Wir konnten viel einfacher ihren Bedürfnissen nachkommen

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Adventskalender am 20. Dezember 2017

von Myriam (bei Hamburg).

Wir starten mit Gebärden

Als meine Tochter Jonna neun Monate alt war, haben wir mit BabySignal durch einen Kursbesuch angefangen. Zuerst hat Jonna sich die Gebärden interessiert angeguckt, aber noch nicht selber genutzt. Ich hatte allerdings von Anfang an das Gefühl, dass es ihr viel

Jonna-tatütata

tatütata

Spaß machte und sie begeistert schien, wenn sie von mir oder im Kurs mit Gebärden angesprochen wurde. Die erste eigene Gebärde war das Öffnen und Schließen der kleinen Faust für das Licht AN und AUS. Jonna nutzte sie hauptsächlich dafür, uns zu zeigen, dass Licht irgendwo AN ist oder sie gerne wollte, dass es AN gemacht wird. Mein Mann hat die Gebärden aus dem Kurs von mir kennengelernt, so dass wir diese beide in den Alltag eingebaut haben. Vor allem haben wir die Gebärden für Tiere genutzt, die uns beim Spazieren gehen über den Weg liefen oder in Büchern vorkamen. Ebenfalls viel und gern gezeigt haben wir die Gebärden für den Alltag, wie WICKELN, BADEN, ESSEN, TRINKEN, HEIß, SCHLAFEN oder ZUHAUSE.

Jonna zeigt uns viele Gebärden

Jonna war um die zwölf Monate alt, als die Gebärden nur so aus ihr heraus sprudelten. Jeder Hund, den wir auf der Straße trafen, wurde mit einem Klopfen auf den Kinderwagen (statt auf den Oberschenkel) kommentiert. Zudem wurde ESSEN und TRINKEN nun gezielt von ihr über eine Gebärde eingefordert. Das war für uns fantastisch, weil man dadurch viel einfacher ihren Bedürfnissen nachkommen konnte und genau wusste, was sie gerade brauchte. Ich denke, es hat uns so manche Träne erspart und uns allen einfach auch großen Spaß gemacht, bereits so früh so eng miteinander zu kommunizieren. Beim Spielen wusste Jonna nun auch wie sie mit der Gebärde NOCHMAL deutlich machen konnte, dass sie etwas nochmal erleben möchte. Wenn wir nach einem Ausflug dann wieder nach Hause kamen, sagte uns Jonna schon am Gartenzaun, dass wir ZUHAUSE sind: Sie formte ein Dach mit ihren beiden Händen, so wie wir es ihr gezeigt hatten.

Jonna-essen

Bis heute ist Jonnas absolute Lieblingsgebärde die Hand zum Mund: ESSEN! Damit hat sie kürzlich auch Oma beeindruckt. Wir waren mit dem Auto unterwegs, Oma saß neben Jonna und hat sonst eigentlich immer etwas zum Knabbern dabei. Dieses Mal leider nicht. Die Autofahrt über stupste Jonna ihre Oma immer wieder an und führte ihre Hand immer energischer zum Mund, um zu zeigen: “Oma, ich möchte etwas essen!“. Oma hatte natürlich schon häufig gesehen, wie wir mit Jonna gebärden, aber sie hatte sich bisher nicht so darauf eingelassen selber auch zu gebärden. Diese direkte und auch unmissverständliche Ansprache hat sie dann sehr beeindruckt.

Jonna spricht und gebärdet

Mittlerweile ist Jonna achtzehn Monate alt. Sie hat schon einen sehr großen Wortschatz, was uns sehr deutlich macht, dass die gesprochene Sprache in keinster Weise durch die Verwendung von einzelnen Gebärden verzögert wird. Je mehr Wörter Jonna sprechen kann, umso mehr geraten die Gebärden in den Hintergrund. Vor allem bei Wörtern, die Jonna noch schwierig auszusprechende findet, kommuniziert sie weiterhin durch Gebärden. So flattert Jonna immer wild mit einer Hand durch die Luft, wenn sie einen SCHMETTERLING sieht. Wenn in der Ferne eine Sirene zu hören ist, dreht sie die nach oben geöffnete Hand hin und her für TATÜTATA und sie ruft laut „Tata“. Nach dem

Jonna-pipi

Jonna muss mal..

Abendessen fuchtelt sie mit den Händen am Oberkörper auf und ab und ruft begeistert: „baja“: „Jetzt gehen wir baden!“ Ich erlebe auch immer wieder Situationen, in denen Jonna neue Wörter spricht, die ich nicht sofort verstehe. Dann versucht sie es mit der Gebärde oder einer Gestik. Ich habe oft das Gefühl, dass die Gebärden Jonna gezeigt haben, dass es neben der Sprache noch einen anderen Weg gibt, zu kommunizieren. Sie wendet diese Möglichkeit oft und gerne an. Von den Menschen um uns herum höre ich öfter, dass ihnen auffällt, dass Jonna sehr gut ihre Bedürfnisse deutlich machen kann und eine ganz tolle Art hat zu kommunizieren. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und die tollen Momente, die wir mit Jonna durch BabySignal erleben.

Gewinnspiel:

Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Christel Jänicke aus Schenefeld bei Hamburg. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche babySignal-adventskalender20Gebärde zeigt Jonna auf dem oberen Bild?

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Christel Jänicke mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

 

 

 

 

 

 

Bei dem einen Foto von Jonna, auf dem ein Rucksack vor ihr liegt und sie ESSEN gebärdet, vermutet sie in dem Rucksack etwas zu essen, vielleicht möchstest du das in die Bildunterschrift einbauen..

 

Mama versteht mich!

Adventskalender am 14. Dezember 2017

von Nadja (Niedersachsen).

Wir besuchten eine babySignal-Kurs als Julie zehn Monate alt war. Gebärden, die sie wichtig fand, schien sie schnell zu verstehen. Durch den Kurs habe ich beim Hände und Mund waschen etwas verändert, denn bis dahin war es eigentlich immer ein Drama gewesen. Als ich Julie nun mit Gebärden ankündigte, was ich vor hatte, strahlte sie mich förmlich an. Das war für mich auch der ausschlaggebende Punkt am Thema Gebärden dran zu bleiben und nicht aufzugeben.

babysignal-babyzeichensprache-kindergebaerdenNach jeder Kursstunde habe ich nachmittags meine große Tochter Ava die neu gelernten Tiergebärden raten lassen. Das hat uns allen Spaß gemacht und ich konnte mir dadurch die gelernten Handbewegungen noch besser merken. Was ich an dem Kurs auch sehr toll fand fand: Die Kursleiterin konnte oft erklären, wie die Gebärde entstanden ist oder uns eine Eselsbrücke anbieten. Es half mir sehr, mir die Dinge zu merken, was dank „Stilldemenz“ ja nicht immer so einfach ist.

Mittlerweile ist Julie 15 Monate und sie hat in letzten beiden Monaten einen riesigen Sprung in ihrer Entwicklung gemacht. Sie hat auch gemerkt, dass sie mir mit ihren kleinen Händen ganz bewusst etwas mitteilen kann! Es hat förmlich Klick bei ihr gemacht. Wir haben uns angesehen und sie hat es bei mir gesehen: Mama versteht mich! Wir haben vor Freude um die Wette gestrahlt.

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Besonders gut klappt es beim Essen. Julie kommt in die Küche gerannt, deutet zu den Reiswaffeln und zeigt NOCHMAL, NOCHMAL und möchte mehr Essen. Auch am Tisch klappt es viel besser, wenn ich ihr nicht nur sage, es wird gegessen, sondern es ihr auch mit Gebärden zeige.

Richtig viel Spaß haben wir beim Tierbücher angucken, da zeigt sie mir ganz aufgeregt die Tiere und erzählt schon, was sie weiß. Meistens begleitet sie ihre Gebärden mit den entsprechenden Tierlauten. Sie schaut auch mich ganz interessiert an, welche Gebärde ich zu welchem Tier zeige.

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Ganz stolz versucht Julie aktuell SCHMETTERLING und SCHAF  zu gebärden. Es sieht süß und lustig aus, wie sie dabei ihre Händchen verknotet. Bei vielen Tieren muss ich sie allerdings vertrösten, wenn sie mich mit fragenden Augen anschaut, denn zu Krake und Zebra fällt mir leider auch nichts mehr ein. Ava (jetzt 4 Jahre) freut sich ebenfalls enorm, wenn Julie gebärdet und sie sich verstehen. Bisher ist unser Vokabelrepertoire noch sehr auf Spaß fürs Kind beschränkt. Da es aber so gut läuft und ich immer mehr merke, wie mitteilungsbedürftig meine Kleine ist, werden wir auch weiterhin neue Gebärden lernen.

Gewinnspiel:

Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Sandra Ott aus Buchholz i.d.N. in Niedersachsen. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche Gebärde versucht Julie aktuell zu gebärden?babySignal-adventskalender14

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Sandra Ott mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

 

 

Unsere Tochter kommuniziert so mühelos mit uns

Lucy5-babyzeichen-sprache-dresdenAdventskalender am 10. Dezember 2017

von Henriette (Dresden).

Unsere Tochter Lucy ist unser erstes Kind, also ganz klar Mamas und Papas kleine Prinzessin. Als junge Mutter informierte ich mich über Kursangebote, die es ja mittlerweile in Hülle und Fülle gibt und eine ganze Bandbreite von Möglichkeiten abdecken. Eines Tages fiel mir ein Flyer über Gebärden für Babys in die Hand. Als mich dann noch eine andere Mutter fragte, ob ich Interesse an genau so einer Schnupperstunde habe, fiel mir die Entscheidung leicht und wir meldeten uns gemeinsam an. Wir gingen also mit unseren ca. zehn Monate alten Babys zur Schnupperstunde bei babySignal-Kursleiterin Josephine Schütze. Ich war mit der Kursleiterin direkt auf einer Wellenlänge und meine Tochter mit den tollen Kuscheltieren, die wir beim gemeinsamen Singen kennenlernten. Es war schnell klar: Wir werden Teilnehmende dieses Kurses.

Nun stand mir mein Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag bevor und ich übergab die Kursteilnahme an Lucys Papa. Jede Woche zogen die beiden nun los und mein Mann zeigte mir enthusiastisch die neu gelernten Gebärden. Lucy konnte relativ schnell PAPA Lucy3-babyzeichen-sprache-dresdenzeigen, was meinen Mann wahrscheinlich immer wieder motivierte weitere Gebärden anzuwenden. Ich bekam regelmäßig Rüffel von ihm, aufgrund meiner angeblichen ‚Gebärdenfaulheit‘. Ich muss zugeben, dass es mir neben den „Nachtschichten“ mit bedürftigem Kind und dem erneuten Arbeitsalltag schwer fiel, mich zu motivieren. Dazu kam, dass Lucy zwar fleißig PAPA und an einem guten Tag auch mal MAMA zeigte, aber das war es dann auch schon.

Im Alter von knapp dreizehn Monaten kam der Durchbruch bei Lucy. Sie konnte mittlerweile recht sicher laufen und wir hatten das Gefühl nun sind Kapazitäten für andere Dinge frei. Es kam das Zeichen NOCHMAL – ihr Favorit bis heute. Ganz stolz schickte ich der Kursleiterin ein Video von uns. Wenn sich der kleine ausgestreckte Zeigefinger mit Hand dreht, ist dies ein unmissverständliches Zeichen und egal, wie einem die Arme selbst schon schmerzen, man kann nicht widerstehen und unsere kleine Prinzessin wird NOCHMAL und NOCHMAL hoch in die Luft geworfen.

Mittlerweile ist Lucy sechzehn Monate alt und beherrscht eine Vielzahl von Gebärden – vor allem die Tiergebärden haben es ihr angetan. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist es, ein Lucy2-babyzeichen-sprache-dresdenBUCH anzuschauen, eine Handbewegung die mittlerweile auch Oma und Opa in Fleisch und Blut übergegangen ist. Wenn man den Wunsch ignoriert, wird unsere Tochter richtig beharrlich, sie sucht die Aufmerksamkeit und dann bewegen sich ihre Händchen, sodass man es nicht ignorieren kann. Toll ist: Das Buch angucken ist keine einseitige Sache. Lucy teilt uns durch Gebärden mit, was sie selbst auf den Seiten sieht.

Andere Eltern sind meist total begeistert, wenn sie sehen, wie unsere kleine Tochter so mühelos mit uns kommuniziert und wir fragen uns ehrlich gesagt, wie sich Eltern mit ihren Kindern in dem Alter ohne Gebärden verständigen.

Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man versteht, was das eigene Kind, das noch nicht sprechen kann, mitteilen möchte und wir staunen jeden Tag aufs Neue, wie umfangreich das ist. Alles in allem sind wir begeistert und können Gebärden nur weiterempfehlen.

Gewinnspiel:

Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Josephine Schütze aus Dresden. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche Gebärde zeigte Lucy als Erstes?

babySignal-adventskalender10Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Josephine Schütze mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

Unsere Tochter brachte in der Kirche mit der Gebärde MUSIK alle zum Lachen

Orgel

Adventskalender am 5. Dezember 2017

von Ina (Berlin).

Bis zu dem Moment, als eine Freundin mir vom babySignal-Kurs erzählte, hatte ich noch nie etwas von dieser Idee mit Kindern einfach so zu gebärden gehört. Ich las mir zunächst Erfahrungsberichte von anderen Eltern durch und war sofort davon begeistert, mit meiner Tochter Mali auch so früh kommunizieren zu können.

Rückblickend kann ich nun sagen, dass der Kurs bei Tina Richter für uns der wertvollste Babykurs gewesen ist, den ich mit meiner Tochter besucht habe – und es waren einige Kurse, die wir mitgemacht haben. Es hat uns so viel Spaß gemacht hat, dass wir den Kurs sogar wiederholt haben.

Fische

Mali gebärdet FISCH

Nach den Kursstunden zeigte ich die neu gelernten Gebärden meinem Mann, der uns dabei voll unterstützte, die Gebärden im Alltag zu zeigen. Für unsere Tochter war das, glaube ich, eine gute Sache. Auch die Großeltern gebärden inzwischen schon etwas für Mali und singen und gebärden z.B. „Alle meine Entchen“ über einen Videoanruf. Besonders gefreut hat es mich, als meine Schwiegermutter vor ein paar Monaten sagte, dass sie jetzt den Sinn verstanden hat, warum wir das mit Mali machen. Sie könne ja schon so viel „erzählen“.

Mit 9 Monaten zeigte Mali ihre erste Gebärde WAU-WAU als sie einen Hund beim Spaziergang sah. Von da an ging alles rasend schnell. MUSIK, NOCHMAL, ETWAS DREHT SICH, TRINKEN, ETWAS IST WEG, AN, AUS und NOCHMAL waren nur einige ihrer Lieblingsgebärden.

Die Gebärde für MUSIK zählt zu unseren Highlights. Während einer kirchlichen Trauung lauschten alle Gäste ganz ruhig einem Orgelstück… nur die kleinen Hände unserer Tochter wirbelten wie ein Dirigent mit vollem Schwung hin und her für die Gebärden MUSIK. Sie brachte mit ihrer Begeisterung alle zum Lachen.

Inzwischen, Mali ist jetzt 15 Monate alt, begleiten uns die Gebärden den ganzen Tag. Morgens ruft Mali „Mama“ und zeigt dazu eindringlich die Gebärde für MILCH. Danach gebärdet sie TRINKEN und meint damit, sie möchte einen Becher Wasser. Anschließend geht es zum Wickeln. Ich kündige es mit der Gebärde an – allerdings stößt es in letzter Zeit nicht auf Gegenliebe. Sie klopft sich auf den Unterbauch und sagt NEIN. Während der Mahlzeiten zeigt sie beispielsweise, ob sie lieber GURKE oder lieber TOMATE, lieber APFEL oder ERDBEEREN essen möchte.

Gerade zu Beginn war es Mali sehr anzumerken, wie sehr sie sich freut, wenn sie von uns verstanden wurde. Wir haben wiederholt die Musik angemacht und mit ihr getanzt, wenn sie MUSIK gebärdet hat. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir durch die Gebärden ganz viele Wutausbrüche verhindern können, weil wir unsere Tochter durch die Gebärden schneller verstehen können. Natürlich nicht alle – schön wäre es – aber einige.

Arbeiten

Fäuste übereinander: ARBEITEN

Vor einiger Zeit hat sie immer wieder eindringlich die Gebärde für WASSER gezeigt, obwohl sie ihren vollen Trinkbecher in der Hand hielt. Ich brauchte einen Moment, bis ich verstand, dass das Wasser nicht rauskam, obwohl sie daran sog.

Durch die Gebärden ist es für mich leichter, die nächsten Schritte anzukündigen. Auf dem Spielplatz sind Schaukel und Rutsche gerade der Renner. Nach gefühlten eintausend Mal rutschen oder schaukeln, sage ich ihr „Du kannst doch EINMAL rutschen, dann sind wir FERTIG und gehen nach Hause.“ Das findet sie dann zwar trotzdem blöd, aber es kommt nicht so plötzlich für sie das wir gehen.

Geht Malis Papa zur Arbeit, verabschiedet er sich u.a. auch mit der Gebärde für ARBEIT. Seit ein paar Wochen klopft sie nun auch ihre Fäuste aufeinander und weiß, dass ihr Papa nun bis abends nicht da ist.

Hase

Gebärde für HASE

Bücher gemeinsam zu betrachten macht viel Freude. Manchmal schnappt sie sich auch allein ein Buch aus dem Regal, blättert und zeigt die Gebärden für viele Tiere. Es ist so niedlich, wenn sie da auf ihrem Teppich sitzt und mit den Händen Hasenohren formt und damit wackelt oder sich für das Eichhörnchen auf die Wangen klatscht.

Bei ihren ersten Gebärden haben wir kurz überlegen müssen, ob es eine Gebärde ist oder ein Zufall. Nun werden ihre Zeichen immer genauer. Auch kompliziertere Gebärden wie SCHMETTERLING und SCHILDKRÖTE versucht sie nun. Interessant finde ich, dass ich ihr manche Gebärden von Anfang an ständig gezeigt habe und sie diese bis heute nicht benutzt: Mama, Papa, Brot oder Brötchen. Andere zeigte ich nur ab und zu und plötzlich benutzte Mali sie. Etwas ist WEG habe ich ihr nur ein paar Mal gezeigt und auf einmal nimmt die kleine Madame einen Legostein, steckt ihn zwischen die Bettritze, gebärdet WEG und grinst mich breit und auffordernd an. Seitdem gehört das Versteckspiel fest zu unserem Tagesablauf. Das Spiel geht überall: ob auf dem Wickeltisch, im Wartezimmer oder ob die Tomate beim Essen unter dem Pullover versteckt wird.

Beim Spaziergang können wir uns schon richtig unterhalten. Mali zeigt uns unterwegs Blumen, Bäume, Windräder, die in Blumenkästen auf Balkonen stecken, Hunde, Autos, Busse, Ampeln und vieles mehr.

Autofahren war bei uns zwischenzeitlich echt schwierig. Jetzt hat sie eine tolle neue Beschäftigung. Bei jeder Ampel zeigt sie an, ob die Ampel grün ist oder rot. Das kann ein Kleinkind im Berliner Straßenverkehr schwer beschäftigen.

Wir sind schon sehr gespannt, wie es weitergeht. Mali zeigt mit ihren 15 Monaten insgesamt schon 93 Gebärden und sagt neun Wörter (Mama, Papa, Hadjo oder Hei für Hallo, Püppi, Baby, Pipi, Maai für Mali, Nein, Ja) und macht einige Tiergeräusche nach. Kennen wir ein wichtiges Wort nicht, gucken wir es schnell in einer App (Spread the sign) oder im babySignal-Buch nach.

Gewinnspiel:

babySignal-adventskalender5Möchten Sie mit Ihrem Kind auch einen babySignal-Moment erleben? Dann machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Einzelstunde mit Kursleiterin Tina Richter aus Berlin. Beantworten Sie dazu die folgende Frage: Welche Gebärde zeigt Mali auf dem oberen Bild?

Die Antwort senden Sie noch heute bis 24:00 Uhr, per E-Mail an Tina Richter mit dem Stichwort: “Geschichten-Adventskalender”. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Anschrift anzugeben. Die Gewinner/innen werden anschließend per E-Mail informiert.

Gemeinsam singen und dazu gebärden

mit Kinderliedermacher Robert Metcalf

In den kommenden Wochen werden Videoclips bei YouTube veröffentlicht, in denen Kinderliedermacher Robert Metcalf und ich, Wiebke Gericke (Gründerin von babySignal) zu sehen sind. Wir singen ausgewählte Songs seiner Liederreihe für 1- bis 3-jährige und begleiten diese mit einigen Gebärden.

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Was ist die Botschaft unserer Videoclips?

Wir haben Spaß am Singen und Freude am Gebärden – das passt beides auch noch klasse zusammen und lädt zum Nachmachen ein. Wir möchten mit unseren Videoclips eine Freude machen und noch mehr Menschen begeistern, Gebärden zu lernen. Wir nutzen Gebärden aus der Deutschen Gebärdensprache (DGS) und keine ausgedachten Zeichen. Das ist uns wichtig.

Robert Metcalf: „Es geht bei diesen Clips nicht um die Perfektion der Ausführungen oder um das synchrone Mitsingen. Es geht darum, Freude an den Gebärden zu haben und andere anzustecken! Gebärden sind nicht nur eine wunderbare Ergänzung, sondern bereichern auch die Lieder mit einer eigenen Ästhetik.“

Können gehörlose Kinder auch von den Videos profitieren?

Wir wissen es nicht. Die Videos haben wir mit Untertiteln bei YouTube hochgelfotoichbineinekatze4aden. Sie sind auf diese Weise barrierefrei, ABER: Würden wir Lieder für gehörlose Kinder produzieren, so hätten wir es anders machen müssen. Die Gebärdensprache hat eine eigene Grammatik. Weder haben wir die Grammatik, noch den Rhythmus übersetzt. Bei der Produktion haben wir an Erwachsene gedacht, die die Musik wahrnehmen können. Die Videos sollen für Interessierte wie ein Nachschlagewerk genutzt werden können. Lassen wir uns überraschen. Wir freuen uns über Feedback.

Wie kam es zu den Aufnahmen?

Robert Metcalf:

robert_13x18_0108„In den letzten Jahren habe ich vereinzelt Elemente der Gebärdensprache für mich entdeckt und in meinen Kinderliedern eingesetzt. Nun hatte ich das Bedürfnis, etwas konsequenter Gebärden anzuwenden – und so fragte ich Wiebke Gericke, ob sie Interesse an einer Zusammenarbeit hätte. Wir haben uns in den Räumen von babySignal in Hamburg zusammengesetzt und uns mehrere Lieder von meinen „Ich bin 1…2…3…“ CD´s vorgenommen. Wiebke macht vor, ich bin der Schüler. Gelingt die Gebärde beim ersten Mal nicht? Noch mal versuchen! Text nicht richtig gesungen? Noch mal von vorne: Klappe, die 3!“

Wiebke Gericke:

bildschirmfoto-2016-10-29-um-08-21-40„Lieder singen und dazu gebärden macht mich glücklich! Zusätzlich finde ich Robert´s Musik einfach toll und habe schon vor vielen Jahren zu einigen seiner Lieder gebärdet. Neulich als wir uns in Hamburg für die Videoaufnahmen trafen, haben wir die Lieder ausgewählt und spontan ausprobiert, wie sich die Gebärden passend anfühlen. Selbstverständlich könnte man die Gebärden auch anders auswählen. Wir möchten nur einen Impuls geben. Wenn es einem zu viele Gebärden sind, so kann man einfach weniger zeigen.“

Wo findet man unsere Videos?

Hier im YouTube-Kanal von babySignal: Playlist Robert Metcalf & Wiebke Gericke

Wir veröffentlichen insgesamt sechs Videos im Zeitraum Oktober/November/Dezember 2016. Wer kein Video verpassen möchte, abonniere einfach den YouTube-Kanal.

CD-Tipp von Wiebke Gericke: „Ich möchte diese CD´s ausdrücklich allen Eltern mit Kleinkindern empfehlen – sie sind wunderschön!“ 

Link zum Webshop von Robert Metcalf: Shop Liederladen

Die Songs sind auf diesen beiden CD´s zu finden:

Ich bin 1 – das ist meins! (12,99 Euro)Bildschirmfoto 2016-10-28 um 18.46.23.png

Ich bin 2 und schon dabei! (12,99 Euro)

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babySignal-Botschafterinnen berichten mehr

Hier folgen weitere Erfahrungsberichte unserer Botschafterinnen. Wir haben Eltern gefragt: Wann und wo zeigst Du Gebärden? Wann und wo zeigt Dein Kind Gebärden? Spricht Dein Kind?

Natali _Emily BotschafterinNatali: Seit Januar 2016 bin ich wieder voll berufstätig und mein Mann ist in Elternzeit. Ich verbringe innerhalb der Woche somit nur noch wenige Stunden am Tag mit unserer Tochter Emily (13 Monate), bevor sie zu Bett geht. Beim Bücher anschauen und spielen zeige ich ihr auch weiterhin viele TIERGEBÄRDEN oder das Zeichen für NOCHMAL und abends dann ZÄHNE PUTZEN. Morgens, wenn mein Mann und Emily mich an der Haustür verabschieden, zeige ich die Gebärde ARBEITEN und habe das Gefühl, Emily versteht, dass sie nun den ganzen Tag mit Papa verbringt. Emily bewegt ihre Hände ständig und sie zeigt auf Dinge. Eine richtige Gebärde konnte ich aber noch nicht erkennen. Derzeit spricht sie auch noch nicht. Ursprünglich hatte ich mir gewünscht, dass sie in der Krippe zeigen kann, dass sie essen bzw. trinken möchte. Das klappt noch nicht, aber ich bin dennoch froh, dass ich babySignal kennen gelernt habe. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Emily viel mehr aufnimmt und entspannter ist, wenn ich meine Worte mit Gebärden unterstreiche, als wenn ich ohne meine Hände nur mit ihr reden würde. Mein Mann findet Gebärden interessant, aber zeigt sie nicht aktiv. Emily brabbelt schon und einzelne Worte können wir bereits erahnen.

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Bilderbuch Babyzeichen (5,99 €)

Sarah-Anne: Unser Sohn Ben, inzwischen 18 Monate alt, zeigt sehr gerne Gebärden. Ungefähr zum Zeitpunkt als der babySignal-Anfängerkurs zu Ende ging, hat Ben ein riesen Fortschritt gemacht in seiner sprachlichen Entwicklung. Nicht nur die Gebärden, aber auch seine Sprache hat sich stark weiterentwickelt. Zu Weihnachten haben wir Ben ein Bilderbuch mit Gebärden geschenkt,

Das Buch wurde von Ben voller Begeisterung angenommen und in Momenten, wo Ben zuvor kaum geguckt hat, wenn ich Gebärden vorgemacht habe, forderte er mich nun geradezu auf, mir die Zeichen zu zeigen! Seitdem gucken wir dieses Buch regelmäßig an. Vorher habe ich sein Verständnis getestet und gefragt “wo ist”…. und habe dann z.B. das Zeichen für Hund gemacht. Er hat auf den Hund gezeigt und wusste also die Verbindung zwischen bestimmte Wörter und die dazu gehörende Gebärden, die er dann noch nicht gezeigt hat. Seit Anfang Februar 2016 zeigt er nun auch das Zeichen für Hund, obwohl er Anfang Dezember schon angefangen hatte „Wauwau“ für Hund zu sagen.

Eine Gebärde die ich häufig gemacht habe, aber aufgehört hatte zu machen war “fertig”. Bis Ben dieses Zeichen selber angefangen hat zu gebärden. Es ist jetzt Teil seines Alltags.

Ben spricht inzwischen circa 30 Wörter und Laute (Auto=Brrrrrr, Hund=Wauwau, Esel=Hiihaa) und Gebärdet Circa 15-20 Zeichen. Es gibt bestimmte Gebärden, die ich weniger benutze, vor allem zum Ablauf des Tages (Guten Morgen, schlafen, essen etc.) Da die Notwendigkeit nicht mehr da ist, weil Ben den Kontext von alle Sätze und Wörter schon sehr gut versteht. Da lassen wir es beim reden. Bei Sachen die er uns zeigen kann benutzen wir noch viel Gebärden zu den Wörtern: z.B. Pferd, Hund, Katze, Baum, an/aus, Flugzeug und Haus. Diese Woche hat wollte Ben mir zeigen, dass er die Warnblinker von einem Paketauto so toll fand, da hat er mich grinsend angeguckt uns die Zeigen für an und aus abwechselnd gemacht. Ich konnte ihn richtig ansehen, dass er Spaß daran hat, mir zu erzählen, was er gerade tolles gesehen hat, das war ein schöner Moment.

Ben hat Spaß daran Gebärden zu zeigen und zu sprechen. So wie es aussieht, werden die Gebärden unser Leben noch eine Weile begleiten. Sie sind in unserem Leben eine wertvolle Ergänzung auf die sprachliche Entwicklung von unserem Sohn und unsere Kommunikation mit ihm.

[Das Buch „Babyzeichen“ kann bestellt werden bei Vivian Burgarth, info@baby-haende.de, 5,99 € zzgl. Versandkosten 1,00 €]

KLotzJanine: Leider muss ich zugeben, dass die Gebärden bei uns ein wenig eingeschlafen sind. Das hat zum einen den Grund, dass ich die einzige war, die die Gebärden aktiv angewendet hat. Und zum anderen, der wahrscheinlich entscheidender Grund, ist, dass Lotta (16 Monate) überhaupt nicht drauf reagiert. Ja, sie liebt die Gebärde für KUH, wendet diese aber bei allem an, was ihr über den Weg läuft. Das müssen nicht einmal Tiere sein. Ich weiß, dass sie mehr kennt und kann, aber sie scheint ohne Gebärden wohl auch immer zu ihrem Ziel zu kommen. Ab und an wendet sie mal die Gebärde für AN und AUS an, aber das auch nicht regelmäßig. Sie weiß auch, wie man MÜDE oder SCHLAFEN zeigt, aber da sie nicht sonderlich interessiert am Schlafen ist, zeigt sie uns diese Gebärden natürlich auch nicht ;-). Diese angeblich typischen Kindergebärden NOCHMAL bzw. MEHR, findet sie gänzlich uninteressant. Obwohl ich sehr hinterher war, dass ich ihr bei jeder möglichen Situation die Gebärden dafür zeige, kam es bei ihr nicht an. Mit dem Sprechen ist es aber auch noch nicht so ganz dolle bei ihr. Sie fängt so langsam aber an. „Danke“ versucht sie zum Beispiel eher zu sagen, als zu gebärden. Ansonsten versuchte sie letzte Woche beim Schneefall „gnee“ zu sagen und hat dazu ein wenig mit den Händen zur Unterstützung dazu herumgewedelt. Also zusammenfassend,: Lotta kann mehr, als sie aktiv anwendet. Ich weiß allerdings nicht, wie ich sie vom Mehrwert überzeugen kann. Mal abwarten, wie es weitergeht bei uns.

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Buch babySignal, Kösel-Verlag (15,99 €)

Anna: Am meisten benutze ich die Gebärden FREUDE, FREUEN und DANKE. Diese beiden begleiten uns sehr intensiv und viel. Jolie (19 Monate) kommuniziert nun sehr viel mehr mit den Händen. Wenn sie etwas nicht möchte oder satt ist, dann streckt sie den Arm gerade von sich und hält die Hand aufrecht, so als würde sie sagen wollen: Halt, das reicht oder ich will nicht mehr. Ich bin so beeindruckt über diese nonverbale Kommunikation und sie drückt so genau aus, was sie will und was sie braucht. Durch Ihr Zeigen teilt sie mir mit, wenn sie etwas entdeckt hat oder wenn sie etwas haben möchte. Sie spricht dabei nach wie vor kaum. Wir verstehen einander derzeit noch gut ohne Worte. Ich liebe es, diese tiefe Verbindung mit ihr zu haben und genieße es sehr. Rückblickend auf den babySignal-Anfängerkurs finde ich, dass tolle Begriffe ausgewählt wurden, die ich gelernt habe. Am Ende des Kurses habe ich gestaunt wie viele Gebärden wir bereits konnten. Da wir sehr viel draußen sind, brauche ich allerdings noch viele weitere Gebärden (z. B.: Gras, Blätter, Laufen, Springen, Regen, Sonne, Mond, Sterne, Wind).  Ich merke bei mir einfach, dass ich noch mehr lernen mag und es mir nicht „reicht“. Daher werde ich gerne zu den Themenstunden von babySignal gehen, die meine Kursleiterin Barbara anbietet oder auch mal im Internet nach Gebärden suchen, beispielsweise bei www.spreadthesign.com.

Vielen Dank für eure Berichte. Wir wünschen euch allen weiterhin spannende und freudige Momente mit euren Kindern – ob mit oder ohne Gebärden und werden wieder nachfragen…

www.babysignal.de

Botschafterinnen von babySignal berichten weiter

Nachdem wir im babySignal-Jubiläumsjahr (2015) unsere Aktion zum Botschafter ausgerufen haben, erreichten uns viele tolle Bewerbungen. Nun erzählen uns hier die damaligen Gewinnerinnen, die mit ihren Kindern kostenlos einen babySignal-Kurs besuchen durften, von ihren spannenden Erfahrungen mit Gebärden zuhause, nach dem Kurs von „babySignal – mit den Händen sprechen„.

1_Steffi und Sohn FensterSteffi und Benno (Berlin): Wir haben fast alle im Kurs gelernten Gebärden in unseren Alltag integriert und nutzen somit die Gebärden recht häufig: Beim Waschen, essen, spielen und Bücher betrachten. Benno (12 Monate) kann schon erstaunlich gut selber Gebärden zeigen. Ich finde es äußerst praktisch, da er bisher nur ein paar einzelne Wörter sprechen kann. Ich kann ihn tatsächlich durch die Gebärden viel besser verstehen, er mich aber offensichtlich auch. Morgens, wenn ich ihm Frühstück mache, zeigt er auch schon, dass er Hunger und Durst hat. Wenn mein Mann zur Arbeit geht, verabschieden wir ihn an der Tür.  Benno gebärdet inzwischen PAPA und ARBEITEN. Benno schaut auch sehr gerne Bücher an, sein Lieblingsbuch ist ein Bauernhofbuch. Da gebärde ich die Tiere für ihn. Einige kann er auch schon selber zeigen. Ständig möchte er aus dem Fenster schauen; wenn er einen Vogel sieht, freut er sich und gebärdet VOGEL. Sein Mitteilungsbedürfnis wächst: Seit ein paar Tagen versucht er mir händeringend etwas zu sagen. Leider konnte ich noch nicht herausfinden, was er mir sagen will. Insgesamt klappt es aber sehr gut zwischen uns und ich verstehe was er möchte oder wovon er erzählt. Diese Gebärden zeigt er schon. SIRENE, ESSEN, TRINKEN, HUND, KUH, MAMA, PAPA, NOCHMAL, MEHR, DREHEN und MUSIK.

FinchenAndreaAndrea und Finchen (bei Hamburg): Ich gebärde täglich mit meiner Tochter (15 Monate) und finde auch, dass sie sehr aufmerksam ist, wenn ich gebärde. Besonders häufig nutze ich Gebärden beim Benennen von Tieren und wenn wir singen. Parallel zu den Gebärden, die sie selbst zeigen kann, beginnt Finchen langsam an zu sprechen. Durch ihren großen Bruder, der ja schon sehr viel spricht, will sie das auch schnell lernen. Sie sagt bereitsn „Mama, Papa, Oma, Katze, Puppe auch, anziehen, aufstehen, haben und danke“. Manchmal sagt sie „Tschüss“ und winkt dazu. Gebärden, die sie oft zeigt sind: MUSIK, damit ich ihr etwas vorsinge und NOCHMAL. Die Bedeutung von NOCHMAL hatte sie sofort begriffen. Dabei dreht sie nicht nur den Zeigefinger sondern die ganze Hand vor dem Oberkörper. Wenn Finchen eine Katze sieht, so gebärdet sie das momentan am liebsten, obwohl sie KATZE auch schon sprechen kann. Der Hund, für den sie in der Vergangenheit häufig die Gebärde benutzt hat, ist im Moment ebenfalls die KATZE*. Zusätzlich stelle ich häufiger fest, dass eine Handlung, die Finchen nicht besonders schätzt (wie Gesicht waschen und Zähne putzen) leichter wird, wenn ich vorher die Gebärde mehrfach zeige und ankündige, was kommt.

*Anmerkung von Wiebke Gericke: Diese Art der Übergeneralisierung in der Sprache von Kindern ist in diesem Alter positiv zu bewerten. Fine stellt fest, dass Katze und Hund gleiche Merkmale haben (beide haben vier Beine) und benennt daher beide Tiere gleich. Später wird sie dann jedes Tier unterschiedlich benennen.

LottaJessica und Lotta (Bremen): Lotta ist jetzt fast ein Jahr alt und Gebärden sind weiterhin ein aktiver Bestandteil unserer Kommunikation. Schauen wir ihre Lieblingsbücher an, so blättert sie immer wieder zu den Seiten, wo sie das Tier schon selbst gebärden kann: HUND, KATZE, SCHAF, KUH, FISCH und MAUS. Auch die Lautäußerungen sind bei den Tieren, die sie gebärden kann, viel ausgeprägter, als bei den anderen. Bei den Mahlzeiten gebärdet Lotta auch regelmäßig. Während die große Schwester schon sehr viel spricht (besonders auch mit ihrer kleinen Schwester), gebärdet Lotta auf ihre Art und Weise zurück. Immer öfter merken wir, dass sich auch die ersten richtigen Worte erkennen lassen. Als zweisprachig aufwachsendes Kind sind das im Englischen: this, bye, no, daddy und im Deutschen: da(s), Mama und ja. Ihre Körpersprache ist ebenfalls ausdrucksstark (Blicke, Nicken). Wir wissen nicht, ob wir durch die Gebärden sensibler sind auf ihre Körpersprache zu achten oder ob Lotta einfach sehr aktiv ist. Ganz auffällig ist, dass Lotta ganz bewusst ihre Hände bewegt, betrachtet und als Kommunikationsmittel versteht. Das finden wir sehr beeindruckend. Im April 2016 beginne ich mit der Ausbildung zur babySignal-Kursleiterin und werde zukünftig eigene Kurse in meinem Raum anbieten können. Als Familie hingegen überlegen wir einen weiteren Kurs zu besuchen. Der Zauber des Gebärdens liegt auf jeden Fall in den kleinen Situationen, die mich als Mutter berühren: Gestern stand ich morgens an der Tür und drehte mich noch kurz zum Abschied zu Lotta um. Da lächelte sie mich an und gebärdete ganz selbstbewusst “Tschüss”. Diesen Moment fand ich so schön, denn sie hat von sich aus, ohne Impuls von mir oder meinem Mann, Tschüss gewunken.

Petra_Felix BuchPetra und Felix (Nähe Bodensee): Die Gebärden laufen inzwischen so flüssig von der Hand, dass es uns gar nicht mehr auffällt, dass wir überhaupt gebärden. Wir singen täglich Tierlieder und auch Bilderbücher und deren Geschichten werden von uns mit den entsprechenden Gebärden begleitend vorgelesen.  Wir erlebten eine schöne Situation Anfang Januar 2016, als wir bei meinem Schwiegervater zum Geburtstag eingeladen waren. Unter den Gästen befand sich auch ein wirklich großer, zotteliger Hund. Mein Mann und ich waren etwas beunruhigt, weil Felix (12 Monate) bisher noch keinen Kontakt zu Hunden gehabt hat. Außerdem sitzt Felix nun nicht mehr ruhig auf unserem Schoß, sondern krabbelt fleißig durch die Gegend. Was würde wohl mit diesem großen Hund passieren? Die Zwei hatten sich zum Glück auf Anhieb lieb und Felix klatschte vor Freude zunächst immer wieder in die Hände. Nach einer Weile fragte mich mein Mann, wieso Felix sich eigentlich immer auf das Bein schlagen würde? Da fiel es uns beiden wie Schuppen von den Augen: Felix gebärdete uns HUND (mit der flachen Hand klopft man auf den Oberschenkel) und klatschte danach vor Freude in die Hände! Wir Eltern waren also schwer von Begriff und haben erst einmal über uns selbst gelacht. Dieser Moment war der Durchbruch. Felix gebärdet nun auch noch HALLO, AUF WIEDERSEHEN, SINGEN, SONNENSCHEIN und zeigt, wie GROSS er ist. Wir finden, es ist ein unwahrscheinlich schönes Gefühl mit dem eigenen Kind kommunizieren zu können. Es herrscht eine ganz besonders innige Atmosphäre und wir fühlen eine tiefe Verbundenheit miteinander. Wir leben babySignal! Seit Anfang Januar spricht Felix auch seine ersten Worte! Morgens beim Wechseln der Windel kam zum ersten Mal „Ma-Ma“ über seine Lippen. Da war meine Freude natürlich groß! Papa war mit einem Augenzwinkern etwas enttäuscht – er hatte gehofft, das erste Wort müsse eher Papa sein. Doch noch am selben Tag, als wir mittags mit dem Auto unterwegs waren, hörten wir vom Rücksitz „Papaaaa“!  Zwei wichtige erste Wörter an einem Tag – wie schön!

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