Gebärden helfen uns in der Verständigung

Adventskalender am 7. Dezember 2017

von Julia (Wabern, Nordhessen).

Für mich war recht früh klar, dass ich mit Paulina einen Gebärdenkurs besuchen wollte. Es hat mich einfach interessiert, ob es funktionieren kann.

Paulina blühte im Anfängerkurs regelrecht auf. Zuhause wiederholten wir häufig das Gelernte und bald konnte unsere Tochter ihre ersten Gebärden. Jeder, dem ich von dem babySignal-Kurs erzählte, fragte vorsichtig nach, ob sie eine Hörschädigung hätte. Ich musste irgendwann nur noch darüber schmunzeln. Die Idee, das Gebärden einfach nur Spaß machen können, war in meinem Umkreis noch wenig bekannt.

Gerade die Großeltern waren sehr skeptisch, ob Paulina überhaupt sprechen lernen würde. Doch Paulina zwängte ihnen ihre Gebärden förmlich auf – sie fand es offensichtlich klasse, sich so mitzuteilen.

Ein weiteren Kurs später konnte Paulina alle ihr wichtigen Worte gebärden. Teilweise hat sie auch eigene Gebärden erfunden, da sie gemerkt hatte, dass wir sie so besser verstehen. 1_Affe-babyzeichensprache-babysignal

Viele brenzlige Situation konnten wir mit den Gebärden entschärfen, weil wir sie einfach verstanden haben und sie uns. Typische Momente: Sie will eines ihrer Kuscheltiere und kann nicht genau sagen welches, gebärdet dann SCHAF und alles ist gut. Oder sie gebärdet am Esstisch, was sie essen will.

Mittlerweile kann Pauline viele Worte sprechen, die Großeltern sind also auch beruhigt. Die Gebärden rücken mehr in den Hintergrund. Doch teilweise überrascht sie uns jetzt mit neuen Gebärden, die sie vorher nie gezeigt hat und bei denen es lange her ist, dass wir sie vorgemacht haben. Und wenn wir manchmal ihre Worte nicht verstehen, packt sie die Gebärden aus und schon können wir uns wieder besser verstehen.

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Ich habe babySignal bereits weiter empfohlen. Ich bin voll überzeugt, weil es funktioniert. Die Kurse machen Eltern und Kindern Spaß. Und die Lieder sind bei uns schon ein ganz fester Teil unseres Tages geworden.

Gewinnspiel:

Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Nicole Stagl aus Kassel. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welches Tier berührt Pauline auf dem untersten Bild?

 

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Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Nicole Stagl mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

Sie erfindet eigene Gesten, wenn sie etwas noch nicht aussprechen kann

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von Martina (Bremen).

Jonnas erste Geste war MUSIK. Wir saßen zu Dritt am Frühstückstisch und im Radio begann ein neues Lied zu spielen. Jonna hörte aufmerksam hin und zeigte auf einmal MUSIK. Es kam für mich und meinen Mann aus heiterem Himmel und Jonna strahlte dabei über das ganze Gesicht. Es kam so plötzlich und wir stimmten lachend in die Gebärde mit ein – uns ging das Herz auf.

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Seitdem Jonna sieben Monate alt gewesen war hatten wir ihr immer wieder Gesten und Gebärden gezeigt. Es hat eigentlich nur ein paar Wochen gedauert, bis sie selbst anfing zurück zu gebärden. Ich war begeistert! Schnell hatte Jonna ein kleines Repertoire zusammen, mit dem sie sich in unserem Alltag ausdrücken konnte. Es hat uns allen wahnsinnig viel Spaß gemacht und es war zauberhaft zu erleben, wie sie sich ohne Sprechen zu können, trotzdem bereits so genau ausdrücken konnte.

1-babysignal-babygebaerden-bremen-jessica-braegelmannKurze Zeit später ahmte sie auch zunehmend mehr Geräusche nach und erste Worte tauchten auf. Die Signale aber blieben und sind immer noch Bestandteil unseres Alltags. Aber nicht nur das, Jonna beobachtet unglaublich genau und erfindet eigene Gesten für Dinge, die sie noch nicht sagen kann. Meine Freundin Nina lachte sich kaputt, weil sie kaum glauben konnte, wie genau man Jonna anhand ihrer Gesten verstehen konnte. Auch die Erzieherin im Spielkreis ist immer wieder erstaunt, wie ausdrucksstark Jonna mit ihren Armen und ihrem ganzen Körper kommuniziert, obwohl sie sonst ein eher stilleres Kind ist. Im Moment habe ich das Gefühl, sie hat sich eine besondere Ausdrucksform angeeignet, die sie ihr Leben lang begleiten wird. Das ist einfach großartig!

Gewinnspiel:

Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Jessica Brägelmann aus Bremen. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche Gebärde zeigte Jonna als Erstes?babySignal-adventskalender6

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Jessica Brägelmann mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

Gemeinsam singen und dazu gebärden

mit Kinderliedermacher Robert Metcalf

In den kommenden Wochen werden Videoclips bei YouTube veröffentlicht, in denen Kinderliedermacher Robert Metcalf und ich, Wiebke Gericke (Gründerin von babySignal) zu sehen sind. Wir singen ausgewählte Songs seiner Liederreihe für 1- bis 3-jährige und begleiten diese mit einigen Gebärden.

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Was ist die Botschaft unserer Videoclips?

Wir haben Spaß am Singen und Freude am Gebärden – das passt beides auch noch klasse zusammen und lädt zum Nachmachen ein. Wir möchten mit unseren Videoclips eine Freude machen und noch mehr Menschen begeistern, Gebärden zu lernen. Wir nutzen Gebärden aus der Deutschen Gebärdensprache (DGS) und keine ausgedachten Zeichen. Das ist uns wichtig.

Robert Metcalf: „Es geht bei diesen Clips nicht um die Perfektion der Ausführungen oder um das synchrone Mitsingen. Es geht darum, Freude an den Gebärden zu haben und andere anzustecken! Gebärden sind nicht nur eine wunderbare Ergänzung, sondern bereichern auch die Lieder mit einer eigenen Ästhetik.“

Können gehörlose Kinder auch von den Videos profitieren?

Wir wissen es nicht. Die Videos haben wir mit Untertiteln bei YouTube hochgelfotoichbineinekatze4aden. Sie sind auf diese Weise barrierefrei, ABER: Würden wir Lieder für gehörlose Kinder produzieren, so hätten wir es anders machen müssen. Die Gebärdensprache hat eine eigene Grammatik. Weder haben wir die Grammatik, noch den Rhythmus übersetzt. Bei der Produktion haben wir an Erwachsene gedacht, die die Musik wahrnehmen können. Die Videos sollen für Interessierte wie ein Nachschlagewerk genutzt werden können. Lassen wir uns überraschen. Wir freuen uns über Feedback.

Wie kam es zu den Aufnahmen?

Robert Metcalf:

robert_13x18_0108„In den letzten Jahren habe ich vereinzelt Elemente der Gebärdensprache für mich entdeckt und in meinen Kinderliedern eingesetzt. Nun hatte ich das Bedürfnis, etwas konsequenter Gebärden anzuwenden – und so fragte ich Wiebke Gericke, ob sie Interesse an einer Zusammenarbeit hätte. Wir haben uns in den Räumen von babySignal in Hamburg zusammengesetzt und uns mehrere Lieder von meinen „Ich bin 1…2…3…“ CD´s vorgenommen. Wiebke macht vor, ich bin der Schüler. Gelingt die Gebärde beim ersten Mal nicht? Noch mal versuchen! Text nicht richtig gesungen? Noch mal von vorne: Klappe, die 3!“

Wiebke Gericke:

bildschirmfoto-2016-10-29-um-08-21-40„Lieder singen und dazu gebärden macht mich glücklich! Zusätzlich finde ich Robert´s Musik einfach toll und habe schon vor vielen Jahren zu einigen seiner Lieder gebärdet. Neulich als wir uns in Hamburg für die Videoaufnahmen trafen, haben wir die Lieder ausgewählt und spontan ausprobiert, wie sich die Gebärden passend anfühlen. Selbstverständlich könnte man die Gebärden auch anders auswählen. Wir möchten nur einen Impuls geben. Wenn es einem zu viele Gebärden sind, so kann man einfach weniger zeigen.“

Wo findet man unsere Videos?

Hier im YouTube-Kanal von babySignal: Playlist Robert Metcalf & Wiebke Gericke

Wir veröffentlichen insgesamt sechs Videos im Zeitraum Oktober/November/Dezember 2016. Wer kein Video verpassen möchte, abonniere einfach den YouTube-Kanal.

CD-Tipp von Wiebke Gericke: „Ich möchte diese CD´s ausdrücklich allen Eltern mit Kleinkindern empfehlen – sie sind wunderschön!“ 

Link zum Webshop von Robert Metcalf: Shop Liederladen

Die Songs sind auf diesen beiden CD´s zu finden:

Ich bin 1 – das ist meins! (12,99 Euro)Bildschirmfoto 2016-10-28 um 18.46.23.png

Ich bin 2 und schon dabei! (12,99 Euro)

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Vorfreude: Nach Weihnachten kommt Urlaub – babySignal im Hotel!

Seit vielen Jahren bieten babySignal-Kursleiterinnen in der Kooperation mit den fam-Familienhotels Urlaubskurse für interessierte Eltern und Kinder an. Hier berichtet Kursleiterin Susanne Schepelmann aus Hamburg von ihrer Vorfreude auf ihren nächsten Kurs im eigenen Urlaub. Oesterreich-Kinderhotel-Lagant-babysignal-hotel

Susanne, was bedeuten Dir die babySignal-Hotelwochen als Mutter und als Kursleiterin?

Obwohl zunächst Weihnachten vor der Tür steht, bin ich mit den Gedanken schon gerne im Februar, wenn unser nächster gemeinsamer Familienurlaub in Liechtenstein beginnt. Diese Zeit wird für mich, meine Söhne und meinen Mann gleichermaßen wunderbar sein, denn in den hochklassigen fam-Familienhotels werden wir mit einem umwerfenden Angebot für Eltern und Kinder verwöhnt.

babykurs-babysignal-hotel-lagant-babyzeichen-spracheAls Kursleiterin biete ich den Hotelgästen in der babySignal-Woche die exklusive Möglichkeit, an täglichen babySignal-Kurseinheiten teilzunehmen! Der Kurs ist in seinem Ablauf zu diesem Zweck so konzipiert, dass die Gäste nicht verpflichtet sind, die gesamte Woche an den Kursstunden teilnehmen zu müssen. Es ist ja Urlaub und auch der Besuch von nur zwei oder drei Kursstunden kann sich lohnen und Spaß machen. Gerne dürfen auch die Geschwisterkinder mitgebracht werden und selbstverständlich ist der Kurs für alle Hotelgäste kostenlos.

Wie hast Du Deine babySignal-Woche im Frühjahr 2014 erlebt?

Damals durfte ich eine Hotelwoche in Österreich im Familienhotel „Lagant“ übernehmen. Es war klasse! Die Kurse wurden gut und gerne besucht. Im Restaurant wurde ich von meinen babySignal-Teilnehmern fröhlich begrüßt und konnte vom Nebentisch beobachten, wie die ersten Gebärden beim Abendessen angewendet wurden.

Oesterreich-Kinderhotel-Lagant-babysignal-2Mein Mann und unser Sohn nutzten während meiner Kurszeiten die Angebote des Hotels, gingen ins Schwimmbad, in die Kinderspielwelt, draußen auf den Spielplatz oder zur Rodelbahn hinter dem Haus. Sogar bei den lieben Kinderbetreuerinnen des Hotels wollte unser damals erst Zweieinhalbjähriger gern ein paar Stunden ohne uns verbringen! Das ist es, was die fam-Hotels so ausmacht: Wir fühlten uns alle durch und durch wohl und hatten mal wieder so richtig exklusive Zeit für uns.

rodeln-Oesterreich-Kinderhotel-Lagant-babysignalIch zähle nun selber die Tage bis zu unserer Abreise und bin extrem neugierig auf das Hotel Gorfion und die dortigen großen und kleinen Urlaubsgäste, die meinen Kurs besuchen werden! Diesmal sind wir zu Viert unterwegs. Unser großer Sohn wird dann bald schon fünf Jahre alt sein und der Kleine ein knappes Jahr alt. Es wird ganz sicher wieder eine schöne Woche werden, in der unser Fokus voll und ganz auf der Familie und auf babySignal liegt.

Vielen Dank, Susanne, für diese Einblicke.

babySignal-Wochen im Hotel – alle Termine auf einen Blick:

Familienhotel Gorfion (Liechtenstein)

16.-23. Januar 2016 und

27. Februar -5. März 2016

Familienhotel Lagant (Österreich)

9.-16. Januar 2016

4.-11. Juni 2016

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Im Portrait: babySignal-Kursleiterin Sarah Himmel aus Frankfurt am Main

Sarah hat vor gut einem Jahr die babySignal-Kursorte um Frankfurt am Main erweitert und bietet ihre Kurse dort im Nachbarschaftszentrum Ginnheim an.

Sarah - Kursleiterin in Frankfurt a. M.

Sarah – Kursleiterin in Frankfurt a. M.

Liebe Sarah, wie kam es dazu, dass Du babySignal-Kursleiterin geworden bist?

Die deutsche Gebärdensprache (DGS) hat mich schon immer fasziniert, sodass ich vor Jahren schon die Sprache zu lernen begonnen habe. Es war dann für mich der Zeitpunkt gekommen, mit meinen DGS Kenntnisse nach einer neuen Herausforderung zu suchen. Schnell kam ich auf babySignal und der Kontakt zur Gründerin Wiebke Gericke war hergestellt.

Die große Frage nach dem „Warum?“ stellen sich manche Eltern, wenn sie das erste Mal von babySignal hören. Was hat Dich vom Gebärden mit Babys und Kindern überzeugt?

Der Gebrauch von Gebärden mit Kindern macht einfach wahnsinnig viel Spaß. Die Kinder können sich anhand von einzelnen Gebärden mitteilen und ihre Bedürfnisse äußern. Und Eltern können ihre Kinder dadurch früher verstehen und sehen, was sie bewegt. Es ist eine intensivere Kommunikation mit überaus viel Blickkontakt.

Und wie erlebst Du Deine Kurse? Kannst Du von besonders schönen Momenten berichten?

Die Kurse sind voller toller Momente, mein schönster Moment ist eigentlich immer wieder, wenn die Eltern berichten, welchen Spaß sie im babySignal-Kurs und dem Einsatz der Gebärden zu Hause haben. Sie berichten, dass tägliche Abläufe durch die Gebärden erleichtert werden und sie sehen, wie ihre Kinder selbst die Hände nutzen und sich mitteilen. Das ist für mich die schönste Rückmeldung und der Grund, Kursleiterin zu sein.

babySignal hat in diesem Jahr 2015 sein 10-jähriges Jubiläum gefeiert. Wie geht es Dir im Kreis der Kursleiterinnen?

Durch babySignal habe ich viele kompetente Kolleginnen kennengelernt. Auch wenn alle weit verteilt sind, besteht ein reger Austausch und alle sind füreinander ansprechbar. Das ist einfach ein tolles Gefühl. Und je größer die „babySignal-Familie“ wird, desto bereichernder wird es für uns alle. Ich wünsche mir, dass wir weiterhin viele Eltern mit der Idee erreichen können.

Vielen Dank für das Interview, liebe Sarah!

Wenn ihr Lust habt, einen Kurs bei Sarah Himmel in Frankfurt zu besuchen, kontaktiert sie gern unter himmel (at) babysignal.de

Im Portrait: babySignal-Kursleiterin Stefanie von Brück aus Leipzig

Steffi ist mit ihren babySignal-Kursen in Leipzig aktiv dabei. Sie ist Lehrerin für Sozialpädagogik, Trageberaterin und zusätzlich noch Babysteps-Kursleiterin bei Einfach Eltern. Sie hat einen fast dreijährigen Sohn.

Steffi von Brueck Jena babySignal

Liebe Steffi, wie kam es dazu, dass Du babySignal-Kursleiterin geworden bist?

Im Gespräch mit einer Freundin war ich anfangs sehr skeptisch, wurde dann aber bei der Kursleiterausbildung von Einfach Eltern ganz neugierig gemacht, als Wiebke Gericke dort zu Gast war und persönlich über Babyzeichen berichtete. Ich stellte fest, dass ich einige Gebärden bereits unbewusst angewendet hatte, kaufte das Buch babySignal – und so fing alles an.

Was hat Dich von babySignal und dem Gebärden mit Babys und Kleinkindern überzeugt?

Innerhalb von nur fünf Wochen haben die Gebärden damals unseren Familienalltag vollkommen verändert – ausschließlich zum Positiven. Es ist für die Kleinen frustrierend, nicht verstanden zu werden, wenn sie noch nicht (so gut) sprechen können. Für die Eltern oder Erzieher bedeutet es oft Rätselraten, um herauszufinden, was das Kind nun wirklich meint. Dabei geht es bei babySignal nicht nur um gegenseitiges Verstehen, sondern auch um den Aufbau von Bindung und Beziehung. Das ist ebenfalls ein zentrales Element in meinen Babysteps Kursen und liegt mir sehr am Herzen.

Du bist seit dem Frühjahr selbst Teil von babySignal. Was ist Dein bisheriger Eindruck und was wünschst Du Dir?

Bisher habe ich unglaublich tolle Menschen im Team der babySignal-Kursleiterinnen kennengelernt. Noch bin ich relativ neu, aber babySignal verbindet uns schon jetzt. Alle haben Visionen, Ideale und eine Energie, die von Herzen kommt. Ich wünsche mir beispielsweise, dass alle Eltern erfahren, wie wunderbar das Gebärden mit Kindern ist. Alle Familien und Freunde, alle pädagogischen Fachkräfte sollten mit Kindern auch auf diesem Weg kommunizieren können. Gegenseitiges Verstehen macht das Leben leichter und schafft eine liebevolle, herzliche Verbindung zwischen den Menschen. Als Kursleiterin hoffe ich natürlich, zu diesem Ziel beitragen zu können und viele Teilnehmende mit meinen Kursen zu bereichern.

Du hast ja selbst einen Sohn. Was war denn bisher Dein persönlich schönstes babySignal-Erlebnis?

Mein schönstes Erlebnis war Weihnachten 2014. Mein damals 2-jähriger Sohn konnte schon gut und viel reden und gebärdetet eigentlich nicht mehr.  Doch in dieser Nacht nach dem Heiligabend gebärdete er plötzlich wieder! Für mich war sofort klar, dass er emotional tief bewegt war. Sein nächtliches Aufwachen und Schluchzen, der vergebliche Versuch, weinend mit mir zu reden, war schwierig für ihn. Dann, mithilfe seiner Gebärde, konnte ich ihn auf einmal ganz klar verstehen: Seine Arme bewegten sich wild schaufelnd von oben nach unten. Da wusste ich, ich sollte mit ihm ins Kinderzimmer gehen, um zu gucken ob der neue BAGGER immer noch dort stehen würde, wo wir ihm gute Nacht gesagt hatten. Das war sehr beeindruckend, denn BAGGER war auch ursprünglich eine seiner ersten Gebärden. Sein Weihnachtsgeschenk war ihm sooo wichtig, dass er mir seine Gefühle nur durch eine Gebärde mitteilen konnte. Danach schlief er friedlich wieder ein.

Was für eine schöne Geschichte von Euch. Vielen Dank für Deine Antworten, Steffi.

Steffis aktuelle Kursangebote in Jena könnt ihr hier finden.

Im Portrait: babySignal-Kursleiterin Barbara Sand aus Hamburg

Kursraum Barbara SandSeit 2012 ist die Logopädin Barbara Sand begeisterte babySignal-Kursleiterin in Hamburg. Sie bietet ihre Kurse in zwei sehr unterschiedlichen Kursräume an. In ihrer eigenen Praxis, in einem kleineren, gemütlichen Raum und in der Elternschule des Marienkrankenhauses in einem schönen großen Raum. Barbaras aktuelles Kursangebot an ihren beiden Kursorten findet Ihr hier.

Wie kam es dazu, dass Du babySignal-Kursleiterin geworden bist?

Immer wieder bin ich auf der Suche nach Fort- und Weiterbildungen, nach neuen Herausforderungen. Dadurch bin ich zufällig auf babySignal gestoßen. Zuerst habe ich mich als Logopädin gewundert: „Wieso Gebärden? Die Kinder wollen doch sprechen!“ Nachdem ich mich dann tiefergehend mit der Idee beschäftigt habe, war ich sofort derart Feuer und Flamme, dass ich mich gleich zur Ausbildung angemeldet habe. Und jetzt bin ich so froh, diese Möglichkeit anbieten zu können, die den Kindern und den Eltern eine Bereicherung für ihren Alltag bietet.

Warum glaubst Du an die Idee von babySignal?

Das ist doch genau das, was gefehlt hat, auf dem Weg zum Sprechenlernen!

Barbara Sand

Barbara Sand

Die Kinder möchten uns gerne von ihrer Welt erzählen – von dem, was sie erleben und sehen. Hier können ihnen die Hände helfen, denn die Entwicklung der Sprechmuskulatur braucht länger, während die manuellen Fähigkeiten der Kinder schon früher ausgeprägt sind. Mit den Händen können sie sich schon früher mitteilen und es ist berührend, was für wunderschöne Situationen durch dieses Erzählen zwischen Kindern und Eltern entstehen.

Ein Vater berichtete zum Beispiel von seinem Kind, wie es im Alter von gut einem Jahr gleich drei Gebärden zeigte: „PAPA, SCHAFE (zeigt auf die Wiese) SCHLAFEN!“, um zu erzählen, dass es schlafende Schafe entdeckt hat. Es macht mich fröhlich, dass die Kinder die Gebärden für das Gespräch nutzen. Die Gebärden können einerseits großen Spaß und andererseits auch echte Hilfe zur Verständigung im Alltag bedeuten.

Wie geht es für Dich weiter? Was wünscht Du Dir für babySignal und Dich als Kursleiterin?

Es liegt mit babySignal noch so viel Spannendes vor mir – viele neue Begegnungen, viele neue Kurse, auch in Krippen, in denen ich Kurse gebe. Ebenso werde ich nächstes Jahr Seminare, Workshops und Vorträge halten, darüber freue ich mich sehr! Es ist schön, diese wunderbare Idee weitertragen zu dürfen.

Vielen Dank für Deine Antworten, Barbara!