Gemeinsam singen und dazu gebärden

mit Kinderliedermacher Robert Metcalf

In den kommenden Wochen werden Videoclips bei YouTube veröffentlicht, in denen Kinderliedermacher Robert Metcalf und ich, Wiebke Gericke (Gründerin von babySignal) zu sehen sind. Wir singen ausgewählte Songs seiner Liederreihe für 1- bis 3-jährige und begleiten diese mit einigen Gebärden.

robertundwiebke

Was ist die Botschaft unserer Videoclips?

Wir haben Spaß am Singen und Freude am Gebärden – das passt beides auch noch klasse zusammen und lädt zum Nachmachen ein. Wir möchten mit unseren Videoclips eine Freude machen und noch mehr Menschen begeistern, Gebärden zu lernen. Wir nutzen Gebärden aus der Deutschen Gebärdensprache (DGS) und keine ausgedachten Zeichen. Das ist uns wichtig.

Robert Metcalf: „Es geht bei diesen Clips nicht um die Perfektion der Ausführungen oder um das synchrone Mitsingen. Es geht darum, Freude an den Gebärden zu haben und andere anzustecken! Gebärden sind nicht nur eine wunderbare Ergänzung, sondern bereichern auch die Lieder mit einer eigenen Ästhetik.“

Können gehörlose Kinder auch von den Videos profitieren?

Wir wissen es nicht. Die Videos haben wir mit Untertiteln bei YouTube hochgelfotoichbineinekatze4aden. Sie sind auf diese Weise barrierefrei, ABER: Würden wir Lieder für gehörlose Kinder produzieren, so hätten wir es anders machen müssen. Die Gebärdensprache hat eine eigene Grammatik. Weder haben wir die Grammatik, noch den Rhythmus übersetzt. Bei der Produktion haben wir an Erwachsene gedacht, die die Musik wahrnehmen können. Die Videos sollen für Interessierte wie ein Nachschlagewerk genutzt werden können. Lassen wir uns überraschen. Wir freuen uns über Feedback.

Wie kam es zu den Aufnahmen?

Robert Metcalf:

robert_13x18_0108„In den letzten Jahren habe ich vereinzelt Elemente der Gebärdensprache für mich entdeckt und in meinen Kinderliedern eingesetzt. Nun hatte ich das Bedürfnis, etwas konsequenter Gebärden anzuwenden – und so fragte ich Wiebke Gericke, ob sie Interesse an einer Zusammenarbeit hätte. Wir haben uns in den Räumen von babySignal in Hamburg zusammengesetzt und uns mehrere Lieder von meinen „Ich bin 1…2…3…“ CD´s vorgenommen. Wiebke macht vor, ich bin der Schüler. Gelingt die Gebärde beim ersten Mal nicht? Noch mal versuchen! Text nicht richtig gesungen? Noch mal von vorne: Klappe, die 3!“

Wiebke Gericke:

bildschirmfoto-2016-10-29-um-08-21-40„Lieder singen und dazu gebärden macht mich glücklich! Zusätzlich finde ich Robert´s Musik einfach toll und habe schon vor vielen Jahren zu einigen seiner Lieder gebärdet. Neulich als wir uns in Hamburg für die Videoaufnahmen trafen, haben wir die Lieder ausgewählt und spontan ausprobiert, wie sich die Gebärden passend anfühlen. Selbstverständlich könnte man die Gebärden auch anders auswählen. Wir möchten nur einen Impuls geben. Wenn es einem zu viele Gebärden sind, so kann man einfach weniger zeigen.“

Wo findet man unsere Videos?

Hier im YouTube-Kanal von babySignal: Playlist Robert Metcalf & Wiebke Gericke

Wir veröffentlichen insgesamt sechs Videos im Zeitraum Oktober/November/Dezember 2016. Wer kein Video verpassen möchte, abonniere einfach den YouTube-Kanal.

CD-Tipp von Wiebke Gericke: „Ich möchte diese CD´s ausdrücklich allen Eltern mit Kleinkindern empfehlen – sie sind wunderschön!“ 

Link zum Webshop von Robert Metcalf: Shop Liederladen

Die Songs sind auf diesen beiden CD´s zu finden:

Ich bin 1 – das ist meins! (12,99 Euro)Bildschirmfoto 2016-10-28 um 18.46.23.png

Ich bin 2 und schon dabei! (12,99 Euro)

Bildschirmfoto 2016-10-28 um 18.46.58.png

 

Vorfreude: Nach Weihnachten kommt Urlaub – babySignal im Hotel!

Seit vielen Jahren bieten babySignal-Kursleiterinnen in der Kooperation mit den fam-Familienhotels Urlaubskurse für interessierte Eltern und Kinder an. Hier berichtet Kursleiterin Susanne Schepelmann aus Hamburg von ihrer Vorfreude auf ihren nächsten Kurs im eigenen Urlaub. Oesterreich-Kinderhotel-Lagant-babysignal-hotel

Susanne, was bedeuten Dir die babySignal-Hotelwochen als Mutter und als Kursleiterin?

Obwohl zunächst Weihnachten vor der Tür steht, bin ich mit den Gedanken schon gerne im Februar, wenn unser nächster gemeinsamer Familienurlaub in Liechtenstein beginnt. Diese Zeit wird für mich, meine Söhne und meinen Mann gleichermaßen wunderbar sein, denn in den hochklassigen fam-Familienhotels werden wir mit einem umwerfenden Angebot für Eltern und Kinder verwöhnt.

babykurs-babysignal-hotel-lagant-babyzeichen-spracheAls Kursleiterin biete ich den Hotelgästen in der babySignal-Woche die exklusive Möglichkeit, an täglichen babySignal-Kurseinheiten teilzunehmen! Der Kurs ist in seinem Ablauf zu diesem Zweck so konzipiert, dass die Gäste nicht verpflichtet sind, die gesamte Woche an den Kursstunden teilnehmen zu müssen. Es ist ja Urlaub und auch der Besuch von nur zwei oder drei Kursstunden kann sich lohnen und Spaß machen. Gerne dürfen auch die Geschwisterkinder mitgebracht werden und selbstverständlich ist der Kurs für alle Hotelgäste kostenlos.

Wie hast Du Deine babySignal-Woche im Frühjahr 2014 erlebt?

Damals durfte ich eine Hotelwoche in Österreich im Familienhotel „Lagant“ übernehmen. Es war klasse! Die Kurse wurden gut und gerne besucht. Im Restaurant wurde ich von meinen babySignal-Teilnehmern fröhlich begrüßt und konnte vom Nebentisch beobachten, wie die ersten Gebärden beim Abendessen angewendet wurden.

Oesterreich-Kinderhotel-Lagant-babysignal-2Mein Mann und unser Sohn nutzten während meiner Kurszeiten die Angebote des Hotels, gingen ins Schwimmbad, in die Kinderspielwelt, draußen auf den Spielplatz oder zur Rodelbahn hinter dem Haus. Sogar bei den lieben Kinderbetreuerinnen des Hotels wollte unser damals erst Zweieinhalbjähriger gern ein paar Stunden ohne uns verbringen! Das ist es, was die fam-Hotels so ausmacht: Wir fühlten uns alle durch und durch wohl und hatten mal wieder so richtig exklusive Zeit für uns.

rodeln-Oesterreich-Kinderhotel-Lagant-babysignalIch zähle nun selber die Tage bis zu unserer Abreise und bin extrem neugierig auf das Hotel Gorfion und die dortigen großen und kleinen Urlaubsgäste, die meinen Kurs besuchen werden! Diesmal sind wir zu Viert unterwegs. Unser großer Sohn wird dann bald schon fünf Jahre alt sein und der Kleine ein knappes Jahr alt. Es wird ganz sicher wieder eine schöne Woche werden, in der unser Fokus voll und ganz auf der Familie und auf babySignal liegt.

Vielen Dank, Susanne, für diese Einblicke.

babySignal-Wochen im Hotel – alle Termine auf einen Blick:

Familienhotel Gorfion (Liechtenstein)

16.-23. Januar 2016 und

27. Februar -5. März 2016

Familienhotel Lagant (Österreich)

9.-16. Januar 2016

4.-11. Juni 2016

gorfion_winter_420x316

Im Portrait: babySignal-Kursleiterin Sarah Himmel aus Frankfurt am Main

Sarah hat vor gut einem Jahr die babySignal-Kursorte um Frankfurt am Main erweitert und bietet ihre Kurse dort im Nachbarschaftszentrum Ginnheim an.

Sarah - Kursleiterin in Frankfurt a. M.

Sarah – Kursleiterin in Frankfurt a. M.

Liebe Sarah, wie kam es dazu, dass Du babySignal-Kursleiterin geworden bist?

Die deutsche Gebärdensprache (DGS) hat mich schon immer fasziniert, sodass ich vor Jahren schon die Sprache zu lernen begonnen habe. Es war dann für mich der Zeitpunkt gekommen, mit meinen DGS Kenntnisse nach einer neuen Herausforderung zu suchen. Schnell kam ich auf babySignal und der Kontakt zur Gründerin Wiebke Gericke war hergestellt.

Die große Frage nach dem „Warum?“ stellen sich manche Eltern, wenn sie das erste Mal von babySignal hören. Was hat Dich vom Gebärden mit Babys und Kindern überzeugt?

Der Gebrauch von Gebärden mit Kindern macht einfach wahnsinnig viel Spaß. Die Kinder können sich anhand von einzelnen Gebärden mitteilen und ihre Bedürfnisse äußern. Und Eltern können ihre Kinder dadurch früher verstehen und sehen, was sie bewegt. Es ist eine intensivere Kommunikation mit überaus viel Blickkontakt.

Und wie erlebst Du Deine Kurse? Kannst Du von besonders schönen Momenten berichten?

Die Kurse sind voller toller Momente, mein schönster Moment ist eigentlich immer wieder, wenn die Eltern berichten, welchen Spaß sie im babySignal-Kurs und dem Einsatz der Gebärden zu Hause haben. Sie berichten, dass tägliche Abläufe durch die Gebärden erleichtert werden und sie sehen, wie ihre Kinder selbst die Hände nutzen und sich mitteilen. Das ist für mich die schönste Rückmeldung und der Grund, Kursleiterin zu sein.

babySignal hat in diesem Jahr 2015 sein 10-jähriges Jubiläum gefeiert. Wie geht es Dir im Kreis der Kursleiterinnen?

Durch babySignal habe ich viele kompetente Kolleginnen kennengelernt. Auch wenn alle weit verteilt sind, besteht ein reger Austausch und alle sind füreinander ansprechbar. Das ist einfach ein tolles Gefühl. Und je größer die „babySignal-Familie“ wird, desto bereichernder wird es für uns alle. Ich wünsche mir, dass wir weiterhin viele Eltern mit der Idee erreichen können.

Vielen Dank für das Interview, liebe Sarah!

Wenn ihr Lust habt, einen Kurs bei Sarah Himmel in Frankfurt zu besuchen, kontaktiert sie gern unter himmel (at) babysignal.de

Im Portrait: babySignal-Kursleiterin Stefanie von Brück aus Leipzig

Steffi ist mit ihren babySignal-Kursen in Leipzig aktiv dabei. Sie ist Lehrerin für Sozialpädagogik, Trageberaterin und zusätzlich noch Babysteps-Kursleiterin bei Einfach Eltern. Sie hat einen fast dreijährigen Sohn.

Steffi von Brueck Jena babySignal

Liebe Steffi, wie kam es dazu, dass Du babySignal-Kursleiterin geworden bist?

Im Gespräch mit einer Freundin war ich anfangs sehr skeptisch, wurde dann aber bei der Kursleiterausbildung von Einfach Eltern ganz neugierig gemacht, als Wiebke Gericke dort zu Gast war und persönlich über Babyzeichen berichtete. Ich stellte fest, dass ich einige Gebärden bereits unbewusst angewendet hatte, kaufte das Buch babySignal – und so fing alles an.

Was hat Dich von babySignal und dem Gebärden mit Babys und Kleinkindern überzeugt?

Innerhalb von nur fünf Wochen haben die Gebärden damals unseren Familienalltag vollkommen verändert – ausschließlich zum Positiven. Es ist für die Kleinen frustrierend, nicht verstanden zu werden, wenn sie noch nicht (so gut) sprechen können. Für die Eltern oder Erzieher bedeutet es oft Rätselraten, um herauszufinden, was das Kind nun wirklich meint. Dabei geht es bei babySignal nicht nur um gegenseitiges Verstehen, sondern auch um den Aufbau von Bindung und Beziehung. Das ist ebenfalls ein zentrales Element in meinen Babysteps Kursen und liegt mir sehr am Herzen.

Du bist seit dem Frühjahr selbst Teil von babySignal. Was ist Dein bisheriger Eindruck und was wünschst Du Dir?

Bisher habe ich unglaublich tolle Menschen im Team der babySignal-Kursleiterinnen kennengelernt. Noch bin ich relativ neu, aber babySignal verbindet uns schon jetzt. Alle haben Visionen, Ideale und eine Energie, die von Herzen kommt. Ich wünsche mir beispielsweise, dass alle Eltern erfahren, wie wunderbar das Gebärden mit Kindern ist. Alle Familien und Freunde, alle pädagogischen Fachkräfte sollten mit Kindern auch auf diesem Weg kommunizieren können. Gegenseitiges Verstehen macht das Leben leichter und schafft eine liebevolle, herzliche Verbindung zwischen den Menschen. Als Kursleiterin hoffe ich natürlich, zu diesem Ziel beitragen zu können und viele Teilnehmende mit meinen Kursen zu bereichern.

Du hast ja selbst einen Sohn. Was war denn bisher Dein persönlich schönstes babySignal-Erlebnis?

Mein schönstes Erlebnis war Weihnachten 2014. Mein damals 2-jähriger Sohn konnte schon gut und viel reden und gebärdetet eigentlich nicht mehr.  Doch in dieser Nacht nach dem Heiligabend gebärdete er plötzlich wieder! Für mich war sofort klar, dass er emotional tief bewegt war. Sein nächtliches Aufwachen und Schluchzen, der vergebliche Versuch, weinend mit mir zu reden, war schwierig für ihn. Dann, mithilfe seiner Gebärde, konnte ich ihn auf einmal ganz klar verstehen: Seine Arme bewegten sich wild schaufelnd von oben nach unten. Da wusste ich, ich sollte mit ihm ins Kinderzimmer gehen, um zu gucken ob der neue BAGGER immer noch dort stehen würde, wo wir ihm gute Nacht gesagt hatten. Das war sehr beeindruckend, denn BAGGER war auch ursprünglich eine seiner ersten Gebärden. Sein Weihnachtsgeschenk war ihm sooo wichtig, dass er mir seine Gefühle nur durch eine Gebärde mitteilen konnte. Danach schlief er friedlich wieder ein.

Was für eine schöne Geschichte von Euch. Vielen Dank für Deine Antworten, Steffi.

Steffis aktuelle Kursangebote in Jena könnt ihr hier finden.

Im Portrait: babySignal-Kursleiterin Barbara Sand aus Hamburg

Kursraum Barbara SandSeit 2012 ist die Logopädin Barbara Sand begeisterte babySignal-Kursleiterin in Hamburg. Sie bietet ihre Kurse in zwei sehr unterschiedlichen Kursräume an. In ihrer eigenen Praxis, in einem kleineren, gemütlichen Raum und in der Elternschule des Marienkrankenhauses in einem schönen großen Raum. Barbaras aktuelles Kursangebot an ihren beiden Kursorten findet Ihr hier.

Wie kam es dazu, dass Du babySignal-Kursleiterin geworden bist?

Immer wieder bin ich auf der Suche nach Fort- und Weiterbildungen, nach neuen Herausforderungen. Dadurch bin ich zufällig auf babySignal gestoßen. Zuerst habe ich mich als Logopädin gewundert: „Wieso Gebärden? Die Kinder wollen doch sprechen!“ Nachdem ich mich dann tiefergehend mit der Idee beschäftigt habe, war ich sofort derart Feuer und Flamme, dass ich mich gleich zur Ausbildung angemeldet habe. Und jetzt bin ich so froh, diese Möglichkeit anbieten zu können, die den Kindern und den Eltern eine Bereicherung für ihren Alltag bietet.

Warum glaubst Du an die Idee von babySignal?

Das ist doch genau das, was gefehlt hat, auf dem Weg zum Sprechenlernen!

Barbara Sand

Barbara Sand

Die Kinder möchten uns gerne von ihrer Welt erzählen – von dem, was sie erleben und sehen. Hier können ihnen die Hände helfen, denn die Entwicklung der Sprechmuskulatur braucht länger, während die manuellen Fähigkeiten der Kinder schon früher ausgeprägt sind. Mit den Händen können sie sich schon früher mitteilen und es ist berührend, was für wunderschöne Situationen durch dieses Erzählen zwischen Kindern und Eltern entstehen.

Ein Vater berichtete zum Beispiel von seinem Kind, wie es im Alter von gut einem Jahr gleich drei Gebärden zeigte: „PAPA, SCHAFE (zeigt auf die Wiese) SCHLAFEN!“, um zu erzählen, dass es schlafende Schafe entdeckt hat. Es macht mich fröhlich, dass die Kinder die Gebärden für das Gespräch nutzen. Die Gebärden können einerseits großen Spaß und andererseits auch echte Hilfe zur Verständigung im Alltag bedeuten.

Wie geht es für Dich weiter? Was wünscht Du Dir für babySignal und Dich als Kursleiterin?

Es liegt mit babySignal noch so viel Spannendes vor mir – viele neue Begegnungen, viele neue Kurse, auch in Krippen, in denen ich Kurse gebe. Ebenso werde ich nächstes Jahr Seminare, Workshops und Vorträge halten, darüber freue ich mich sehr! Es ist schön, diese wunderbare Idee weitertragen zu dürfen.

Vielen Dank für Deine Antworten, Barbara!

Im Portrait: babySignal-Kursleiterin Martina Lindemann aus Schwerin

SONY DSC

Martina Lindemann

Martina Lindemann begann ihre babySignal-Kurse in Uelzen und lebt nun in Schwerin. 

Liebe Martina, jetzt bist Du seit einem Jahr ein Teil von babySignal. Wie kam es dazu, dass Du Kursleiterin geworden bist?

Das hat sich nach dem Besuch von Gebärdensprachkursen an der Volkshochschule so entwickelt. Als Ergotherapeutin war mir schnell klar, dass ich diese tolle Sprache auch beruflich nutzen möchte. Ich hatte mal davon gehört, dass es Gebärden-Kurse mit und für Babys gibt. Als ich selber im 5. Monat schwanger war, habe ich im Internet nach Kursangeboten gestöbert und bin auf der babySignal-Homepage gelandet. Dort fand ich das Ausbildungsangebot zur Kursleitung und habe daraufhin mit der babySignal-Gründerin Wiebke Gericke ein langes und informatives Telefongespräch geführt. Nun bin ich einerseits babySignal-Kursleiterin und andererseits glückliche Mama einer Tochter (16 Monate alt), die sich mit den Gebärden wunderbar mitteilen kann.

Warum glaubst Du an die Idee von babySignal?

Ich habe das lebende Beispiel zu Hause! Bei meiner Tochter sehe ich ca. seit ihrem achten Lebensmonat, wie toll babySignal funktioniert. Es ist eine echte Erleichterung für uns als Eltern, dass sie sich schon früh so gut mitteilen konnte und wir nicht Rätsel raten mussten. Die Freude darüber, von uns verstanden zu werden, ist in ihren Augen zu sehen und einfach fantastisch. Ihr erste Gebärde kam an einem Samstagmorgen im Bett. Sie zeigte TRINKEN. Wir waren nicht ganz sicher ob es wirklich diese Gebärde war. Wir fragten: „Runa, möchtest du etwas trinken?“ Sie nickte mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. Dieses Grinsen werde ich nie vergessen! Aktuell schaut sich unsere Tochter sehr gerne Bücher an. Neulich lass ich ihr drei- oder viermal das Buch „Die kleine Raupe Nimmersatt“ von Eric Carle vor und begleitete mein Vorlesen mit diversen neuen Gebärden, die ich im Alltag zuvor nie genutzt hatte. Seitdem entdeckt Runa auch in anderen Büchern RAUPEN und zeigt ganz oft die Gebärde für SATT. Momentan beobachte ich eine regelrechte Gebärdenexplosion. Runa saugt alles auf, was sie bekommen kann und kombiniert die Gebärden nun auch mit gesprochener Sprache.

babySignal-Martina-Lindemann-Blog-Kursleiterin-Uelzen

Martina und Runa

Kannst Du schon von schönen Erlebnissen aus Deinen babySignal-Kursen berichten?

Absolut! Ich konnte zum Beispiel eine Mutter von dem Konzept begeistern, obwohl ich zunächst den Eindruck hatte, dass sie ihre Kursteilnahme abbrechen würde. Sie war dann so begeistert von den Anregungen und Spielideen für den Alltag, das war eine tolle Erfahrung.

Ich selbst habe leider keinen babySignal-Kurs als Mutter besuchen können, dafür hat mein Mann mit unserer Tochter in einem meiner Kurse mitgemacht! Mein Mann war anfangs sehr skeptisch der Idee gegenüber und hat sich nicht viel mit unserer Tochter „unterhalten“ und auch kaum Gebärden genutzt. Irgendwann zuhause kam er eines Tages vom Wickeln wieder und sagte ganz stolz: „Ich glaube, sie hat NOCHMAL gebärdet!“ Durch dieses Erlebnis und auch den Kursbesuch ist er nun auch begeistert von babySignal. Er „ermahnt“ mich sogar hin und wieder, wenn ich eine Gelegenheit versäume, mit unserer Tochter zu gebärden.

Was gefällt Dir an unserer großen Gruppe der babySignal-Kursleiterinnen?

Alle Kursleiterinnen sind für einander da. Wenn ich eine Frage habe, finde ich immer jemanden, der mir weiterhilft. Ich freue mich, dass so viele andere Menschen ebenfalls ein Teil von babySignal sein wollen und wir unser Netzwerk gemeinsam immer weiter ausbauen.

Wie soll es weitergehen? Was wünschst Du Dir für babySignal und Dich als Kursleiterin?

Ich wünsche mir, dass ich babySignal in Uelzen und Umgebung etablieren kann und das ich zukünftig noch mehr Eltern von meiner Begeisterung und Faszination anstecken kann.
Auf dem Thementag, dem jährlichen Treffen der babySignal Kursleiterinnen, konnte ich die Liebe zu babySignal bei so vielen Kursleiterinnen sehen. Ich bin erstaunt über die Vielfalt der Personen, die babySignal in ganz Deutschland und darüber hinaus verbreiten. Jede einzelne Kursleiterin berichtete über viele schöne Situationen und Ideen aus ihrem Kursort. Ich konnte auch viel Inspiration für meine Region Uelzen mitnehmen und freue mich auf viele weitere Kurse und Themenstunden, die ich geben werde.

Alle aktuellen Kurstermine von Martina findet ihr hier.

Im Portrait: babySignal-Kursleiterin Franziska Ofterdinger aus Speyer

Franziska ist schon seit März 2012 im babySignal-Team und bietet ihre Kurse in der Elternschule in Speyer an. Die Elternschule hat neben babySignal verschiedene Kurse und Vorträge rund um Schwangerschaft, Geburt und die ersten Lebensjahre im Angebot und ist eine tolle Institution in Speyer.

babySignal-Franziska-Ofterdinger-Blog-Kursleiterin-Speyer

Franziska Ofterdinger im babySignal-Kurs

Liebe Franziska, jetzt sind schon mehr als drei Jahre vergangen. Wie kam es damals dazu, dass Du babySignal-Kursleiterin geworden bist?

Über eine Freundin, die mit ihrem Baby gebärdete, kam ich mit dieser Möglichkeit in Berührung. Sofort angesteckt von dieser großartigen Idee legte ich mir das Buch von Wiebke Gericke zu und startete direkt mit meiner 5-monatigen Tochter.

Die Gebärdensprache fand ich schon immer sehr spannend und es bereitete mir viel Freude. So entstand rasch der Entschluss, die Ausbildung zur Kursleiterin zu absolvieren.

Warum glaubst Du an die Idee von babySignal?

Ich habe es selbst erlebt! Natürlich motivieren die Erfolgserlebnisse mit meiner Tochter unheimlich, diese wundervolle Erfahrung auch an andere Familien weiterzugeben.

babySignal vermittelt mittlerweile länderübergreifend jungen Eltern das Knowhow die Kommunikation mit ihren Kindern zu bereichern. Das ist toll!

Was ist Dein schönstes babySignal-Erlebnis?

Sicherlich einerseits die persönlichen Momente, davon gibt es unzählige. Das breite Grinsen meines Kindes und der sich immer fortwährend drehende Finger nach einer Rutschpartie um mir zu sagen „Nochmal!“. Das unkomplizierte gemeinsame Essen, weil sie mir mitteilen kann dass sie „Käse“ auf ihrem Brot möchte. Ihr Feststellen, nach dem sie nach unserer Katze im Hof schaut „Katze weg“. Insgesamt war es unglaublich faszinierend, was sie uns mit 7, 8, 9 Monaten und darüber hinaus schon mitteilen konnte.

Und natürlich sind da die vielen schönen Erlebnisse im Kurs und die Rückmeldungen der Teilnehmer „Es funktioniert wirklich! Und es ist so toll!“

Was gefällt Dir an unserer großen Gruppe der babySignal-Kursleiterinnen und wie soll es für Dich und Deine Kurse weitergehen?

Mir gefällt die gemeinsame Sache, die einen verbindet und bei den Treffen ein Zusammengehörigkeitsgefühl entstehen lässt. babySignal ist in den letzten 10 Jahren seit der Gründung gewachsen, es vernetzt sich stärker und ist im Kursangebot für junge Eltern kaum mehr wegzudenken. Auch ich spüre in meinen Kursen, dass das Konzept großen Anklang findet. Dies ist eine schöne Entwicklung und ich würde mir wünschen, dass dies so weiter geht!

Vielen Dank für Deine Antworten, Franziska!

Alle aktuellen Kurstermine in Speyer findet ihr hier.