babySignal ist in jeder Hinsicht eine Bereicherung für uns

BeitragsbildAdventskalender am 19. Dezember 2017

von Ann-Kathrin (Hessen).

Die anfänglichen Bedenken

Als ich von Babygebärden zur Unterstützung der Kommunikation hörte war ich mehr als skeptisch! Unser Sohn Muhammed war damals gerade sechs Monate alt und ich verstand die kleinen Signale und Zeichen von ihm gut! Wozu sollte ich dann noch eine „Zeichensprache“ lernen? Außerdem nahm ich an, dass die Zeichen sein Sprechen 1Musik mit 9 Monaten-babyzeichensprache-babysignallernen verzögern würden und ich dann ewig nur über die Zeichen kommunizieren könnte. Einer meiner weiteren Bedenken war, dass andere Menschen mein Kind so nicht verstehen würden, wenn sie die Zeichen nicht kennen. Das Thema war für mich direkt erledigt!

Ein paar Wochen später erschien zufällig ein Beitrag vom babySignal-Adventskalender (2016) auf meiner Startseite bei Facebook. Es gab ein Gewinnspiel,  ich machte mit und gewann prompt einen Rabatt für den Kurs bei uns in der Nähe. Ich entschied mich, mir das Ganze einmal anzuschauen und besuchte skeptisch die erste Stunde.

Der erste Eindruck von babySignal

Die Kursleiterin Daniela empfing uns sehr herzlich: Die Kinder standen im Mittelpunkt und wurden sehr zugewandt und liebevoll in alle Aktivitäten mit einbezogen. Muhammed (knapp 9 Monate) war einfach glücklich und (im Gegensatz zu mir) direkt von babySignal überzeugt. Noch in der ersten Kursstunde gebärdete er LICHT und MUSIK. Die ganze Woche danach nutze er seine neuen Gebärden mehrfach am Tag und zeigte mir jedes Licht, was er irgendwo entdeckte. Jede noch so leise Hintergrundmusik in Läden kommentierte er mit MUSIK. Seine Begeisterung überzeugte mich und ich begann, mich auf die nächste Kursstunde zu freuen und neugierig zu werden, was wir noch alles lernen würden. Muhammed liebte die Kursstunden und die Musik. Er hatte so viel Spaß. Und ich? Ich lernte unsere neue Form der Kommunikation zu lieben.

Viele Gebärden – Frühes Sprechen

Wir erlebten viele tolle Sachen mit den Gebärden. Als Muhammed mit nur zehn Monaten im Wohnzimmer spielte, sagte ich ihm, ich würde duschen gehen. Ich fragte ihn, ob er mit ins Bad kommen wolle? Er schüttelte nur den Kopf und gebärdete WARTE. Er meinte damit, er würde auf mich warten. Ich konnte 15 Minuten in Ruhe im Bad verbringen, während er friedlich weiter spielte.

„Mein Sohn ist generell sehr schnell in der Kommunikation. Mit 10 Monaten sprach er deutlich Da und zeigte auf alles, sagte cht zur Gebärde LICHT und sik zur Gebärde MUSIK, außerdem sagte er Mama und wau-wau und brumm-brumm (zu allem Fahrenden) und sonst eben übliches Gebrabbel.“ (Mutter Ann-Kathrin)

NOCHMAL wurde schnell zu Muhammeds Lieblingsgebärde und so forderte er regelmäßig ein: nochmal zu singen, nochmal zu rutschen oder nochmal in die Luft geworfen zu werden. Besonders witzig war es bei der U-Untersuchung, als der Kinderarzt mit dem Licht in seinen Mund leuchtete. Als der Arzt fertig war, gebärdete Muhammed danach NOCHMAL LICHT-AN. Der Kinderarzt stellte bewundernd fest, dass unser 12 Monate altes Kind schon Zwei-Wort-Sätze äußere. Die Beiden spielten dann 1Blume-babysignal-babygebaerdennoch eine Weile das „Nochmal-Licht-an-und-aus-Spiel“ und ich dachte währenddessen über die Sprachentwicklung nach. Mir fiel auf, dass Muhammed eben genau diese Worte als erstes zu sprechen lernte, die er vorher mit den Gebärden nutzte. Meine anfänglichen Befürchtungen bestätigten sich also absolut nicht, dass er nicht sprechen würde. Die Gebärden unterstützen sein Sprechen sogar positiv. Da wir eine zweisprachige Familie sind, scheinen uns die Gebärden auch dafür sehr hilfreich zu sein, weil die Gebärden eine bildliche Brücke zwischen beiden Sprachen ziehen.

Weniger Gebärden – Mehr Sprechen

Während Muhammed immer mehr zu sprechen begann, nahmen die Gebärden ab, da er ja eben gerade diese Worte sprechen lernte. Aber er überrascht mich immer wieder, wenn er Gebärden aus seinem Gedächtnis ausgräbt, die ich nie genutzt habe und er diese nur aus den babySignal-Kursstunden kennt. So lief Muhammed im Frühjahr immer mit der offenen Hand vor dem Mund durch die Stadt und wollte mir damit etwas sagen. Er war ganz aufgeregt, aber ich verstand zunächst einfach nicht, was er da gebärdete. Es dauerte bestimmt einige Tage, bis ich begriff, dass er BLUME gebärdete! Diese Gebärde hatte Daniela in der Kursstunde zum Frühling einige Wochen vorher ein paar Mal gezeigt.

Nun ist Muhammed 18 Monate alt. Auch jetzt noch unterstützen die Gebärden sein Sprechenlernen sehr aktiv. Ich finde es sehr faszinierend, Muhammed zuzusehen, wie es in seinem Gehirn arbeitet, wenn er eine neue Gebärde erinnert, diese dann ein paar Tage übt und danach langsam das Wort dazu übt: vom tonlosen Lippen formen über Zischlaute bis hin zum gut gesprochen Wort. Im Moment hat er gerade die etwas schwerere Gebärde SCHMETTERLING wieder entdeckt und übt fleißig Hände zu flattern, während er leise ein „Sch-Sch-Ling“ zischt.

Gebärden in der Autonomiephase

Bei uns helfen die Gebärden auch in der Autonomiephase, manchen Wutanfall zu umgehen, wenn er eben nicht nur „trinken“ sagt, sondern dazu ein WASSER, TEE oder

1piep-babygebaerden-babysignal-babyzeichensprache

Muhammed zeigt „piep-piep“

MILCH gebärden kann. Ich habe das Gefühl durch die Gebärden einfach viel näher an ihm dran zu sein, weil er sich mittlerweile mit einem Wortschatz von ca. 25 gesprochenen Wörtern und 80 Gebärden einfach viel umfangreicher mitteilen kann als viele andere Kinder. Ich bin so dankbar Muhammeds Sprachentwicklung so aktiv beobachten zu können und so dankbar, dass wir den babySignal-Kurs besuchen konnten. Die Kommunikation und mein Verständnis für die Welt meines Sohnes sind einfach viel größer geworden und ich bekomme Einblicke in seine Gedanken, die mir ohne Gebärden verwehrt geblieben wären. Und selbst seine skeptische Oma hat Muhammed überzeugt: Als wir am Esstisch saßen, gebärdete er FERTIG und dann NOCHMAL PUSTEN (Seifenblasen) zu Oma und forderte sie auf diese Weise auf, mit ihm spielen zu gehen. Seine Oma lernte daraufhin fleißig alle Gebärden und freut sich nun über jedes NOCHMAL, wenn er mit ihr zusammen spielt.

Gewinnspiel:

Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Daniela Daschke aus Pohlheim in Hessen. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche babySignal-adventskalender19Gebärde zeigt Muhammed auf dem letzten, unteren Bild?

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Daniela Daschke mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

Wir waren beide sofort begeistert!

Johannes BeitragsbildAdventskalender am 12. Dezember 2017

von Frauke (Hamburg)

Vor zehn Jahren habe ich zum ersten Mal in einem kleinen TV-Bericht von Babygebärden gehört. Damals dachte ich mir: Wenn ich Kinder habe, dann möchte ich auch so einen Kurs besuchen. Gedacht, getan. Mit meiner Tochter Monja besuchte ich meinen ersten BabySignal-Kurs und wir waren beide sofort begeistert.
Johannes Stern1Mit neun Monaten zeigte sie uns bei einem Spaziergang im Park ENTEN und QUAK-QUAK. Ihre erste Gebärde. Es folgten viele weitere, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken waren. Sie zeigte uns, wenn sie durstig war und etwas TRINKEN wollte, erzählte von Tieren, die sie gesehen hatte, und „sang“ Lieder, die sie im BabySignal-Kurs kennengelernt hatte. Nach und nach wurden die Gebärden durch gesprochene Sprache ersetzt und verschwanden fast ganz. Inzwischen ist Monja vier Jahre alt und gebärdet wieder fleißig, um ihrem kleinen Bruder die Welt zu zeigen. Und auch Johannes hat schnell rausgefunden, dass er mit den Händen sprechen kann. Passend zur dunklen Jahreszeit hat er gerade gelernt, dass eine Lampe AN oder AUS sein kann.

 

Gewinnspiel:

babySignal-adventskalender12Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Barbara Sand aus Hamburg. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche Gebärde zeigt Johannes in der dunklen Jahreszeit?

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Barbara Sand mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

 

Unsere Tochter kommuniziert so mühelos mit uns

Lucy5-babyzeichen-sprache-dresdenAdventskalender am 10. Dezember 2017

von Henriette (Dresden).

Unsere Tochter Lucy ist unser erstes Kind, also ganz klar Mamas und Papas kleine Prinzessin. Als junge Mutter informierte ich mich über Kursangebote, die es ja mittlerweile in Hülle und Fülle gibt und eine ganze Bandbreite von Möglichkeiten abdecken. Eines Tages fiel mir ein Flyer über Gebärden für Babys in die Hand. Als mich dann noch eine andere Mutter fragte, ob ich Interesse an genau so einer Schnupperstunde habe, fiel mir die Entscheidung leicht und wir meldeten uns gemeinsam an. Wir gingen also mit unseren ca. zehn Monate alten Babys zur Schnupperstunde bei babySignal-Kursleiterin Josephine Schütze. Ich war mit der Kursleiterin direkt auf einer Wellenlänge und meine Tochter mit den tollen Kuscheltieren, die wir beim gemeinsamen Singen kennenlernten. Es war schnell klar: Wir werden Teilnehmende dieses Kurses.

Nun stand mir mein Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag bevor und ich übergab die Kursteilnahme an Lucys Papa. Jede Woche zogen die beiden nun los und mein Mann zeigte mir enthusiastisch die neu gelernten Gebärden. Lucy konnte relativ schnell PAPA Lucy3-babyzeichen-sprache-dresdenzeigen, was meinen Mann wahrscheinlich immer wieder motivierte weitere Gebärden anzuwenden. Ich bekam regelmäßig Rüffel von ihm, aufgrund meiner angeblichen ‚Gebärdenfaulheit‘. Ich muss zugeben, dass es mir neben den „Nachtschichten“ mit bedürftigem Kind und dem erneuten Arbeitsalltag schwer fiel, mich zu motivieren. Dazu kam, dass Lucy zwar fleißig PAPA und an einem guten Tag auch mal MAMA zeigte, aber das war es dann auch schon.

Im Alter von knapp dreizehn Monaten kam der Durchbruch bei Lucy. Sie konnte mittlerweile recht sicher laufen und wir hatten das Gefühl nun sind Kapazitäten für andere Dinge frei. Es kam das Zeichen NOCHMAL – ihr Favorit bis heute. Ganz stolz schickte ich der Kursleiterin ein Video von uns. Wenn sich der kleine ausgestreckte Zeigefinger mit Hand dreht, ist dies ein unmissverständliches Zeichen und egal, wie einem die Arme selbst schon schmerzen, man kann nicht widerstehen und unsere kleine Prinzessin wird NOCHMAL und NOCHMAL hoch in die Luft geworfen.

Mittlerweile ist Lucy sechzehn Monate alt und beherrscht eine Vielzahl von Gebärden – vor allem die Tiergebärden haben es ihr angetan. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist es, ein Lucy2-babyzeichen-sprache-dresdenBUCH anzuschauen, eine Handbewegung die mittlerweile auch Oma und Opa in Fleisch und Blut übergegangen ist. Wenn man den Wunsch ignoriert, wird unsere Tochter richtig beharrlich, sie sucht die Aufmerksamkeit und dann bewegen sich ihre Händchen, sodass man es nicht ignorieren kann. Toll ist: Das Buch angucken ist keine einseitige Sache. Lucy teilt uns durch Gebärden mit, was sie selbst auf den Seiten sieht.

Andere Eltern sind meist total begeistert, wenn sie sehen, wie unsere kleine Tochter so mühelos mit uns kommuniziert und wir fragen uns ehrlich gesagt, wie sich Eltern mit ihren Kindern in dem Alter ohne Gebärden verständigen.

Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man versteht, was das eigene Kind, das noch nicht sprechen kann, mitteilen möchte und wir staunen jeden Tag aufs Neue, wie umfangreich das ist. Alles in allem sind wir begeistert und können Gebärden nur weiterempfehlen.

Gewinnspiel:

Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Josephine Schütze aus Dresden. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche Gebärde zeigte Lucy als Erstes?

babySignal-adventskalender10Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Josephine Schütze mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

Babygebärden: Ich bekomme so viel zurück!

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Adventskalender am 9. Dezember 2017

von Michaela (Kassel).

Ich habe mit meiner Tochter Josefine den ersten BabySignal-Kurs besucht als sie 11 Monate alt war. Es folgten noch Besuche im Aufbaukurs und bei der Themenstunde „Bald ist Weihnachten“. Wir hatten von Anfang an viel Spaß bei den Kursangeboten. Diese gehören zu den schönsten Kursen, die wir überhaupt besucht haben. Einerseits lag das an der tollen Art der Kursleiterin (Nicole Stagl in Kassel) und andererseits an dem Aufbau des Kurses. Und vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich so viel von meiner Tochter zurückbekommen habe. Bereits nach einigen Kursstunden und fleißigem Gebärden zuhause konnte ich bei Josefine sehen, dass sie die Gebärden verstand und versuchte, diese selbst zu benutzen. Licht AN oder AUS und NOCHMAL gehörte schnell zu ihren Lieblingsgebärden. Sie konnte sich nun mitteilen, wenn sie noch mehr von etwas haben wollte oder etwas NOCHMAL sehen wollte, was ihr gefiel. Vor allem nutze Josefine die Gebärden sehr schnell, die mit Geräuschen zusammenhingen (Tiergebärden). Sie freute sich so sehr, wenn man verstand, was sie mitteilen wollte! Wir haben auch sehr lustige Momente erlebt: Josefine nutzte nicht nur PIEP PIEP, wenn sie Vogelgezwitscher hörte und uns davon erzählen wollte, sondern sie kommentierte auch das morgendliche Klingeln unseres Weckers mit der Gebärde PIEP PIEP.Wecker

Viele unserer Freunde und Verwandte waren anfangs skeptisch und konnten nicht verstehen, warum wir an den Kursen teilnahmen. Als sie dann mitbekommen haben, welche Möglichkeit Josefine mit den Gebärden geboten wurden, haben sie allerdings schnell gesehen, worum es bei BabySignal wirklich geht.

Einmal, bei einem Besuch bei Freunden, gebärdete sie HAUS, weil sie nach Hause gehen wollte. In diesem Fall sind wir dann tatsächlich gegangen, weil ich meiner Tochter ansehen konnte, dass sie richtig müde war. Jetzt ist sie mittlerweile zwei Jahre alt und spricht schon recht viel und sogar schon 3-Wort-Sätze. Die Gebärden sind in den Hintergrund getreten. Nach wie vor möchte sie noch die Lieder aus dem Kurs hören und spricht von unserer Kursleiterin Nicole. Irgendetwas ist bei ihr hängen geblieben, denn sobald man die Gebärden vor ihr nutzt, versteht sie diese und gebärdet sie auch wieder. Meist nutzt sie Gebärden dann, wenn sie verdeutlichen möchte, was sie sagen wollte.

Gewinnspiel:

babySignal-adventskalender9Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Mary Strestik aus Gronau in Nordrhein-Westfalen. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche hat Josefine gebärdet, wenn ein Wecker klingelt?

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Mary Strestik mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

Sie erfindet eigene Gesten, wenn sie etwas noch nicht aussprechen kann

testbildschirmAdventskalender am 6. Dezember 2017

von Martina (Bremen).

Jonnas erste Geste war MUSIK. Wir saßen zu Dritt am Frühstückstisch und im Radio begann ein neues Lied zu spielen. Jonna hörte aufmerksam hin und zeigte auf einmal MUSIK. Es kam für mich und meinen Mann aus heiterem Himmel und Jonna strahlte dabei über das ganze Gesicht. Es kam so plötzlich und wir stimmten lachend in die Gebärde mit ein – uns ging das Herz auf.

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Seitdem Jonna sieben Monate alt gewesen war hatten wir ihr immer wieder Gesten und Gebärden gezeigt. Es hat eigentlich nur ein paar Wochen gedauert, bis sie selbst anfing zurück zu gebärden. Ich war begeistert! Schnell hatte Jonna ein kleines Repertoire zusammen, mit dem sie sich in unserem Alltag ausdrücken konnte. Es hat uns allen wahnsinnig viel Spaß gemacht und es war zauberhaft zu erleben, wie sie sich ohne Sprechen zu können, trotzdem bereits so genau ausdrücken konnte.

1-babysignal-babygebaerden-bremen-jessica-braegelmannKurze Zeit später ahmte sie auch zunehmend mehr Geräusche nach und erste Worte tauchten auf. Die Signale aber blieben und sind immer noch Bestandteil unseres Alltags. Aber nicht nur das, Jonna beobachtet unglaublich genau und erfindet eigene Gesten für Dinge, die sie noch nicht sagen kann. Meine Freundin Nina lachte sich kaputt, weil sie kaum glauben konnte, wie genau man Jonna anhand ihrer Gesten verstehen konnte. Auch die Erzieherin im Spielkreis ist immer wieder erstaunt, wie ausdrucksstark Jonna mit ihren Armen und ihrem ganzen Körper kommuniziert, obwohl sie sonst ein eher stilleres Kind ist. Im Moment habe ich das Gefühl, sie hat sich eine besondere Ausdrucksform angeeignet, die sie ihr Leben lang begleiten wird. Das ist einfach großartig!

Gewinnspiel:

Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Jessica Brägelmann aus Bremen. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche Gebärde zeigte Jonna als Erstes?babySignal-adventskalender6

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Jessica Brägelmann mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

Unsere Tochter brachte in der Kirche mit der Gebärde MUSIK alle zum Lachen

Orgel

Adventskalender am 5. Dezember 2017

von Ina (Berlin).

Bis zu dem Moment, als eine Freundin mir vom babySignal-Kurs erzählte, hatte ich noch nie etwas von dieser Idee mit Kindern einfach so zu gebärden gehört. Ich las mir zunächst Erfahrungsberichte von anderen Eltern durch und war sofort davon begeistert, mit meiner Tochter Mali auch so früh kommunizieren zu können.

Rückblickend kann ich nun sagen, dass der Kurs bei Tina Richter für uns der wertvollste Babykurs gewesen ist, den ich mit meiner Tochter besucht habe – und es waren einige Kurse, die wir mitgemacht haben. Es hat uns so viel Spaß gemacht hat, dass wir den Kurs sogar wiederholt haben.

Fische

Mali gebärdet FISCH

Nach den Kursstunden zeigte ich die neu gelernten Gebärden meinem Mann, der uns dabei voll unterstützte, die Gebärden im Alltag zu zeigen. Für unsere Tochter war das, glaube ich, eine gute Sache. Auch die Großeltern gebärden inzwischen schon etwas für Mali und singen und gebärden z.B. „Alle meine Entchen“ über einen Videoanruf. Besonders gefreut hat es mich, als meine Schwiegermutter vor ein paar Monaten sagte, dass sie jetzt den Sinn verstanden hat, warum wir das mit Mali machen. Sie könne ja schon so viel „erzählen“.

Mit 9 Monaten zeigte Mali ihre erste Gebärde WAU-WAU als sie einen Hund beim Spaziergang sah. Von da an ging alles rasend schnell. MUSIK, NOCHMAL, ETWAS DREHT SICH, TRINKEN, ETWAS IST WEG, AN, AUS und NOCHMAL waren nur einige ihrer Lieblingsgebärden.

Die Gebärde für MUSIK zählt zu unseren Highlights. Während einer kirchlichen Trauung lauschten alle Gäste ganz ruhig einem Orgelstück… nur die kleinen Hände unserer Tochter wirbelten wie ein Dirigent mit vollem Schwung hin und her für die Gebärden MUSIK. Sie brachte mit ihrer Begeisterung alle zum Lachen.

Inzwischen, Mali ist jetzt 15 Monate alt, begleiten uns die Gebärden den ganzen Tag. Morgens ruft Mali „Mama“ und zeigt dazu eindringlich die Gebärde für MILCH. Danach gebärdet sie TRINKEN und meint damit, sie möchte einen Becher Wasser. Anschließend geht es zum Wickeln. Ich kündige es mit der Gebärde an – allerdings stößt es in letzter Zeit nicht auf Gegenliebe. Sie klopft sich auf den Unterbauch und sagt NEIN. Während der Mahlzeiten zeigt sie beispielsweise, ob sie lieber GURKE oder lieber TOMATE, lieber APFEL oder ERDBEEREN essen möchte.

Gerade zu Beginn war es Mali sehr anzumerken, wie sehr sie sich freut, wenn sie von uns verstanden wurde. Wir haben wiederholt die Musik angemacht und mit ihr getanzt, wenn sie MUSIK gebärdet hat. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir durch die Gebärden ganz viele Wutausbrüche verhindern können, weil wir unsere Tochter durch die Gebärden schneller verstehen können. Natürlich nicht alle – schön wäre es – aber einige.

Arbeiten

Fäuste übereinander: ARBEITEN

Vor einiger Zeit hat sie immer wieder eindringlich die Gebärde für WASSER gezeigt, obwohl sie ihren vollen Trinkbecher in der Hand hielt. Ich brauchte einen Moment, bis ich verstand, dass das Wasser nicht rauskam, obwohl sie daran sog.

Durch die Gebärden ist es für mich leichter, die nächsten Schritte anzukündigen. Auf dem Spielplatz sind Schaukel und Rutsche gerade der Renner. Nach gefühlten eintausend Mal rutschen oder schaukeln, sage ich ihr „Du kannst doch EINMAL rutschen, dann sind wir FERTIG und gehen nach Hause.“ Das findet sie dann zwar trotzdem blöd, aber es kommt nicht so plötzlich für sie das wir gehen.

Geht Malis Papa zur Arbeit, verabschiedet er sich u.a. auch mit der Gebärde für ARBEIT. Seit ein paar Wochen klopft sie nun auch ihre Fäuste aufeinander und weiß, dass ihr Papa nun bis abends nicht da ist.

Hase

Gebärde für HASE

Bücher gemeinsam zu betrachten macht viel Freude. Manchmal schnappt sie sich auch allein ein Buch aus dem Regal, blättert und zeigt die Gebärden für viele Tiere. Es ist so niedlich, wenn sie da auf ihrem Teppich sitzt und mit den Händen Hasenohren formt und damit wackelt oder sich für das Eichhörnchen auf die Wangen klatscht.

Bei ihren ersten Gebärden haben wir kurz überlegen müssen, ob es eine Gebärde ist oder ein Zufall. Nun werden ihre Zeichen immer genauer. Auch kompliziertere Gebärden wie SCHMETTERLING und SCHILDKRÖTE versucht sie nun. Interessant finde ich, dass ich ihr manche Gebärden von Anfang an ständig gezeigt habe und sie diese bis heute nicht benutzt: Mama, Papa, Brot oder Brötchen. Andere zeigte ich nur ab und zu und plötzlich benutzte Mali sie. Etwas ist WEG habe ich ihr nur ein paar Mal gezeigt und auf einmal nimmt die kleine Madame einen Legostein, steckt ihn zwischen die Bettritze, gebärdet WEG und grinst mich breit und auffordernd an. Seitdem gehört das Versteckspiel fest zu unserem Tagesablauf. Das Spiel geht überall: ob auf dem Wickeltisch, im Wartezimmer oder ob die Tomate beim Essen unter dem Pullover versteckt wird.

Beim Spaziergang können wir uns schon richtig unterhalten. Mali zeigt uns unterwegs Blumen, Bäume, Windräder, die in Blumenkästen auf Balkonen stecken, Hunde, Autos, Busse, Ampeln und vieles mehr.

Autofahren war bei uns zwischenzeitlich echt schwierig. Jetzt hat sie eine tolle neue Beschäftigung. Bei jeder Ampel zeigt sie an, ob die Ampel grün ist oder rot. Das kann ein Kleinkind im Berliner Straßenverkehr schwer beschäftigen.

Wir sind schon sehr gespannt, wie es weitergeht. Mali zeigt mit ihren 15 Monaten insgesamt schon 93 Gebärden und sagt neun Wörter (Mama, Papa, Hadjo oder Hei für Hallo, Püppi, Baby, Pipi, Maai für Mali, Nein, Ja) und macht einige Tiergeräusche nach. Kennen wir ein wichtiges Wort nicht, gucken wir es schnell in einer App (Spread the sign) oder im babySignal-Buch nach.

Gewinnspiel:

babySignal-adventskalender5Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Tina Richter aus Berlin. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche Gebärde zeigt Mali auf dem oberen Bild?

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Tina Richter mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

Wir gebärden einfach im Alltag

Beitragsbild-schlafen-babysignal-babyzeichenspracheAdventskalender am 3. Dezember 2017

von Jaenette (Hamburg). – Teil 2 –

Ich hatte viel Spaß dabei meiner Tochter Nika viele Gebärden zu zeigen, die ich selbst im babySignal-Kurs neu gelernt hatte … doch Nika gebärdete weiterhin nur ihre Lieblingsgebärde: NOCHMAL! Der Knoten für mehr Gebärden platzte bei Nika schließlich fünf Wochen nachdem ich angefangen hatte mit ihr zu gebärden. Wir saßen zuhause am Mittagstisch und sie gebärdete SATT, nun im Alter von 16 Monaten.

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Gebärde SATT

Gleich am selben Nachmittag beim Buch anschauen, erzählte sie mir mit Gebärden, dass die Puppe auf dem Bild SCHLÄFT und sie einen VOGEL entdeckt habe. Plötzlich -von Null auf Hundert- kamen jeden Tag neue Gebärden von ihr dazu – sogar einige, die ich selbst so gut wie nie benutzt hatte und sie diese nur in einer der Kursstunden bei Silke hatte aufschnappen können. Gleichzeitig mit den vielen neuen Gebärden fing sie außerdem an zu sprechen. Die Gebärden schienen ihr zu helfen, einzelne Begriffe aus Sätzen heraus zu picken und diese zu sprechen. Auch mir halfen die Gebärden, um gewisse Worte, die wichtig waren, zu unterstreichen und auch, um Regeln aufzustellen.

Gebärden beim Kinderkarussell

Bei uns im Supermarkt um die Ecke steht ein Kinderkarussell und natürlich ist diese kostenlose Attraktion das Highlight für alle Kinder beim Einkaufen und mehr als einmal beobachtete ich, wie Eltern ihre heulenden Kinder vom Karussell zerren müssen. Nika liebt dieses Karussell ebenfalls und wenn sie nach der ersten Runde NOCHMAL gebärdet, gehe ich gern auf ihren Wunsch ein. Im Gegenzug gebärde ich dann aber auch irgendwann, dass sie langsam FERTIG werden soll. Wenn diese Gebärde als Signal für

Maus-babysignal-babyzeichensprache

Gebärde MAUS

ein Ende noch nicht ausreicht, steigere ich meine Ansage und zeige ihr deutlich, dass sie nun nur noch genau „EINMAL fahren darf und dass dann SCHLUSS“ ist. In dem Moment, wenn ich ihr diese wichtige Ansage mache, stelle ich erst einmal sicher, dass sie mich anschaut, damit es wirklich ankommt, was ich sagen möchte. Manchmal ist die Ablenkung so groß, dass ein gesprochenes Wort allein nicht ausreicht, um zu ihr durchzudringen. Durch mein eigenes klares Verhalten hatten wir kein einziges Mal Streit oder Tränen am Karussell. Sie kann sich mitteilen und sieht ihre Bedürfnisse ernst genommen und im Gegenzug akzeptiert sie das Ende, was ich mit meinen Worten und den Gebärden dazu klar ansage.

Gebärden beim Verabschieden (Oma / Kita)

Gebärden setze ich auch ein, wenn ich zur Arbeit gehe und mich von Nika verabschiede. Das erste Mal ließ ich sie bei ihrer Oma „alleine“. Ich habe gebärdet, dass ich jetzt ARBEITEN gehe und sie bei Oma SPIELT und wenn ich FERTIG bin, gehen wir beide nach HAUSE. Nika reagierte ganz ruhig und ohne Tränen: Ich bekam eine Umarmung und ein Tschüss Winken zum Abschied. Vor einem Monat, Nika ist jetzt 20 Monate alt, begann die Eingewöhnung in der Kita. Wir haben erneut sehr viel gebärdet und ich konnte auch ihre Erzieherin Marion mit ins Boot holen. Marion war sehr aufgeschlossen und bereit, sich die wichtigsten Gebärden wie NOCHMAL, SATT oder MÜDE zu merken, um mit Nika zusätzlich auch auf diese Weise zu kommunizieren. Jeden Morgen wiederholte ich zum Abschied, dass ich ARBEITEN gehe und wir zusammen nach HAUSE gehen, wenn ich FERTIG bin. Manchmal drehe ich mich an der Tür noch einmal um und gebärde ohne Worte und unauffällig, dass ich sie lieb habe. Das ist dann nur für uns.

Wie entwickelt sich Nika weiter? Wir werden hier im Adventskalender erneut von ihr berichten.

babySignal-adventskalender3Gewinnspiel:

Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Karina Jung aus Bonn in Nordrhein-Westfalen. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche Gebärde zeigt Nika auf dem oberen Bild?

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Karina Jung mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.