhammed im Frühjahr immer mit der offenen Hand vor dem Mund durch die Stadt und wollte mir damit etwas sagen. Er war ganz aufgeregt, aber ich verstand zunächst einfach nicht, was er da gebärdete. Es dauerte bestimmt einige Tage, bis ich begriff, dass er BLUME gebärdete! Diese Gebärde hatte Daniela in der Kursstunde zum Frühling einige Wochen vorher ein paar Mal gezeigt.

Nun ist Muhammed 18 Monate alt. Auch jetzt noch unterstützen die Gebärden sein Sprechenlernen sehr aktiv. Ich finde es sehr faszinierend, Muhammed zuzusehen, wie es in seinem Gehirn arbeitet, wenn er eine neue Gebärde erinnert, diese dann ein paar Tage übt und danach langsam das Wort dazu übt: vom tonlosen Lippen formen über Zischlaute bis hin zum gut gesprochen Wort. Im Moment hat er gerade die etwas schwerere Gebärde SCHMETTERLING wieder entdeckt und übt fleißig Hände zu flattern, während er leise ein „Sch-Sch-Ling“ zischt.

Gebärden in der Autonomiephase

Bei uns helfen die Gebärden auch in der Autonomiephase, manchen Wutanfall zu umgehen, wenn er eben nicht nur „trinken“ sagt, sondern dazu ein WASSER, TEE oder

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Muhammed zeigt „piep-piep“

MILCH gebärden kann. Ich habe das Gefühl durch die Gebärden einfach viel näher an ihm dran zu sein, weil er sich mittlerweile mit einem Wortschatz von ca. 25 gesprochenen Wörtern und 80 Gebärden einfach viel umfangreicher mitteilen kann als viele andere Kinder. Ich bin so dankbar Muhammeds Sprachentwicklung so aktiv beobachten zu können und so dankbar, dass wir den babySignal-Kurs besuchen konnten. Die Kommunikation und mein Verständnis für die Welt meines Sohnes sind einfach viel größer geworden und ich bekomme Einblicke in seine Gedanken, die mir ohne Gebärden verwehrt geblieben wären. Und selbst seine skeptische Oma hat Muhammed überzeugt: Als wir am Esstisch saßen, gebärdete er FERTIG und dann NOCHMAL PUSTEN (Seifenblasen) zu Oma und forderte sie auf diese Weise auf, mit ihm spielen zu gehen. Seine Oma lernte daraufhin fleißig alle Gebärden und freut sich nun über jedes NOCHMAL, wenn er mit ihr zusammen spielt.

Gewinnspiel:

Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Daniela Daschke aus Pohlheim in Hessen. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche babySignal-adventskalender19Gebärde zeigt Muhammed auf dem letzten, unteren Bild?

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Daniela Daschke mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

Wir gebärden mit Emil – und er?

BeitragsbildAdventskalender am 18. Dezember 2017

von Grete (Oldenburg, Niedersachsen)

Schon sehr früh haben wir mit unserem Sohn angefangen zu gebärden. Ich finde das eigentlich „einfache“ Konzept von babySignal sehr schlüssig und einfach toll. Bereits vor Jahren hatte ich mich über das babySignal-Buch von Wiebke Gericke schlau gemacht und mir war daher klar, dass ich das später mit meinen eigenen Kindern auch machen möchte. Zum Glück konnte ich auch meinen Mann davon überzeugen, dass dies eine sinnvolle Sache sei und er verwendete von Anfang mit mir gemeinsam die Gebärden im Alltag.

Als unser Sohn etwa drei Monate alt war, haben wir begonnen zu gebärden. Die ersten verwendeten Gebärden waren MILCH für das Stillen und das Hinhalten der Hände, um ihm anzuzeigen, dass wir ihn hochnehmen würden. Wir hatten schnell das Gefühl, dass er auf MILCH oft mit einem Lächeln reagierte. Die Gebärde „hoch“ beantwortete er mit mehr Körperspannung, so dass es einfacher war ihn hochzunehmen und bestimmt auch für ihn selber angenehmer.

Wir gehen zum Kurs

So früh wie möglich meldeten wir uns zum babySignal-Kurs bei Katrin Schußmann in Oldenburg an. Der Kurs war zwar eigentlich erst für Babys ab dem sechsten Lebensmonat vorgesehen – unser Sohn war gerade einmal fünf Monate alt. Da er sehr aufmerksam und interessiert war, probierten wir es nach Absprache mit der Kursleiterin einfach aus.  Sehr schön fanden wir dabei, dass der Kurs mit 45 Minuten nicht so lange dauert und für diese Zeit die Aufmerksamkeitsspanne von den Kleinen gut ausreicht. Emil fand den Kurs richtig toll. Er war sehr aufmerksam und machte aktiv mit, indem er auf die Ansprache der Kursleiterin einging und alles genau beobachtete. Die Lieder und vor allem das Abschlusstanzlied fand er einfach super.

Wir gebärden zuhause

Für mich fühlt es sich sehr einfach an, die Gebärden im Alltag zu integrieren und zu verwenden. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich sie fast alle schon mal vorher in einem Kurs für Deutsche Gebärdensprache an der VHS gelernt hatte. Aber sowohl mein Mann, als auch enge Verwandte, die öfter zu Besuch sind und die Gebärden und Emils Reaktion darauf sehen, haben schnell mitgemacht und die Gebärden verwendet.

Beim Ankommen und Abschiednehmen

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Wir sind zu HAUSE.

Die Gebärde HAUS: Ich zeige sie immer vor unserer Haustür, wenn wir gerade zuhause ankommen. Da wir viel draußen sind, kam es oft mehrmals täglich dazu. Wir parken den Kinderwagen vor der Haustür, ich zeige die Gebärde, lache ihn an und sage „Wir sind wieder ZUHAUSE“. Seine Reaktion darauf ist immer ein Strahlen!

Ich winke TSCHÜSS, wenn ich mal weg gehe. Ist es für Emil in Ordnung macht er mit dem weiter, womit er gerade beschäftigt ist und lässt mich gehen. Möchte er noch mal kurz trinken oder kuscheln, dann weint er kurz. Nach einer Trink- oder Kuschelrunde kann er mich dann allerdings auch gehen lassen. Er versteht also, dass er sich zwar verabschieden, aber schnell noch trinken muss, bevor die „Milch“ geht.

Einige Zeit später

Unsere Kursleiterin sagte, dass wir die „Zuhause“-Gebärde nun theoretisch auch woanders einsetzen könnten, wenn wir zeigen wollen, dass wir nach Hause gehen. Lustigerweise kam es einige Tage später zu genau dieser Situation am Ende des Treffens unserer Krabbelgruppe. Als ich mit Emil los wollte, wollte Emil sich nicht anziehen lassen. Ich zeigte ihm – als er nach dem Wegkrabbeln am anderen Ende des Raumes angekommen war und zu mir schaute – die HAUS Gebärde und sagte ihm, dass er die Kleidung braucht, weil wir raus und nach Hause wollen. Schwupps – da kam er schnell zu mir zurück gekrabbelt. Die anderen Eltern waren ganz fasziniert – ich auch!

Emil gebärdet noch nicht

Emil gebärdet bislang noch nicht selbst – oder ich habe es nicht erkannt. Aber er reagiert mit seinen nun 11 Monaten immer mehr darauf. Es macht sehr viel Spaß zu sehen, wenn er erkennt, dass der HUND eben WAU-WAU macht und nicht MIAU oder QUAK, denn wenn ich das Tiere-Lied falsch singe, schüttelt er den Kopf. Wenn er Musik hört, tanzt er immer häufiger. Das Zeichen für MUSIK, AN und AUS versteht er dabei auf jeden Fall und man sieht, dass er schon lauscht, wenn man ihm zeigt, dass man die Musik angemacht hat (oft dauert es nach dem Drücken des Knopfes ja noch etwas).

Mir gefällt auch die Gebärde „Gesicht-abwischen“ ganz toll. Seit wir diese Gebärde verwenden, können wir ganz in Ruhe sein Gesicht abwaschen. Ohne unsere Ankündigung mit der Gebärde und unseren Worten dazu, versucht er so weit wie möglich seinen Kopf von uns wegzuhalten. Eigentlich sehr verständlich – wer möchte schon einen nassen Waschlappen plötzlich ins Gesicht bekommen?

Wir möchten Danke für das tolle Konzept sagen und freuen uns auf jeden Fall auf weitere Gebärden und babySignal-Stunden. Wir finden, der Kursbesuch und die Gebärden sind nicht nur hilfreich in der gemeinsamen Kommunikation, sondern auch im Allgemeinen. Die gegenseitige Wahrnehmung, das Wecken der Aufmerksamkeit bei den Kindern und das gemeinsame Erleben bereicherte uns.

Gewinnspiel:

babySignal-adventskalender18Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Stefanie Bollermann in Hamm. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche Gebärde zeigt Grete auf dem oberen Bild?

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Stefanie Bollermann mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.