Im Portrait: babySignal-Kursleiterin Barbara Sand aus Hamburg

Kursraum Barbara SandSeit 2012 ist die Logopädin Barbara Sand begeisterte babySignal-Kursleiterin in Hamburg. Sie bietet ihre Kurse in zwei sehr unterschiedlichen Kursräume an. In ihrer eigenen Praxis, in einem kleineren, gemütlichen Raum und in der Elternschule des Marienkrankenhauses in einem schönen großen Raum. Barbaras aktuelles Kursangebot an ihren beiden Kursorten findet Ihr hier.

Wie kam es dazu, dass Du babySignal-Kursleiterin geworden bist?

Immer wieder bin ich auf der Suche nach Fort- und Weiterbildungen, nach neuen Herausforderungen. Dadurch bin ich zufällig auf babySignal gestoßen. Zuerst habe ich mich als Logopädin gewundert: „Wieso Gebärden? Die Kinder wollen doch sprechen!“ Nachdem ich mich dann tiefergehend mit der Idee beschäftigt habe, war ich sofort derart Feuer und Flamme, dass ich mich gleich zur Ausbildung angemeldet habe. Und jetzt bin ich so froh, diese Möglichkeit anbieten zu können, die den Kindern und den Eltern eine Bereicherung für ihren Alltag bietet.

Warum glaubst Du an die Idee von babySignal?

Das ist doch genau das, was gefehlt hat, auf dem Weg zum Sprechenlernen!

Barbara Sand

Barbara Sand

Die Kinder möchten uns gerne von ihrer Welt erzählen – von dem, was sie erleben und sehen. Hier können ihnen die Hände helfen, denn die Entwicklung der Sprechmuskulatur braucht länger, während die manuellen Fähigkeiten der Kinder schon früher ausgeprägt sind. Mit den Händen können sie sich schon früher mitteilen und es ist berührend, was für wunderschöne Situationen durch dieses Erzählen zwischen Kindern und Eltern entstehen.

Ein Vater berichtete zum Beispiel von seinem Kind, wie es im Alter von gut einem Jahr gleich drei Gebärden zeigte: „PAPA, SCHAFE (zeigt auf die Wiese) SCHLAFEN!“, um zu erzählen, dass es schlafende Schafe entdeckt hat. Es macht mich fröhlich, dass die Kinder die Gebärden für das Gespräch nutzen. Die Gebärden können einerseits großen Spaß und andererseits auch echte Hilfe zur Verständigung im Alltag bedeuten.

Wie geht es für Dich weiter? Was wünscht Du Dir für babySignal und Dich als Kursleiterin?

Es liegt mit babySignal noch so viel Spannendes vor mir – viele neue Begegnungen, viele neue Kurse, auch in Krippen, in denen ich Kurse gebe. Ebenso werde ich nächstes Jahr Seminare, Workshops und Vorträge halten, darüber freue ich mich sehr! Es ist schön, diese wunderbare Idee weitertragen zu dürfen.

Vielen Dank für Deine Antworten, Barbara!

Im Portrait: babySignal-Kursleiterin Tina de Boer aus dem Landkreis Verden

Tina de Boer ist nicht nur babySignal-Kursleiterin für Familien, sondern seit 2013 auch aktive Seminarleiterin für Krippe und Kita. Ihre Eltern-Kind-Kurse finden in zwei Hebammenpraxen aus Fischerhude und Achim in Rothenburg und in der sprachtherapeutischen Praxis Maisenbacher in Verden statt. Für die Seminare ist sie deutschlandweit unterwegs. Aktuelle Termine findet Ihr hier.

Liebe Tina, warum glaubst Du an die Idee von babySignal?

Ich glaube, die Idee von babySignal ist deshalb so großartig, weil es immer wieder Mütter gibt, die sich trauen, neue Wege in der Kommunikation mit Ihrem Kind zu gehen. Es bedeutet ein hohes Maß an Anerkennung seinem Kind gegenüber, ihm so viel Kompetenz zuzusprechen, seine Wünsche schon sehr früh konkret ausdrücken zu können. Wiebke Gerickes hohe Fachkompetenz aus der Gehörlosenpädagogik, die sie in die babySignal-Arbeit einbringt und immer wieder an uns als Kursleiterinnen weitergibt, ist ein weiterer Grund. Das ganze Konzept ist eben von einer Fachkraft entwickelt worden und das spiegelt sich immer in den Kursinhalten und den Weiterbildungsangeboten wieder.

babySignal Kursleiterin Tina de Boer

Was ist Dein schönstes babySignal-Erlebnis?

Das Schönste für mich ist immer die Rückmeldung von Eltern und Erzieherinnen. Erst kürzlich schrieb mir eine Erzieherin nach einem zweitägigen Seminar, dass der Kleinste aus der Krippe die Gebärden sofort umgesetzt hätte und nun so viel zufriedener sei. Ein ursprünglich skeptischer Väter berichtetete mir nach ein paar Monaten, dass die Gebärde „arbeiten“ die erste sei, die sein Sohn nun anwenden würde und dass ausgerechnet er selbst ihm diese Gebärde jeden Tag beim Abschied gezeigt hätte.

Tina de Boer Hotel Gorfion Liechtenstein

Urlaubskurse im Hotel: Tina im Hotel Gorfion in Liechtenstein

Hast Du selbst mal an einem babySignal-Kurs mit einem Deiner Kinder teilgenommen? Wie war denn Dein Eindruck als Mama?

Direkt in meiner Umgebung gab es leider kein Angebot von babySignal, deshalb konnte ich die Position der Mutter erst erleben, als ich die Ausbildung zur Kursleiterin gemacht habe. Aber auch ohne Kursbesuch bin ich bei allen drei Kindern in den Genuss von Gebärden gekommen, bei jedem von ihnen in unterschiedlicher Intensität und Umsetzung. Mein dritter Sohn hat dann einfach mit seiner Oma einen Kurs bei mir besucht und so haben die Gebärden sogar generationsübergreifend bei uns in der Familie ihren Platz gefunden.

10 Jahre babySignal: Was, glaubst Du, hat sich in dieser Zeit verändert?

Die Erziehung ist im Wandel. Sie beruft sich immer mehr auf die Kompetenzen des Kindes und ist noch wertschätzender geworden. Auch die „Frauenrolle“ hat sich gewandelt: Die Mütter gehen mittlerweile selbstverständlicher nach einem Jahr wieder arbeiten und geben ihre Kinder vertrauensvoll in die Hände von Erzieherinnen, die die Wünsche der Kinder viel schneller verstehen, wenn sie Gebärden benutzen. babySignal ist gewachsen, wächst weiter und passt sich mit Nachmittags-, Kompakt- und Krippenkursen den neuen Lebensbedingungen und der neuen Zeitplanung der Eltern an.

Krippenseminar mit Tina de Boer

Krippenseminar mit Tina de Boer (2. v. r.)

Wie soll es weitergehen? Was wünschst Du Dir für babySignal und Dich als Kursleiterin?

Weiter so mit viel Energie, Kompetenz und vielen neuen und alten Ideen!  Für mich selbst wünsche mir noch mehr Erweiterung meiner eigenen Gebärdenkompetenz über „learning by doing“ von den Profis, den Gehörlosen.

Wir danke Dir für Deine Antworten, Tina!

Das war der babySignal-Thementag 2013

Wenn man über ganz Deutschland und bis nach Österreich und in die Schweiz verteilt ist, kann man sich persönlich nicht mal „so eben“ treffen. Aber genug Themen zum Austausch und neue Kursleiterinnen zum Kennenlernen gibt es natürlich ständig und somit treffen sich einmal jährlich viele babySignal-Kursleiterinnen in Hamburg zu unserem „Thementag“.

Wie am letzten Samstag im schönen Eppendorf!

Wiebke Gericke, die Gründerin von babySignal zusammen mit 16 gutgelaunten Kursleiterinnen von Chur bis Flensburg, dazu 100 Ideen in den Köpfen und ein Tisch voller Mittagsleckereien… was ergibt das?

Zumindest schon mal ein tolles neues Video für den Winter-Newsletter, der im Dezember verschickt wird. Aber vor allem ergibt es eine Gründerin und 16 Kursleiterinnen, die gestärt, animiert und mit neuem Elan in ihre Kursregionen zurückgefahren sind und dort weiterhin  mit Enthusiasmus babySignal-Kurse anbieten.

Gruppenbild TT 4 2013

Natürlich steht vor allem ihr im Mittelpunkt unserer Gespräche: Die aktuellen, die ehemaligen, die zukünftigen babySignal-Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer! Wir sprechen über Werbemöglichkeiten, Qualitätssicherung, Ideen zur Teilnehmerfindung und -bindung, wir lernen neue Gebärden und tauschen unsere Kurserfahrungen aus. In Gruppen erarbeiten wir neue Themen und optimieren unsere internen Abläufe.

Und vor allem lernen wir uns gegenseitig kennen! Wir sind kein Haufen anonymer Personen, die mal irgendwo ein Kursleiter-Paket gekauft haben. Wir sind ein hervorragend ausgebildetes Team! Ob in Troisdorf, Oldenburg oder Moers: Wir stehen alle hinter babySignal und leiten unsere Kurse mit voller Überzeugung und dem Wissen, dass  um uns herum über 30 weitere Kursleiterinnen  dasselbe tun.

Der nächste Thementag wird im Sommer 2015 stattfinden. Bis dahin freuen wir uns auf zwei separate Nord- und Süd-Treffen in 2014 und den nächsten vollständigen Thementag in 2015.

Es war toll mit euch, babySignal-Kursleiterinnen nah und fern!

Eure Susanne

Susanne_Nov13
Kursleiterin für Seevetal & Harburg