Wir sind viel kommunikativer geworden!

Adventskalender am 17. Dezember 2017

von Julia (Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern).

Der kleine Junge, auf den ich im Jahr 2007 als Babysitterin aufpasste, war etwa ein Jahr alt und kommunizierte mit seiner Mutter mit Gebärden von BabySignal. Ziemlich schnell hatte auch ich die wichtigen Gebärden wie ESSEN und TRINKEN drauf, was unser Zusammensein sehr erleichterte, weil er sich ausdrücken und ich ihn verstehen konnte.

Bei uns im Mutter-Kind-Café in Schwerin lebten die Erinnerungen an die Gebärden wieder auf, als mir Kursleiterin Martina Lindemann zehn Jahre nach meinem ersten Kontakt mit babySignal erzählte, dass die Kurse nun auch in unserer Stadt angeboten werden. Klar, das wir mitmachten! Meine Tochter Anna-Stina war fast 15 Monate alt und

Anna-Stina_Mama

Mama zeigt HAHN.

sehr mitteilungsbedürftig, als wir begannen. Sie war auch oft frustriert, weil keiner sie zu verstehen schien. Dass sollte schon mit der ersten Kurstunde ein Ende haben. Eine der ersten Gebärden war SINGEN/MUSIK und schon nach wenigen Wiederholungen von Martina zeigte Anna-Stina begeistert die Gebärde, sobald Musik erklang oder das Singen angekündigt wurde! Dies hat sich bis heute nicht geändert, sobald auch nur der Hauch von Musik in der Luft liegt, gebärdet sie voller Begeisterung!

In den folgenden Kursstunden kamen unglaublich viele Gebärden dazu und Anna-Stina und ich entwickelten unterschiedliche Lieblingsgebärden. Sie liebte NOCHMAL, SINGEN und VOGEL während ich Gebärden wie WARTE, FERTIG und HEIß im Alltag sehr erleichternd fand. Seit wir Anna-Stina auf eher unbeliebte Aktivitäten wie Zähne putzen und Gesicht waschen mittels Gebärden vorbereiten können, haben wir viel weniger Theater, weil sie genau weiß, was gleich passiert.

Dank der Gebärde für HEIß haben wir sogar schon einige ungewollte Begegnungen mit dem heißen Backofen verhindern können. Sie zeigt grundsätzlich bei jedem Backofen, der ihr begegnet, egal ob an oder aus, dass er HEIß sein kann! Auch der angefeuerte Ofen im dänischen Ferienhaus wurde mit der Gebärde kommentiert, kaum hatten wir das Haus betreten. Anna-Stina machte danach immer einen großen Bogen um jeden Ofen, was für uns als Eltern sehr beruhigend war.

anna-stina1In Dänemark lernten auch Freunde von uns einige Gebärden und am Frühstückstisch wurde fleißig kommuniziert. KÄSE, WURST und BRÖTCHEN – Anna-Stina findet es total prima, dass da noch mehr Leute waren, die ihre Sprache „sprechen“. Beim Spaziergang am Strand haben wir anschließen so viele Möwen gesehen, dass wir aus dem VOGEL gebärden gar nicht mehr raus kamen. Es muss ein Bild für die Götter gewesen Vogelsein: Vier Erwachsene und ein kleines Mädchen, die mit den Händen flatternd den Strand entlang liefen.

Im Alltag mit Menschen, die keine Erfahrungen mit BabySignal haben trifft man auf die unterschiedlichsten Reaktionen. Bei uns waren es meist die Älteren, die dem Ganzen skeptisch gegenüber stehen, weil sie die Verhinderung der sprachlichen Entwicklung befürchten. Dies haben wir bis jetzt nicht festgestellt. Auch wenn Anna-Stina nur wenige Wörter benutzt, hat sich die Anzahl in den letzten zwei Monaten, seit wir Gebärden nutzen, vermehrt. Die Jüngeren hingegen finden die Gebärden super und sind von den Reaktionen Anna-Stinas begeistert.

Insgesamt hat babySignal unser Zusammenleben mit Anna-Stina sehr bereichert. Wir achten viel mehr auf ihre Gesten und sie freut sich riesig, dass wir sie besser verstehen. Wir sind viel kommunikativer geworden und ich habe den Eindruck, dass unsere Bindung enger geworden ist. Wir haben also genau dass erreicht, was wir wollten und werden fleißig weiter gebärden!

Gewinnspiel:

babySignal-adventskalender17Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Martina Lindemann aus Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche Gebärde zeigt Julia auf dem oberen Bild?

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Martina Lindemann mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

 

Feuer und Flamme für die Idee der Babygebärden

BeitragsbildAdventskalender am 16. Dezember 2017

von Sandra (Hamburg).

Mein Sohn Konrad war zu Beginn des ersten babySignal-Kurses sechs Monate alt und ich war Feuer und Flamme für die Idee, mit ihm zu gebärden. Ich hatte das bei meiner neuseeländischen Freundin und ihrem Sohn gesehen. Dieser hatte immer MILCH gebärdet, wenn er fand, es sei Zeit zum Stillen.  Unknown-1Was würden wir wohl bei unserem Sohn erleben? Ich erhoffte mir für ihn mehr Zufriedenheit, denn bei ihm rollten schnell die Tränen.

Ich fing an zu gebärden, denn ich wollte, dass mir das Gebärden quasi in Fleisch und Blut überginge, so dass es für ihn ganz natürlich sein würde, die Gebärden auch irgendwann selber zu nutzen. Mir war bewusst, dass er für eine Weile nicht zu uns zurück gebärden würde, aber von Anfang an merkte ich, dass er Spaß an den Kursstunden hatte. Er saugte alles auf, besonders die Lieder und Gebärden für Tiere und deren Geräusche. Seine Favoriten sind definitiv ENTE, VOGEL und HUND. Im Herbst beobachtete ich, wenn wir unterwegs waren, dass er nach jedem Hund und jeder Ente den Kopf verdrehte und sie ewig anschauen konnte. Dabei lächelte er, wenn ich das mit den entsprechenden Gebärden begleitete.

Mir persönlich haben die Kursstunden auch immer viel gegeben. Ich mochte die Buchtipps im Kurs (Beispiel, siehe Foto oben: Otto geht spazieren). Mit Begeisterung habe ich vor vielen Jahren als Au-Pair Mädchen in den Vereinigten Staaten richtig Englisch gelernt und liebe es immer noch, in die Besonderheiten von Sprachen einzutauchen. Genauso viel Spaß macht es mir daher nun auch, die Gebärden zu lernen. Die bildhaften Gesten regen die Phantasie an und für mich ist es fast wie ein „Tanz mit den Händen“. Es macht mir Freude, bei jeder Geschichte, die ich Konrad vorlese und jedem Lied, welches ich für ihn singe, die Gebärden, die ich schon kenne, einzubauen und wo ich in einem Satz gar nichts weiß, wird improvisiert. Die großen staunenden Augen meines Sohnes sind mir der schönste Lohn.

Mein Mann unterstützt das Gebärden auch und hat einige in seinen Alltag übernommen, bspw. zu zeigen, dass wir FERTIG sind mit Essen und jetzt Abräumen. Und sogar meine Mutter hat bei ihrem letzten Besuch bei uns, nachdem ich ihr ein paar Gebärden in der jeweiligen Situation gezeigt habe, diese für Konrad wiederholt.

Familienbild

Es ist so schön zu sehen, wie die anderen Kinder aus den Kursen angefangen haben zu gebärden: NOCHMAL, TATÜTATA, PUPPE, TANZEN, SINGEN/MUSIK. Was wird Konrad uns eines Tages zeigen?

Wir haben von unserer Kursleiterin schon erfahren, dass es eine Phase gibt, in der man selbst nicht sicher ist, ob das Kind schon gebärdet. Das ist beim Sprechen und den ersten Worten nicht anders. Ich glaube, dass es nicht mehr lange dauert, bis Konrad (jetzt 11 Monate) die Bewegung bewusst einsetzen wird. Er schaut seit Kurzem immer mal wieder konzentriert auf seine Hand und rollt die Finger ein und streckt sie dann wieder aus. Neulich lag er (nach einem Spaziergang – wir hatten viele Hunde gesehen) auf dem Wickeltisch und machte „wawawa“ und eben diese Bewegungen. Ich schaute ihn an und fragte: „Meinst Du den HUND? Ja, genau, der macht WAU-WAU-WAU.“ Ich zeigte ihm auch noch einen kleinen Plüschhund. Er lachte mich an und wiederholte die Bewegungen noch ein paar Mal. Unsicher bin ich mir bis heute allerdings doch etwas, weil er die Bewegung ohne scheinbaren Zusammenhang danach immer mal wieder machte. Heute Morgen allerdings nahm er eben jenen Plüschhund und machte gedankenversunken die Bewegungen. Ich sah es und bekräftigte wieder: „Ja genau. Der Hund macht WAU-WAU-WAU.“ Erneute erntete ich damit wieder in breites Lächeln.

Neulich schauten wir Bücher an, dabei zwei mit Bildern von Baggern. Beide Male machte er eine Bewegung mit der rechten Hand und ich meinte zu meinem Mann: Ich glaube, er gebärdet BAGGER. Am nächsten Morgen machte Konrad dasselbe beim Buch anschauen mit meinem Mann und er bestätigte mir, dass das BAGGER sein müsse. Inzwischen hat er es öfter wiederholt und freut sich, wenn wir die Gebärde erkennen.

In jedem Fall ist dies jetzt eine spannende Zeit für uns.

Gewinnspiel:

Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Silke Kölling-Oltmanns aus Hamburg. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche Gebärde mag Konrad?babySignal-adventskalender16

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Silke Kölling-Oltmanns mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

 

 

 

Dran bleiben lohnt sich oder einfach erst später mit Gebärden beginnen

Adventskalender am 15. Dezember 2017

von Steffi (Leipzig)

Als ich vor einigen Jahren von babySignal erfahren habe und mit meinem ersten Sohn Marian (damals 18 Monate alt) anfing zu gebärden, war das ein absoluter Selbstläufer. Er gebärdete sofort mit und lernte gleichzeitig neue Worte, die Erweiterung unserer Kommunikation schien wie ein Katalysator für die Entwicklung seiner verbalen Sprache zu wirken. Wir waren überrascht, denn obwohl wir uns vorher auch gut verstanden haben, bereicherte das Gebärden unser Leben nun sehr. Der Familienalltag wurde noch wesentlich entspannter, Marian konnte sich viel mehr mitteilen und wir fühlten uns wohl, weil wir ihn leichter verstehen konnten.

Meine Begeisterung wurde zur Überzeugung, dass am Besten alle Familien von babySignal profitieren sollten. Ich ließ mich zur babySignal-Kursleiterin ausbilden und biete laufend eigene Kurse an.

Selbstverständlich sollte mein zweiter Sohn Florin ebenfalls mit Gebärden aufwachsen – und das schon von Anfang an. Ich war gespannt! Wir zeigten ihm bereits im Alter von sieben Monaten erste Zeichen … aber es ging mir nicht so leicht von der Hand, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Mit meinen zwei Kindern, die ich selbst betreue, war ich viel zu beschäftigt mit den alltäglichen Dingen des Familienlebens: spielen, Essen kochen, stillen, vorlesen, tragen, Baby abhalten oder Windeln wechseln, Wäsche waschen, Einkaufliste schreiben, mit Freunden chatten, verkipptes Wasser aufwischen, Spieldates und Ausflüge mit Freunden planen, Tasche packen, Kinder anziehen, rausgehen, müde heimkommen, das Einschlafen begleiten, zwischendurch „nur kurz“ bei Facebook gucken, dabei ausruhen, die Wäsche nochmal waschen, weil sie keiner rechtzeitig aus der Maschine genommen hat, aufräumen, über das Chaos hinwegsehen, staubsaugen, nebenbei eine Schule gründen, in den Urlaub fahren, babySignal Kurse geben…

Meine Vorsätze mehr zu gebärden hielten jeweils für ein bis zwei Tage an, dann war ich wieder abgelenkt. Es war irgendwie frustrierend, aber ich habe es auch akzeptiert, denn das Sprechen mit den Händen soll Spaß machen und kein Zwang sein.

Konsequent gebärdet habe ich nur das Zeichen für PIPI, denn mir begegnete diese Situation mehrmals am Tag beim Abhalten. Mit knapp neun Monaten kam von Florin diese Gebärde auch als erstes zurück und er zeigt auch nachts nach wie vor an, wenn er muss.

Später zeigte er die Gebärde LICHT AN und ein paar andere Gebärden. Insgesamt war es wenig und es passierte lange nichts. Ich freute mich natürlich über jede kleine Bewegung von ihm und gebärdete selbst auch weiter. Es fühlte sich dennoch wie eine Durststrecke an und ich kann alle (Kurs-) Eltern verstehen, die ein bisschen ungeduldig werden.

Oft sage ich als Kursleiterin, dass es eine Überraschung bleibt, ob und wann das eigene Kind die Gebärden nutzen wird. Aber den inneren Wunsch, das eigene Kind gebärden zu sehen, den haben alle Eltern und natürlich hatte auch ich als Mama diese Hoffnung.

Jetzt – im Alter von 14 Monaten – platzt der Knoten bei Florin. Er gebärdet zunehmend und es macht ihm sichtlich Spaß, sich auf diese Weise mitzuteilen. Ich bin auch wieder sehr motiviert und sehe ihm glücklich zu, wie er BAUM gebärdet, wenn ich morgens nach dem Aufwachen das Rollo hochschnipsen lasse und wir zusehen, wie sich die Bäume vor dem Fenster im Herbstwind wiegen. Und ganz verliebt bin ich, wenn Florin HEIß zeigt: er bewegt seinen kleinen Arm von sich weg und macht ffff – so als würde er eine Kerze auspusten, denn in dieser Situation zeigten wir ihm die Gebärde das erste Mal.

Was ist mein Fazit aus diesen Erfahrungen als Mutter von zwei unterschiedlichen Jungs und als babySignal-Kursleiterin?

  1. Dranbleiben lohnt sich oder einfach erst später mit Gebärden beginnen.
  2. Auch Kursleiterinnen haben keine „Vorzeige“-Babys.
  3. In einem Kurs ist es toll, gemeinsam die großen und kleinen Erfolge mitzuerleben.

Gewinnspiel:

babySignal-adventskalender15Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Stefanie von Brück aus Leipzig. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: In welchem Alter platze bei Florin der Knoten für Gebärden?

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Stefanie von Brück mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

 

Mama versteht mich!

Adventskalender am 14. Dezember 2017

von Nadja (Niedersachsen).

Wir besuchten eine babySignal-Kurs als Julie zehn Monate alt war. Gebärden, die sie wichtig fand, schien sie schnell zu verstehen. Durch den Kurs habe ich beim Hände und Mund waschen etwas verändert, denn bis dahin war es eigentlich immer ein Drama gewesen. Als ich Julie nun mit Gebärden ankündigte, was ich vor hatte, strahlte sie mich förmlich an. Das war für mich auch der ausschlaggebende Punkt am Thema Gebärden dran zu bleiben und nicht aufzugeben.

babysignal-babyzeichensprache-kindergebaerdenNach jeder Kursstunde habe ich nachmittags meine große Tochter Ava die neu gelernten Tiergebärden raten lassen. Das hat uns allen Spaß gemacht und ich konnte mir dadurch die gelernten Handbewegungen noch besser merken. Was ich an dem Kurs auch sehr toll fand fand: Die Kursleiterin konnte oft erklären, wie die Gebärde entstanden ist oder uns eine Eselsbrücke anbieten. Es half mir sehr, mir die Dinge zu merken, was dank „Stilldemenz“ ja nicht immer so einfach ist.

Mittlerweile ist Julie 15 Monate und sie hat in letzten beiden Monaten einen riesigen Sprung in ihrer Entwicklung gemacht. Sie hat auch gemerkt, dass sie mir mit ihren kleinen Händen ganz bewusst etwas mitteilen kann! Es hat förmlich Klick bei ihr gemacht. Wir haben uns angesehen und sie hat es bei mir gesehen: Mama versteht mich! Wir haben vor Freude um die Wette gestrahlt.

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Besonders gut klappt es beim Essen. Julie kommt in die Küche gerannt, deutet zu den Reiswaffeln und zeigt NOCHMAL, NOCHMAL und möchte mehr Essen. Auch am Tisch klappt es viel besser, wenn ich ihr nicht nur sage, es wird gegessen, sondern es ihr auch mit Gebärden zeige.

Richtig viel Spaß haben wir beim Tierbücher angucken, da zeigt sie mir ganz aufgeregt die Tiere und erzählt schon, was sie weiß. Meistens begleitet sie ihre Gebärden mit den entsprechenden Tierlauten. Sie schaut auch mich ganz interessiert an, welche Gebärde ich zu welchem Tier zeige.

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Ganz stolz versucht Julie aktuell SCHMETTERLING und SCHAF  zu gebärden. Es sieht süß und lustig aus, wie sie dabei ihre Händchen verknotet. Bei vielen Tieren muss ich sie allerdings vertrösten, wenn sie mich mit fragenden Augen anschaut, denn zu Krake und Zebra fällt mir leider auch nichts mehr ein. Ava (jetzt 4 Jahre) freut sich ebenfalls enorm, wenn Julie gebärdet und sie sich verstehen. Bisher ist unser Vokabelrepertoire noch sehr auf Spaß fürs Kind beschränkt. Da es aber so gut läuft und ich immer mehr merke, wie mitteilungsbedürftig meine Kleine ist, werden wir auch weiterhin neue Gebärden lernen.

Gewinnspiel:

Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Sandra Ott aus Buchholz i.d.N. in Niedersachsen. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche Gebärde versucht Julie aktuell zu gebärden?babySignal-adventskalender14

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Sandra Ott mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

 

 

Bin ich zu spät dran, mit Gebärden zu starten?

Beitragsbild

Adventskalender am 13. Dezember 2017

von Elisabeth (Mittelhessen).

Meine Tochter Rosalie war bereits eineinhalb Jahre alt, als ich den babySignal-Kurs bei Daniela Daschke (in Mittelhessen) besucht habe. „Vielleicht bin ich etwas spät dran“, dachte ich, denn Rosalie begann schon recht gut zu sprechen. Doch ich wurde positiv überrascht und erlebte in den darauf folgenden Monaten etliche Situationen im Alltag, in denen mir die Gebärden eine echte Hilfe und Bereicherung im Austausch mit Rosalie waren. Mein Sohn, vier Jahre alt, wurde ebenfalls ein Teil der Erfahrungen, die wir als Familie mit babySignal gesammelt haben.

Zu Bett gehen

Unser Abendritual besteht aus diesem Ablauf: Erst lese ich etwas vor, dann geht Rosalie ins Bett und ich gebe ihr die Flasche. Zum Abschluss schalte ich das Licht aus und zeige dazu die Gebärde für Licht AUS. Eines Abends -Rosalie war offensichtlich recht müde- fing sie direkt beim ins-Bett-legen an, AUS zu gebärden. Ich musste lachen – wurde ich doch von dem kleinen Zwerg gebeten, das Abendritual zu verkürzen und das Vorlesen auszulassen.

Geschwister gebärden miteinander

Es gibt in unserem Alltag Begriffe und Situationen, in denen ich meine Sprache mit einer Gebärde verbinde. Beispiel: Es geht um FERTIG und SCHLUSS. Eines Tages saß ich mit meinen beiden Kindern Rafael und Rosalie am Esstisch. Rosalie war wohl fertig mit dem Essen und alberte herum. Ich versuchte vergeblich sie zu erreichen, damit sie aufhöre, Quatsch zu machen (wer kennt das nicht…). Irgendwann stand Rafael dann auf, stellte sich neben Rosalies Stuhl und sagte mit der Unterstützung von Gebärden: „Rosi, bist du FERTIG und möchtest du SPIELEN?“ Rosi gebärdete SPIELEN zurück und kam von ihrem Stuhl herunter.

Durchdringen mit Zeichen statt Sprache

Rosalie ist jetzt zwei Jahre alt und durchläuft eine ausgeprägte Autonomiephase. Zu jeder Gelegenheit, die nicht ihrem Plan entspricht (wer kennt ihn?) verfängt sie sich in weinen, Wut und Zorn. So auch neulich, eines späten Abends: Es war längst Schlafenszeit und Rosalie wollte immer und immer wieder auf der Toilette Pipi machen. Dazu gehörte der Ablauf des völlig eigenständigen Vorbereitens (Toilettensitz auflegen) und Nachbereitens (Toilettensitz herausnehmen, Deckel schließen, selber spülen). Nach dem fünften Durchgang bat ich sie deutlicher darum, doch einfach das nebenstehende Töpfchen zu benutzen (wäre schneller…). Rosi hatte daraufhin einen Wutausbruch und saß schreiend auf der Toilette! Ich erreichte sie daraufhin mit meinen Worten überhaupt nicht mehr. Irgendwann kam mir ein Geistesblitz und ich gebärdete SPIELEN und FERTIG. Rosalie wurde sofort ruhiger, kam von der Toilette, machte ins Töpfchen und ging ins Bett. Das war echt ein Schlüsselerlebnis!

Beim Singen

Heute verwende ich beim Singen der Lieder aus dem babySignal-Kurs alle Tierbezeichnungen mit Gebärden. Meine beiden Kinder sitzen dann ganz fasziniert bei mir und machen die Gebärden mit.

Gewinnspiel:

Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie babySignal-adventskalender13mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Tamara Vasikonis aus Fulda in Hessen. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche Gebärde zeigt Rosalie auf dem unteren, rechten Bild?

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Tamara Vasikonis mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

Wir waren beide sofort begeistert!

Johannes BeitragsbildAdventskalender am 12. Dezember 2017

von Frauke (Hamburg)

Vor zehn Jahren habe ich zum ersten Mal in einem kleinen TV-Bericht von Babygebärden gehört. Damals dachte ich mir: Wenn ich Kinder habe, dann möchte ich auch so einen Kurs besuchen. Gedacht, getan. Mit meiner Tochter Monja besuchte ich meinen ersten BabySignal-Kurs und wir waren beide sofort begeistert.
Johannes Stern1Mit neun Monaten zeigte sie uns bei einem Spaziergang im Park ENTEN und QUAK-QUAK. Ihre erste Gebärde. Es folgten viele weitere, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken waren. Sie zeigte uns, wenn sie durstig war und etwas TRINKEN wollte, erzählte von Tieren, die sie gesehen hatte, und „sang“ Lieder, die sie im BabySignal-Kurs kennengelernt hatte. Nach und nach wurden die Gebärden durch gesprochene Sprache ersetzt und verschwanden fast ganz. Inzwischen ist Monja vier Jahre alt und gebärdet wieder fleißig, um ihrem kleinen Bruder die Welt zu zeigen. Und auch Johannes hat schnell rausgefunden, dass er mit den Händen sprechen kann. Passend zur dunklen Jahreszeit hat er gerade gelernt, dass eine Lampe AN oder AUS sein kann.

 

Gewinnspiel:

babySignal-adventskalender12Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Barbara Sand aus Hamburg. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche Gebärde zeigt Johannes in der dunklen Jahreszeit?

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Barbara Sand mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

 

Sie liebt es, wenn sie uns zeigen kann, dass sie etwas verstanden hat.

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Adventskalender am 11. Dezember 2017

von Jenni (Westerwald, Rheinland-Pfalz).

Mit etwa einem Jahr zeigte Amelie ihre erste Gebärde: Sie winkte HALLO als ihr Papa nach Hause kam und strahlte über das ganze Gesicht, als er zurück winkte und „Hallo“

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Amelie zeigt Flugzeug.

sagte. Wir waren richtig stolz und haben uns gefreut, dass sie jetzt auch Gebärden zeigte! Inzwischen ist sie 16 Monate alt und beherrscht ca. 20 Gebärden und lernt sehr schnell neue dazu: Die neuesten sind GIRAFFE und ELEFANT beim Lesen ihres Lieblingsbuches. Sie liebt es, wenn sie uns zeigen kann, dass sie etwas verstanden hat. Sie grinst dann oder nickt eindringlich mit dem Kopf.

Amelies Großeltern waren zunächst skeptisch, was Babygebärden anbetraf: Können das Babys überhaupt? Wozu soll das gut sein? Als sie immer mehr gebärdete, haben sie gemerkt, dass sie dadurch Amelie viel besser verstehen können. Inzwischen lernen sie die Gebärden mit großer Begeisterung und sind fasziniert, wie viel ihre Enkelin ihnen schon mitteilen kann!

Beitragsbild

Amelie zeigt, etwas ist weg.

Für mich war die Erfahrung mit dem Gebärden auch eine Übung in Geduld, ich musste lange warten, bis Amelie anfing zu gebärden. Auch heute noch muss ich geduldig warten, bis sie eine neue Gebärde zeigt: es dauert etwa zwei bis drei Wochen nachdem ich selbst ihr eine neue Gebärde regelmäßig gezeigt habe. Meine Kleine beobachtet lange und muss sich die Bewegung erst genau einprägen, bis sie diese nutzt. Das Warten hat sich allerdings ungemein gelohnt, wir haben so viel Spaß, wenn wir miteinander reden!

Gewinnspiel:

babySignal-adventskalender11Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Silke Eisheuer in Düsseldorf. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche Gebärde zeigt Amelie auf dem unteren Bild?

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Silke Eisheuer mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.