babySignal-Botschafterinnen berichten mehr

Hier folgen weitere Erfahrungsberichte unserer Botschafterinnen. Wir haben Eltern gefragt: Wann und wo zeigst Du Gebärden? Wann und wo zeigt Dein Kind Gebärden? Spricht Dein Kind?

Natali _Emily BotschafterinNatali: Seit Januar 2016 bin ich wieder voll berufstätig und mein Mann ist in Elternzeit. Ich verbringe innerhalb der Woche somit nur noch wenige Stunden am Tag mit unserer Tochter Emily (13 Monate), bevor sie zu Bett geht. Beim Bücher anschauen und spielen zeige ich ihr auch weiterhin viele TIERGEBÄRDEN oder das Zeichen für NOCHMAL und abends dann ZÄHNE PUTZEN. Morgens, wenn mein Mann und Emily mich an der Haustür verabschieden, zeige ich die Gebärde ARBEITEN und habe das Gefühl, Emily versteht, dass sie nun den ganzen Tag mit Papa verbringt. Emily bewegt ihre Hände ständig und sie zeigt auf Dinge. Eine richtige Gebärde konnte ich aber noch nicht erkennen. Derzeit spricht sie auch noch nicht. Ursprünglich hatte ich mir gewünscht, dass sie in der Krippe zeigen kann, dass sie essen bzw. trinken möchte. Das klappt noch nicht, aber ich bin dennoch froh, dass ich babySignal kennen gelernt habe. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Emily viel mehr aufnimmt und entspannter ist, wenn ich meine Worte mit Gebärden unterstreiche, als wenn ich ohne meine Hände nur mit ihr reden würde. Mein Mann findet Gebärden interessant, aber zeigt sie nicht aktiv. Emily brabbelt schon und einzelne Worte können wir bereits erahnen.

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Bilderbuch Babyzeichen (5,99 €)

Sarah-Anne: Unser Sohn Ben, inzwischen 18 Monate alt, zeigt sehr gerne Gebärden. Ungefähr zum Zeitpunkt als der babySignal-Anfängerkurs zu Ende ging, hat Ben ein riesen Fortschritt gemacht in seiner sprachlichen Entwicklung. Nicht nur die Gebärden, aber auch seine Sprache hat sich stark weiterentwickelt. Zu Weihnachten haben wir Ben ein Bilderbuch mit Gebärden geschenkt,

Das Buch wurde von Ben voller Begeisterung angenommen und in Momenten, wo Ben zuvor kaum geguckt hat, wenn ich Gebärden vorgemacht habe, forderte er mich nun geradezu auf, mir die Zeichen zu zeigen! Seitdem gucken wir dieses Buch regelmäßig an. Vorher habe ich sein Verständnis getestet und gefragt “wo ist”…. und habe dann z.B. das Zeichen für Hund gemacht. Er hat auf den Hund gezeigt und wusste also die Verbindung zwischen bestimmte Wörter und die dazu gehörende Gebärden, die er dann noch nicht gezeigt hat. Seit Anfang Februar 2016 zeigt er nun auch das Zeichen für Hund, obwohl er Anfang Dezember schon angefangen hatte „Wauwau“ für Hund zu sagen.

Eine Gebärde die ich häufig gemacht habe, aber aufgehört hatte zu machen war “fertig”. Bis Ben dieses Zeichen selber angefangen hat zu gebärden. Es ist jetzt Teil seines Alltags.

Ben spricht inzwischen circa 30 Wörter und Laute (Auto=Brrrrrr, Hund=Wauwau, Esel=Hiihaa) und Gebärdet Circa 15-20 Zeichen. Es gibt bestimmte Gebärden, die ich weniger benutze, vor allem zum Ablauf des Tages (Guten Morgen, schlafen, essen etc.) Da die Notwendigkeit nicht mehr da ist, weil Ben den Kontext von alle Sätze und Wörter schon sehr gut versteht. Da lassen wir es beim reden. Bei Sachen die er uns zeigen kann benutzen wir noch viel Gebärden zu den Wörtern: z.B. Pferd, Hund, Katze, Baum, an/aus, Flugzeug und Haus. Diese Woche hat wollte Ben mir zeigen, dass er die Warnblinker von einem Paketauto so toll fand, da hat er mich grinsend angeguckt uns die Zeigen für an und aus abwechselnd gemacht. Ich konnte ihn richtig ansehen, dass er Spaß daran hat, mir zu erzählen, was er gerade tolles gesehen hat, das war ein schöner Moment.

Ben hat Spaß daran Gebärden zu zeigen und zu sprechen. So wie es aussieht, werden die Gebärden unser Leben noch eine Weile begleiten. Sie sind in unserem Leben eine wertvolle Ergänzung auf die sprachliche Entwicklung von unserem Sohn und unsere Kommunikation mit ihm.

[Das Buch „Babyzeichen“ kann bestellt werden bei Vivian Burgarth, info@baby-haende.de, 5,99 € zzgl. Versandkosten 1,00 €]

KLotzJanine: Leider muss ich zugeben, dass die Gebärden bei uns ein wenig eingeschlafen sind. Das hat zum einen den Grund, dass ich die einzige war, die die Gebärden aktiv angewendet hat. Und zum anderen, der wahrscheinlich entscheidender Grund, ist, dass Lotta (16 Monate) überhaupt nicht drauf reagiert. Ja, sie liebt die Gebärde für KUH, wendet diese aber bei allem an, was ihr über den Weg läuft. Das müssen nicht einmal Tiere sein. Ich weiß, dass sie mehr kennt und kann, aber sie scheint ohne Gebärden wohl auch immer zu ihrem Ziel zu kommen. Ab und an wendet sie mal die Gebärde für AN und AUS an, aber das auch nicht regelmäßig. Sie weiß auch, wie man MÜDE oder SCHLAFEN zeigt, aber da sie nicht sonderlich interessiert am Schlafen ist, zeigt sie uns diese Gebärden natürlich auch nicht ;-). Diese angeblich typischen Kindergebärden NOCHMAL bzw. MEHR, findet sie gänzlich uninteressant. Obwohl ich sehr hinterher war, dass ich ihr bei jeder möglichen Situation die Gebärden dafür zeige, kam es bei ihr nicht an. Mit dem Sprechen ist es aber auch noch nicht so ganz dolle bei ihr. Sie fängt so langsam aber an. „Danke“ versucht sie zum Beispiel eher zu sagen, als zu gebärden. Ansonsten versuchte sie letzte Woche beim Schneefall „gnee“ zu sagen und hat dazu ein wenig mit den Händen zur Unterstützung dazu herumgewedelt. Also zusammenfassend,: Lotta kann mehr, als sie aktiv anwendet. Ich weiß allerdings nicht, wie ich sie vom Mehrwert überzeugen kann. Mal abwarten, wie es weitergeht bei uns.

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Buch babySignal, Kösel-Verlag (15,99 €)

Anna: Am meisten benutze ich die Gebärden FREUDE, FREUEN und DANKE. Diese beiden begleiten uns sehr intensiv und viel. Jolie (19 Monate) kommuniziert nun sehr viel mehr mit den Händen. Wenn sie etwas nicht möchte oder satt ist, dann streckt sie den Arm gerade von sich und hält die Hand aufrecht, so als würde sie sagen wollen: Halt, das reicht oder ich will nicht mehr. Ich bin so beeindruckt über diese nonverbale Kommunikation und sie drückt so genau aus, was sie will und was sie braucht. Durch Ihr Zeigen teilt sie mir mit, wenn sie etwas entdeckt hat oder wenn sie etwas haben möchte. Sie spricht dabei nach wie vor kaum. Wir verstehen einander derzeit noch gut ohne Worte. Ich liebe es, diese tiefe Verbindung mit ihr zu haben und genieße es sehr. Rückblickend auf den babySignal-Anfängerkurs finde ich, dass tolle Begriffe ausgewählt wurden, die ich gelernt habe. Am Ende des Kurses habe ich gestaunt wie viele Gebärden wir bereits konnten. Da wir sehr viel draußen sind, brauche ich allerdings noch viele weitere Gebärden (z. B.: Gras, Blätter, Laufen, Springen, Regen, Sonne, Mond, Sterne, Wind).  Ich merke bei mir einfach, dass ich noch mehr lernen mag und es mir nicht „reicht“. Daher werde ich gerne zu den Themenstunden von babySignal gehen, die meine Kursleiterin Barbara anbietet oder auch mal im Internet nach Gebärden suchen, beispielsweise bei www.spreadthesign.com.

Vielen Dank für eure Berichte. Wir wünschen euch allen weiterhin spannende und freudige Momente mit euren Kindern – ob mit oder ohne Gebärden und werden wieder nachfragen…

www.babysignal.de

Unsere Jubiläumsaktion im Herbst läuft an!

Zur Feier des 10. Jubiläums von babySignal bedanken wir uns bei Euch das ganze Jahr lang mit zahlreichen Specials, Events und Aktionen. In diesem Herbst/Winter 2015 geben wir unseren Kursteilnehmenden eine Stimme. Im gesamten Bundesgebiet waren wir auf der Suche nach babySignal-Botschafter/innen. Jetzt möchten wir Euch die ersten vier ausgewählten Kurseltern vorstellen.

Zur Aktion: Die Botschafterinnen dürfen kostenlos an einem mehrwöchigen Eltern-Kind Kurs von babySignal teilnehmen. Dafür berichten sie uns regelmäßig von Ihren Erfahrungen mit Gebärden, die Sie bei uns im Kurs und in der Zeit danach sammeln werden.

Was hat die Mütter motiviert, bei dieser besonderen Aktion mitzumachen?

Natali wird babySignal-Kurs in Kiel besuchen.

Natali wird babySignal-Kurs in Kiel besuchen.

Natali erfuhr erstmals in einem anderen Babykurs, dass es möglich ist, mit Babys über Gebärden zu kommunizieren. Da ihre Tochter Emily (8 Monate) Lieder, Fingerspiele und Reime liebt, vermutet sie, dass sie gemeinsam im babySignal-Kurs viel Spaß haben werden.

„Die Hoffnung ist natürlich da, dass Emily eines Tages die eine oder andere Gebärde ausführt, und auf diese Weise auch ihre Bedürfnisse mitteilt.“ Auch würde Natali sich wünschen, dass ihre Tochter sich den Erzieherinnen gegenüber mitteilen kann, wenn sie als Einjährige in die Krippe aufgenommen werden wird. Wir sind gespannt auf Euch! Natali wird vom 25. September – 13. November 2015, immer freitags um 10:00 Uhr, am babySignal-Anfängerkurs in Kiel (Schleswig-Holstein) bei Kursleiterin Maike Staack teilnehmen.

 

Petra

Petra besucht den babySignal-Kurs in Engen.

Petra freut sich schon sehr auf die gesellige Runde und den Spaß beim Erlernen der Gebärden und Lieder. Sie findet die Idee reizvoll, mit ihrem Sohn Felix mittels der Gebärden zu kommunizieren, bevor er sprechen kann. Felix kenne bereits ein paar Gebärden und verstehe diese, beobachtet Petra und ist dadurch besonders motiviert mehr darüber zu erfahren. Petra wird vom 28. Oktober – 02. Dezember 2015, immer mittwochs um 9:00 Uhr, am babySignal-Anfängerkurs in Engen (Baden-Württemberg) bei Kursleiterin Nicole Böger teilnehmen.

 

Finchen geht bald mit Mama zum babySignal-Kurs.

Finchen

Andrea ist gespannt, wie ihre Tochter Finchen die Gebärden aufnehmen wird. Bereits mit ihrem Sohn hat Andrea viele positive Erfahrungen mit Gebärden gesammelt: „Bereits nach wenigen Stunden hat Jonathan selbst begonnen, Gebärden zu benutzen und sich riesig gefreut, wenn wir darauf eingegangen sind.“ Auch heute noch zeigt er eine ganz besondere Gebärde, die es sich selbst ausgedacht hat: Er faltet seine Hände unter dem Kinn und wiegt sich hin und her. Damit sagt er: Ich habe dich so lieb! Wie es mit ihrer Tochter im Kurs und mit den Gebärden werde wird, ist noch offen. Finchen sei ein sehr lebendiges, aufmerksames Kind. Andrea: „Und wenn sie merkt, dass sie mit Gebärden ihren Willen noch besser ausdrücken oder sogar durchsetzen kann, so wird sie es bestimmt toll finden!“ Andrea wird vom 03. November – 08. Dezember 2015, immer dienstags um 10:00 Uhr, im Anfängerkurs in Schenefeld (Schleswig-Holstein) bei Kursleiterin Christel Jänicke teilnehmen.

Steffi

Steffi lebt mit ihrer kleinen Familie und ihrem Hund in Berlin-Friedrichshain. Zunächst hatte sie überlegt, sich ein Buch zum Thema Babygebärden zu kaufen. Doch dann entschied sie, sie könne mit ihrem Sohn die Gebärden wohl besser in einem Kurs lernen. Steffi beschreibt ihre Motivation babySignal-Botschafterin zu sein folgendermaßen: „Ich möchte mit meinem Sohn (7 Monate) gerne Babygebärden nutzen, um die Kommunikation zwischen uns zu intensivieren. Uns ist eine enge Bindung sehr wichtig und ich denke, dass eine gute Kommunikation dazu beiträgt.“ Steffi wird im Herbst einen babySignal-Anfängerkurs in Berlin bei Frauke Beling besuchen.

Genießt die Vorfreude auf Eure Kurse! Wir warten gespannt auf Eure Erfahrungsberichte!

Das Team der babySignal-Kursleiterinnen

www.babysignal.de

Eltern über babySignal: Nadine und Melissa

Nadine hat mit ihrer Tochter Melissa einen Anfänger- und einen Aufbaukurs, sowie die Themenstunde „Weihnachten“ bei unserer Kursleiterin Beate Mayer in Buxtehude besucht. Melissa war bei dem Anfängerkurs ungefähr ein halbes Jahr alt.

Liebe Nadine, die interessanteste Frage gleich zuerst: Hat es zu Hause mit dem Gebärden funktioniert? Wie viel wird bei euch gebärdet?

Ja, bei uns funktioniert das Gebärden sehr gut. Zu Anfang konnte Melissa natürlich noch nicht selbst gebärden, aber man merkte deutlich, dass sie uns häufig besser verstand, wenn wir begleitende Gebärden verwendeten. Wir gebärden Begriffe, die uns wichtig sind oder die Melissa sehr interessieren. Die aktiven Gebärden ändern somit auch ihre Häufigkeit. Wir nutzen derzeit ca. 20-30 Gebärden. Melissa zeigt jetzt mit 13 Monaten sechs Gebärden aktiv und testet auch mal neue.

Was war für Dich der Grund am babySignal-Kurs teilzunehmen?
Was hat Dich angesprochen, oder warst Du vielleicht sogar skeptisch?

Als Pädagogin hatte ich schon vor einigen Jahren mal von Babygebärden erfahren. Ich hatte mich dann schlau gelesen, weil ich mir das nicht so wirklich vorstellen konnte und beschlossen, es auf jeden Fall mit meinem Kind auszuprobieren. Skeptisch war ich nicht, ich ging allerdings mit der Motivation in den Kurs, es zu versuchen und wenn es nichts bringen würde, dann hätten wir wenigstens intensive Zeit miteinander gehabt und nette Eltern und Kinder kennengelernt. Mein Mann jedoch war sehr skeptisch und hat am Anfang auch nicht gebärdet. Mittlerweile gebärdet er fast noch mehr als ich! Wenn es ihm möglich war, begleitete er uns auch zum Kurs.

Wie bist Du zu Hause „an die Sache“ herangegangen? Wie hat Melissa die Gebärden aufgenommen?

Ich hatte keinen „Plan“, sondern habe einfach nach Gefühl Gebärden in unseren Alltag eingebaut. Kurz nach unserem Anfängerkurs gebärdete Melissa NOCHMAL. Wir waren total überrascht, denn sie war erst ca. 8 Monate. Es kam immer mal wieder eine Gebärde, meist ganz unerwartet. NOCHMAL hat sie danach nie wieder verwendet, was ich aber genauso in ihrer Sprachentwicklung beobachte: Sie probiert Gebärden oder Worte aus, um dann festzustellen, dass sie sie beherrscht und dann erstmal nicht weiter zu üben braucht. Wir haben aber drauf geachtet, dass ein Gleichgewicht zwischen für uns praktische und für sie interessante Gebärden besteht.

Melissa gebaerdet Kerze

Melissa gebärdet KERZE an ihrem 1. Geburtstag

Was macht euch am meisten Spaß beim Gebärden?

Wenn ich WARTE und MILCH gebärdete, wartete sie schon mit 8 Monaten geduldig, bis ich wieder kam. Das war genial und klappt noch heute (13 Monate) gut. Uns begeistert es jedes Mal wieder, wenn sie einem zeigt, was sie möchte oder entdeckt. Wenn wir unterwegs sind und sie einen Hund sieht, gebärdet sie BELLEN, häufig sogar bevor ich den Hund sehe. Oder wenn sie in einem Geschäft MUSIK gebärdet, wird einem erst dann die Hintergrundmusik bewusst, die wir Erwachsenen häufig gar nicht mehr wahrnehmen.

Wie reagiert euer Umfeld darauf, dass ihr mit Melissa gebärdet?

Am Anfang sind ALLE skeptisch. „Was soll das bringen?“, „Sie kann doch hören!“, „Ist das so ein neumodischer Kram?“. Melissa gebärdet AN/AUS, BELLEN, HEIß und HALLO/TSCHÜSS sehr ähnlich, so dass oft nur wir als Eltern die Unterschiede erkennen können. Für Außenstehende sieht es alles gleich aus, wofür wir dann belächelt werden. Wir aber ziehen es durch und lassen uns davon nicht verunsichern. Letztendlich wird jetzt sogar oft gefragt, was Melissa mit einer Gebärde meint oder wie man etwas Bestimmtes gebärden würde.

Hast Du noch eine Anekdote für uns zum Schluss?

Toll war es, als Melissa nach der babySignal-Themenstunde „Weihnachten“ zu Hause am Tisch vor dem Essen KERZE gebärdete. Und zwar jedesmal! Sie wollte, dass ich die Kerzen am Adventskranz anzünde. Ohne die Gebärde hätte ich wahrscheinlich nicht oder erst viel später verstanden, was sie möchte.

Vielen Dank für die interessanten Antworten, Nadine. Wir wünschen euch noch ganz viel Spaß beim Gebärden.

Der Klang der Worte

Viki und Anja (17 Monate) haben im Sommer 2013 am babySignal-Anfängerkurs in Seevetal teilgenommen. Zuletzt wurde hier von Anja in diesem Artikel berichtet.

Nun schreibt Viki Folgendes:

Anja erweitert unser Gebärden-Vokabular faszinierenderweise einfach mit festen, selbstkreierten Bewegungs- und Lautfolgen, wenn ihr etwas Wichtiges fehlt.

Im Musikkreis singen wir zum Beispiel oft das Lied vom Hampelmann. Seitdem ich ihr zu Hause dann mal ein Bild von einem Hampelmann gezeigt hatte, zeigt sie gezeichnete Menschen aller Art, in dem sie mit beiden Armen gewinkelt zweimal nach oben stößt und HmHm dazu sagt. Auf diese Art konnte sie mir neulich ein Haribo-Männchen im Supermarkt zeigen, dass ich nicht gesehen hatte. Nachdem sie das Zeichen so nachdrücklich wiederholte und zurück in die Richtung wollte, aus der wir kamen, sind wir suchen gegangen. Wir haben das Haribo-Männchen dann auf einem Karton gefunden, den sie mir ganz stolz zeigte und ihr Zeichen wiederholte.

Anja hat also nicht nur einzelne Zeichen gelernt, sondern ganz offensichtlich das Grundprinzip verstanden und erweitert es bei Bedarf, wenn sie merkt, dass ich es zu verstehen scheine.

Sie orientiert sich sich außerdem ganz klar auch am Laut der Worte selbst. Beim Buch der Raupe Nimmersatt kam sowohl bei der Abbildungen „Ei“ als auch bei „Eis“ am Anfang sofort ein begeistertes „EIN“-Zeichen – sie hat es halt mit dem ähnlichen Klang des Wortes in Verbindung gebracht (Gebärde für Licht „AN/AUS“). Aber auch bei der Frage morgens, ob sie ausgeschlafen hat, kam oft ein deutliches „AUS“-Zeichen. Da ist mir erst aufgefallen, dass „aus“ im Wort steckt. Ich fand es schon sehr beeindruckend, dass das Zeichen offenbar mit dem Wort an sich verknüpft wird und eben nicht „nur“ mit bestimmten Bildern oder Handlungen.

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Ich als ihre Kursleiterin bin baff. Viele unserer Kurskinder saugen die Handzeichen geradezu auf und verwenden sie selbst mit Elan und Freude. Aber dass ein Kind sich das ganze Prinzip derart zu Nutzen macht und selbständig erweitert, ist mir bisher auch noch nicht in der Form begegnet.

Ich freue mich immer wieder sehr über Geschichten meiner eigenen Kursteilnehmerinnen. Danke dafür!

Viele Grüße,

Susanne,

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Kursleiterin in Harburg & Seevetal

babySignal im Familienurlaub

babySignal-Kurse gibt es nicht nur an über 30 Kursorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern 8 Mal im Jahr auch als Urlaubskurs in den tollen „fam“-Familienhotels Lagant (Österreich) und Gorfion (Liechtenstein).

Dort bieten babySignal-Kursleiterinnen an fünf aufeinander folgenden Tagen kostenfreie Kurse für die Hotelgäste an. Der Vorteil für die Gäste: Der Kurs findet direkt vor Ort statt und kann ohne Anmeldung besucht werden. Und weil Urlaub ja vor allem entspannen soll, gibt’s auch keinen „Pflichttermine“, weil die einzelnen Stunden nicht aufeinander aufbauen. Was die meisten Eltern aber nicht davon abhält, trotzdem jedesmal dabei zu sein.

 

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Familienhotel Gorfion in Liechtenstein

Familienhotel Lagant in Österreich

Familienhotel Lagant in Österreich

Sie haben auch Lust auf Familienurlaub & babySignal in einem der beiden Hotels? Alle Termine für den Winter, Sommer und Herbst finden Sie auf unserer Homepage.

Nicht ohne mein Brötchen! (Christel)

Wie verblüffend schnell die Kleinsten schon kombinieren können, habe ich letztens wieder mal bei meiner Tochter (13 Monate) festgestellt.

Wir waren gerade im Supermarkt, als sie in ihrem Buggy erwachte und die Umgebung regelrecht „scannte“. Dem Moment, in dem erkannte, wo sie sich befand, folgte ein Laut der Entrüstung und die promte Gebärde für ESSEN.

Hätte ja sein können, dass ich ihr Brötchen für den Weg einfach vergesse!

Die Katze in der Leberwurst (Susanne)

Heute morgen beim Frühstück blickte Anton (20 Monate) auf seinen Teller mit Leberwurstbrotstückchen und gebärdete überzeugt KATZE. Ich fragte ihn, wo auf dem Teller die Katze zu sehen sei, denn die Abbildung darauf zeigt eigentlich eine Maus. Ich dachte natürlich, dass er auf die Schnurrbarhaare der Maus anspielen würde, aber er zeigte beharrlich auf ein Stückchen Brot gebärdete erneut KATZE und sagte dazu „Miau“ und „Nase“.

Ich stellte mich hinter ihn und versuchte zu sehen, was er sah. Und tatsächlich! Ein Brotstückchen zeigte -mit etwas Phantasie- das Profil eines Katzenkopfes mit einer Leberwurstnase. Anton war begeistert, ich war beeindruckt!

Und genau das ist für mich der Grund, warum ich mit Anton gebärde und der Beweis, dass babySignal den Alltag so bereichert! Wie sonst hätte er mir so unmissverständlich die Katze in der Leberwurst zeigen können?