Die Adventszeit naht…

…wir sind in der Vorbereitung eines Adventskalenders für euch. Es wird ein Geschichten-Adventskalender mit vielen schönen, lustigen und niedlichen Erfahrungsberichten von Eltern, die mit ihren Kindern gebärden. Gut, dass Du den babySignal-Blog abonniert hast,  dann wirst Du nichts verpassen. Freu Dich mit uns auf die schöne Adventszeit mit unseren Kindern!

Das Team babySignal

 

 

Eltern über babySignal: Katrin

Katrin hat 2014 an einem Anfängerkurs bei babySignal-Kursleiterin Johanna Meyerding in Hamburg teilgenommen. Ihre Tochter Sara war zu Beginn des Kurses 8 Monate alt und fing gerade an zu krabbeln.

Außerdem hat Katrin eine Facebookgruppe zum Thema Babygebärden eröffnet, die mittlerweile über 460 Mitglieder hat.

Gruppe Babyzeichen

 

Die beliebte Facebook-Gruppe findet ihr unter dem Namen „Babygebärden – Babyzeichen“. Wenn ihr auch Lust auf Austausch mit Gleichgesinnten habt, könnt ihr gern Teil dieser Gruppe werden.

 

 

Liebe Katrin, vielen Dank, dass Du uns über Deine Erfahrungen mit babySignal berichten möchtest. Die interessanteste Frage stellen wir gleich zuerst: Was hat Dich dazu motiviert, diese Facebook-Gruppe zu eröffnen?

Ich tausche mich gerne mit anderen aus. Im Alltag, in Krabbelgruppen oder ähnlichem trifft man selten auf Familien, die Babygebärden nutzen, so dass dort selten dieser Austausch stattfinden kann. Ich bin in so vielen Facebook-Gruppen zu verschiedenen Themen, aber hauptsächlich zu Familie und Erziehung und mir fehlte eine Gruppe zum Thema Babygebärden. Ich wollte mehr erfahren, möchte Erzählungen lesen, wie es in anderen Familien funktioniert, Anregungen bekommen, welche Lieder, Reime usw. genutzt werden.

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Wie läuft es nach dem Kursbesuch mit dem Gebärden zu Hause?

Wir gebärden zu Hause nicht ganz so viel, wie ich es gerne würde. Oft habe ich die Hände gar nicht frei. Wir gebärden jedoch oft beim Singen, Wickeln oder Essen. Funktionieren tut es auf jeden Fall!

Du hast zu Anfang nur mit Hilfe des babySignal-Buches gelernt. Was war für Dich der Grund, doch noch am Eltern-Kind-Kurs teilzunehmen?

Wir haben mit dem Buch früh angefangen zu gebärden und, wenn dann wochen- oder monatelang kaum eine Reaktion kam, konnte das frustrierend bzw. demotivierend sein. Irgendwann ließ meine Motivation nach zu gebärden.

Ich bin jedem Kurs gegenüber anfangs skeptisch, weil ich immer dachte, ich wäre nicht so die „Kurs-Mama“. Unsere Kursleiterin Johanna war toll! Am Schönsten war es für mich, so viele nette Menschen kennenzulernen, mit denen ich sofort auf einer Wellenlänge war. Babygebärden sind schon etwas „extravagant“ und leider nicht alltäglich. Da war dieser Kurs wie eine kleine heile Welt!

Wie setzt Du zu Hause das Gebärden mit Sara um? Gibt es schon Gebärden-Favoriten bei Dir oder Deinen Töchtern?

Wir singen zu Hause sehr viel und auch meine große Tochter liebt Musik, deswegen ist das auf jeden Fall etwas, was wir leicht mit in den Alltag nehmen konnten. Wir gebärden jetzt begleitend zu Liedern – zumindest immer dann, wenn ich daran denke und die Gebärde kenne. Wir haben so unser Standardsortiment an Gebärden, die wir sehr häufig nutzen: WARTE, NOCHMAL, MUSIK, ESSEN, SCHLAFEN, ZU/NACH HAUSE. Also relativ alltägliche Dinge. Gebärden für Tiere werden auch immer beliebter, weil wir so viele Bücher haben, in denen Tiere vorkommen und Sara sehr gerne Bücher anguckt.

Eltern sind ja neugierig, wann sie Reaktionen ihrer Kinder erwarten können. Wann hat Sara zum ersten Mal auf eine Gebärde reagiert und wann hat sie selbst erste Gebärden verwendet?

Sara hat schon früh auf MILCH reagiert und ließ sich damit beruhigen, wenn sie hungrig war und ich die Flasche machen musste. Sie war da vielleicht vier Monate alt. Als sie dann am Tisch mitgegessen hat, wurde die Gebärde für ESSEN wichtig und sie hat neue Dinge erst dann in den Mund gesteckt, wenn ich Essen gebärdete! Ihre erste klar erkennbare Gebärde war passenderweise MUSIK. Da war sie ca. zehn Monate alt.

Es macht einfach Spaß, wie Sara mir zuhört und auf meine Hände achtet. Sie ist gerade in einer Phase, in der sie alles nachmacht, was man ihr zeigt und ich hoffe, dass sie dadurch vielleicht noch einen Sprung beim Gebärden macht.

Sara beginnt ja nun auch selbst zu sprechen: Wie war der Übergang von der Gebärde zur Sprache? Wie reagiert Dein Umfeld darauf, dass Du mit Deinem Kind gebärdest?

Sara ist jetzt zwölf Monate alt. Sie spricht bisher Mama, Papa, Alia, bitte und danke. Und für diese Wörter nutzt sie auch keine Gebärden. Meine Familie und meine Freunde finden es toll und spannend!

Bekannte sind oft skeptisch und ich wurde auch schon gefragt, ob mein Kind taub sei oder ob sie durch die Gebärden nicht später anfangen wird zu sprechen. Manchmal höre ich auch, dass Gebärden sinnlos seien, weil eine „gute Mutter“ ihr Kind auch ohne Gebärden versteht. Ich versuche aufzuklären, wenn ich merke, dass echtes Interesse da ist. Das ist aber oft nicht möglich.

Vielen Dank für die ausführlichen Antworten, liebe Katrin!

Wir wünschen euch weiterhin ganz viel Spaß mit dem Gebärden.