Musik liegt in der Luft (Sabrina)

Anna hat eine neue Lieblingsgebärde – MUSIK.

Sie hört so gern Musik, ob von CD oder wenn ihr großer Bruder oder Mama singen. Und heute hat sie ganz klar gezeigt, dass ich doch mal eben das Radio in der Küche anschalten soll.

Sie saß auf dem Boden, zeigte hoch Richtung Radio – das sie nebenbei bemerkt gar nicht sehen konnte – und gebärdete MUSIK: mit beiden Händchen fröhlich auf und nieder und bei der rechten sogar mit hübsch ausgestrecktem Zeigefinger.

Gebärde MUSIK
Ich habe also das Radio angeschaltet, die Musik ging an und die Freude war unbeschreiblich: Sie strahlte mich an und wippte noch begeisterter mit beiden Armen.

Schön, wenn man verstanden wird und etwas selbst bewirken kann!

Einzelne Gebärden halten sich hartnäckig (Maren)

Paul ist jetzt fast genau 18 Monate alt und gebraucht mittlerweile nur noch einzelne Gebärden im Alltag. Er kann die meisten Dinge jetzt benennen und sich so allein mit gesprochener Sprache sehr gut mitteilen. Zu meiner großen Freude gibt es aber immer noch einige Gebärden, die sich hartnäckig halten und die er parallel zum Sprechen weiter zeigt. WEG und NOCHMAL sind zwei Gebärden, die er z.B. schon sehr lange und immer noch macht.

Paul kommentiert im Alltag gerne und häufig, wenn etwas (ein Stück Brot, sein Ball, sein Schnuller, ein Hund, …) oder jemand (der Papa, seine Oma, …) weg ist mit „ak“ und einem passenden Gesichtsausdruck. Und sehr oft noch zeigt er dazu die Gebärde WEG mit einer Hand oder beiden Händen. Ich denke das macht er dann, wenn er etwas besonders bekräftigen möchte.

Die Gebärde NOCHMAL setzt er dann zu seinem am Tag gefühlt an die 100 Mal gesprochenen „mal?“ oder „mal!“ ein, wenn er von etwas besonders begeistert ist. Das ist z.B. dann der Fall, wenn ihm beim Essen etwas besonders gut schmeckt, wenn draußen plötzlich ein Hubschrauber über uns hinwegfliegt oder wenn der Opa nochmal Klavierspielen sollPaul.

Paul kann damit sehr gut verdeutlichen und zeigen, wenn ihm etwas besonders wichtig ist oder ihn besonders begeistert, was ohne die Gebärden nicht so einfach und deutlich wäre. Und das ist einfach unglaublich schön zu beobachten!

Nicht ohne mein Brötchen! (Christel)

Wie verblüffend schnell die Kleinsten schon kombinieren können, habe ich letztens wieder mal bei meiner Tochter (13 Monate) festgestellt.

Wir waren gerade im Supermarkt, als sie in ihrem Buggy erwachte und die Umgebung regelrecht „scannte“. Dem Moment, in dem erkannte, wo sie sich befand, folgte ein Laut der Entrüstung und die promte Gebärde für ESSEN.

Hätte ja sein können, dass ich ihr Brötchen für den Weg einfach vergesse!

Paul und der Staubsauger (Maren)

Paul (mittlerweile knapp 17 Monate) mag es seit einiger Zeit überhaupt nicht mehr, wenn ich in unsere Wohnung sauge. Wenn er mittlerweile also mitbekommt, dass ich den Staubsauger hole, setzt er sich in angemessenem Sicherheitsabstand z.B. auf unser Sofa. Von dort aus gebärdet er dann energisch und ausdauernd mit beiden Händen FERTIG. Wenn ich dann wirklich fertig bin, gebärdet und sagt er bestimmt AUS bzw. „auuu!“.

Der Ofen ist heiß (Anne-Christin)

Unser Sohn ist jetzt 10 Monate und gebärdet seit einer Woche. U.a. auch „heiß“. Wir haben einen Ofen zu Hause und wir haben kein Gitter um den Ofen herum. Wir zeigen ihm immer die Gebärde „heiß“.

Seit einer Woche sitzt er vor dem Ofen und gebärdet „heiß“ und macht einen Bogen um den Ofen.

Vielleicht benötigen wir kein Gitter. Daran sieht man mal, was Gebärden bewirken.

Wir sind begeistert.