Die Adventszeit naht…

…wir sind in der Vorbereitung eines Adventskalenders für euch. Es wird ein Geschichten-Adventskalender mit vielen schönen, lustigen und niedlichen Erfahrungsberichten von Eltern, die mit ihren Kindern gebärden. Gut, dass Du den babySignal-Blog abonniert hast,  dann wirst Du nichts verpassen. Freu Dich mit uns auf die schöne Adventszeit mit unseren Kindern!

Das Team babySignal

 

 

Licht AN , NOCHMAL kitzeln, VÖGEL gucken mit Lukas (7-13 Monate)

Unsere BabySignal-Geschichte begann im Wohnzimmer meiner damaligen Nachbarin. Sie erzählte mir davon, dass sie ihre Tochter Windelfrei erziehen würde. Was hat das nun mit BabySignal zu tun? Ganz einfach, sie suchte nach einem passenden Zeichen für das Wort TOILETTE. Ich war bereits seit Jahren fasziniert von der Gebärdensprache und so begann meine Onlinesuche, die mich schnell auf die BabySignal-Webseite führte.

Schnell habe ich mich und Lukas für eine Probestunde angemeldet und begann darauf folgend einen Anfängerkurs bei Silke Kölling-Oltmans in Hamburg-Winterhude. Damals war unser Zwerg etwa 7 Monate alt und bereits im Kurs konnte man ihm sein Interesse an den tollen, kindgerechten Materialien, der Musik und den Gebärden ansehen. Silke war dabei durch ihre enge familiäre Verknüpfung an die Gehörlosengemeinde ein Geschenk des Himmels. Sehr kompetent, offen und herzlich, war jede Stunde Balsam für die gestresste Mutterseele. In ihrem gemütlichen Raum in der Bachstraße schien die Zeit eine Weile innezuhalten. Danke dafür!

Ich war Feuer und Flamme und so verwendeten mein Mann und ich viel und gerne die verschiedenen Gebärden in unserem Alltag. Das Tollste daran war zunächst, dass auf diese Weise alltägliche Aktivitäten, wie das Licht an oder auszuschalten, von uns mehr und mehr verbalisiert wurden. Hatten wir zuvor gedacht, viel mit Lukas zu sprechen, stellten wir nun fest, wie viele Möglichkeiten uns ohne Gebärden völlig entgangen wären. So ist es nicht verwunderlich, dass eben dieses für uns banal erschienene Licht AN/AUS zu den ersten Gebärden zählte, die Lukas mit etwa 9 Monaten direkt nach Beendigung des Anfängerkurses mit viel Hingabe verwendete. Er war unglaublich stolz darauf, dass er uns nun wann immer ihm danach war, anzeigen konnte, dass er das Licht an oder aus machen wollte. Etwa gleichzeitig begann er durch das Öffnen und Schließen der Faust HALLO bzw. TSCHÜSS zu winken und durch die WAU WAU Gebärde auf sich im Umfeld befindliche Hunde aufmerksam zu machen. War meine Freude zuvor groß gewesen, erfuhr sie nun regelrechte Höhenflüge. Alle bisherigen Gebärden sind von der Bewegung her recht ähnlich, insbesondere bei kleinen, klebrigen Kinderfingern, aber dennoch konnte man sie aus der Situation heraus gut auseinander halten.

Die nächsten zwei Monate spielten wir weiterhin begeistert mit jeder Lampe, aber weitere Gebärden nutze er nicht. Urplötzlich verwendete Lukas weitere Gebärden in mehr oder minder korrekter, durchweg einhändiger, aber dennoch erkennbarer Ausführung. So kam es, dass er uns innerhalb einer Woche vom BALL spielen, dem PFERD, der KUH, dem HAUS/ZUHAUSE und dem ESSEN/TRINKEN gebärdete. Nun konnten wir schnell und problemlos auf seinen Hunger oder Durst eingehen, sodass insbesondere ESSEN bis heute zu einer seiner Lieblingsgebärden geworden ist. Zu dieser Zeit begann auch unser BabySignal-Aufbaukurs und wir konnten weitere Gebärden in unseren Tagesablauf integrieren. Beim gemeinsamen Bilderbuch lesen, schaute unsere Lausemaus mittlerweile oftmals ohne meinen Hinweis von den Bildern zu mir und man konnte bei dem ein oder anderen Bild regelrecht in seinen kleinen Kulleraugen sehen, wie sein Köpfchen Bild, Wort und die gezeigte Gebärde verknüpfte. Es dauerte danach immer erstmal eine Weile bis er die ein oder andere Gebärde nutze.

Jetzt – mit etwa 13 Monaten – scheint Lukas verinnerlicht zu haben, dass er mit Hilfe seiner Hände sein Umfeld auf ihm wichtige Dinge aufmerksam machen kann, denn die Abstände zwischen neu eingeführten Gebärden und der Nutzung dieser haben sich drastisch verringert. Findet er eine Gebärde zusätzlich noch lustig, so kommt es jetzt schon mal vor, dass er sie nach nur einmaligem Sehen bereits versucht zu imitieren. So lernte er beispielsweise das KROKODIL bereits während wir uns die entsprechende Buchseite anschauten und ich mit meinen Armen die schnappende Krokodilsschnauze nachahmte und versuchte nach seinem Bein zu schnappen. Einmal gemacht, verwendet er diese Gebärde seither bei jedem Krokodil, das sich ihm bietet. Täglich steht er vor unserem Radiowecker und fordert MUSIK (einhändig) ein. Ein anderes Mal steht er vor seinem Schaukeltier und zeigt ELEFANT. (Natürlich handelt es sich bei seinem Schaukeltier um eben solch einen Elefanten!) Letzte Woche stand er sogar mitten in unserem Flur und gebärdete VOGEL und deutete dabei auf sein Zimmer. Nach einigen Sekunden begriff ich, dass er wie am Abend zuvor auf sein Fenstersims gehoben werden wollte, um mit Papa und mir die draußen fliegenden Vögel zu beobachten. Hätte er ohne Gebärde in sein Zimmer gedeutet, hätte ich dies nie verstanden und uns wären wunderschöne Minuten entgangen. Den Gebärden sei Dank.   

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(Lukas zeigt hier NOCHMAL mit seinem drehenden Zeigefinger.)

Weitere regelmäßig verwendete Gebärden sind NOCHMAL (auch für MEHR, die er erstaunlich korrekt vom ersten Tag an ausgeführt hatte), HÖREN, SIRENE, MAUS, SCHMETTERLING (nicht 100% korrekt, aber die Gebärde ist auch echt nicht einfach), SCHILDKRÖTE, ERDBEERE (stellvertretend für jegliches Kleinobst, also alle Beeren, Weintrauben, Pflaumen, Aprikosen), TÜR AUF/ZU, ALLE/WEG, TELEFON/HANDY (wobei man diese sehr oft mit HÖREN verwechselt, da die einzelnen Finger noch nicht immer so wollen wie er) und LEISE.

Andere Gebärden nutzte er einmalig und seither nie wieder. Dazu gehören SCHAF, GIRAFFE, BRÖTCHEN, MÖHRE, EI und SCHLAFEN. Auch das früh gekannte KUH scheint er mittlerweile gegen PFERD ersetzt zu haben. Letzteres findet er einfach viel lustiger und so zeigt er uns ja lediglich, dass er verstanden hat, dass es sich bei Schaf, Zebra, Kuh, Pferd, etc. um recht große Tiere mit vier Beinen und Fell handelt. Die Details kommen wohl erst später … Wer nun mitgezählt hat kommt auf mehr als 30 Gebärden. Ich behaupte mal, dass wir dadurch bereits richtig toll miteinander kommunizieren können. Um zum Schluss zu kommen, möchte ich an den Beginn unserer Geschichte erinnern, denn ein Wort, welches Lukas seit geraumer Zeit auch recht zuverlässig zeigt, ist sein Zeichen für die TOILETTE.

Mama von Lukas über http://www.babysignal.de

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Neues zu unserer Jubiläumsaktion „Botschafter für babySignal“

Jubiläum 10 Jahre babySignal Orange Die Jubiläumsaktion mit unseren Botschafterinnen und Botschaftern, die einen Kursbesuch geschenkt bekommen haben, um uns dafür parallel von ihren Erfahrungen mit Gebärden zu berichten, ist in vollem Gange. Wir haben daher ein paar Fragen gestellt und lassen die Eltern hier bunt zu Wort kommen.

In welchen Situationen merkst Du, dass eine Gebärde für Dich sinnhaft ist? Sei es aus Spaß oder weil die Gebärde irgendetwas auslöst oder bewirkt.

Mutter Jessica: Seitdem wir die Gebärde „komm hoch“ konsequent einsetzen zeigt Lotta (9 Monate) viel deutlicher an, wenn sie hochgenommen werden möchte. Besonders viel Spaß machen mir Fingerspiele und Lieder mit Gebärden. Auch unsere ältere Tochter Isabella (2,5 Jahre) zeigt mit viel Spaß verschiedene Tiergebärden. Die beiden Gebärden für „weg“ und „fertig“ finden in unserem Alltag ebenfalls guten Anklang. Vater Bernd: Die Gebärden für „noch mal“ und „komm hoch“ finde ich sehr hilfreich, weil ich damit Lotta auf eine Aktion vorbereiten kann und ihre Aufmerksamkeit bekomme. Außerdem benutze ich gerne das Fingerspiel mit Gebärden, um in schwierigen Situationen die Stimmung herum zu reißen.

PetraGörckePetra: In unserem Alltag mit Felix (11 Monate) haben sich schon sehr viele Gebärden etabliert. Das beginnt mit „Guten Morgen“ und geht von der Körperhygiene bis zur Hausarbeit. Gespannt verfolgt unser Sohn, wie sich Waschmaschine, Windrad und Mixer „drehen“. Bilderbücher werden spannender und erwachen zum Leben, je mehr Gebärden ich in den Kursstunden lerne und diese dann zuhause zeige. Das Radio, das Licht und der Föhn gehen „an“ und „aus“, begleitet von einem fröhlichen Lachen. Seit einer Woche lernt Felix, dass die Gebärde „heiß“ und Mamas ernstes Gesicht keinen Spaß bedeuten und Vorsicht geboten ist.

Sarah-Anne: Für Ben (16 Monate) scheinen die Gebärden mehr Deutlichkeit zu bringen. Bemerkbar ist dies vor allem abends beim ins Bett gehen, denn hier unterstützen die Gebärden, dass es Zeit ist schlafen zu gehen. Wenn Ben weiß, dass er gleich ins Bett geht, winkt er Papa zu. Manchmal winkt er auch, um uns zu signalisieren, dass er ins Bett möchte. Die Gebärden für „an“ und „aus“ nutzt er ebenfalls, um uns zu zeigen, dass er etwas gesehen hat. Zum Beispiel wenn im Auto das Licht automatisch angeht, nachdem man die Tür geöffnet hat.

SteffiSteffi: Zur Zeit finde ich das Winken zum Abschied für meinen Sohn Benno (9 Monate) sinnhaft, zum Beispiel wenn sein Papa zur Arbeit muss. Benno ist dann meist etwas traurig und so haben wir ein Ritual mit Tschüss-Winken für ihn angefangen. Da Benno sich im Moment nicht gern wickeln lässt, sind die Gebärden für „an“ und „aus“ auch sinnvoll. Sie lenken ihn ab und machen ihm Spaß. Ich knipse jetzt das Licht immer wieder an und aus , dann klappt es beim Wickeln besser.

AntoniaFRA[1]Antonia: Bevor ich meinen Sohn Oscar (4 Monate) hochnehme, mache ich die Gebärde „komm“, damit er weiß was passiert. Er grinst mich dann an und freut sich. Außerdem nutze ich oft die Gebärde „warte“, um ihm zu signalisieren, dass ich kurz weg gehe. Sinnvoll finde ich auch die Gebärde für „Arbeit“, damit er weiß wohin Papa und später auch Mama gehen. Mit seinen vier Monaten sind Tiere noch nicht so spannend, aber auf diese Gebärden freue ich mich schon.

Anna-Verena PastoorsAnna-Verena: Ich gebärde gerne regelmäßig in alltäglichen kleinen Situationen des Tages. Es beginnt schon morgens damit, dass ich Jolie (16 Monate) mit der schönen Gebärde „Guten Morgen“ begrüße. Manchmal auch nur einhändig, weil sie dann in meinem Arm liegt. Genauso ist es beim Zähne putzen, waschen oder beim Stillen. Hier kann ich ganz einfach „Milch“ gebärden. Sie wirkt dadurch entspannter, weil sie informiert ist. Ganz toll finde ich im Alltag die Gebärde „warte“. Jolie versteht sie sofort, und ich merke beim Gebärden, wie ich selbst zur Ruhe komme. Im Allgemeinen habe ich das Gefühl, dass sie mich viel mehr versteht, als wenn ich „nur“ spreche. Die Zeigegeste „da“ nutzen wir am meisten. Gemeinsam etwas zu entdecken oder Jolie etwas zu zeigen ist einfach toll.

Andrea: Finchen (12 Monate) hat viel Spaß an den Gebärden. Sie hat sehr schnell begriffen, dass Mama und Papa ihren Wunsch erfüllen und Musik einschalten oder singen, wenn sie die Gebärde macht. Ich gebärde gern „essen“ und „trinken“. Diese Gebärden zeigt Finchen auch schon selbst. In der letzten Kursstunde haben wir die Gebärden für „waschen“, „baden“ und „wickeln“ gelernt, die ich jetzt auch immer im Alltag anwende, da sie Finchen spielerisch auf das vorbereiten, was ich mit ihr mache.

Beschreibe uns die Reaktionen von wichtigen Menschen in deiner Umgebung darauf, dass Du mit Deinem Kind gebärdest.

Mutter Jessica: Meine Schwiegermutter, die mit uns zusammen wohnt, hat sehr positiv auf die Gebärden reagiert und schnell gemerkt, dass sie die Kommunikation mit den Kindern unterstützt. Ich habe schon beobachtet, wie sie Gebärden anwendet. Vater Bernd: Mir sind bisher weder negative noch positive Reaktionen von den Menschen in meiner Umgebung aufgefallen.

Petra: Mein Mann lernt mit Begeisterung fleißig die Gebärden mit und wendet sie auch täglich an. Manchmal verwechselt er die Gebärden, worüber Felix sich scheckig lacht. Das überzeugt uns, dass unser Sohn schon sehr genau weiß, was wir ihm zeigen und das er uns versteht. Und das noch vor seinem ersten Geburtstag!

Sarah-Anne: Oma freut sich immer besonders, wenn Ben ihr Gebärden zeigt. Beispielsweise zeigt Ben die Gebärde für Vogel, wenn er einen gesehen hat und erzählt es Oma. Sie freut sich sehr, dass er dies mitteilen kann.FB-babysignal-Botschafterin

Steffi: Die Reaktionen meines Mannes sind von Anfang an interessiert und er macht mit. Andere Reaktionen darauf, dass wir gebärden, habe ich bisher nicht bekommen.

Anna-Verena: Bisher gab es sehr wenig Reaktionen auf diese Art der Kommunikation. Mein Partner findet es ganz spannend. Er macht auch gern mit. Heute hat er eine Mandarine geschält, und Jolie „essen“ gebärdet. Das hat sie richtig gefreut. Mein Sohn hat beim Ballspielen mit ihr „Ball“ gebärdet. Es ist spaßig und fühlt sich ein wenig an, als hätten wir eine Geheimsprache.

Andrea: Durch die babySignal-Kurse, die ich mit meinem älteren Sohn Jonathan bereits früher gemacht habe, kennen unsere Familiemitglieder das Gebärden schon. Ein Teil der Verwandten reagiert sehr aufgeschlossen und macht auch mit. Für einige erschließt sich leider der Sinn nicht. Obwohl sie bereits mehrfach gesehen haben, wie gut man mit den Kleinen durch die Gebärden kommunizieren kann.

Beschreibe uns bitte Dein Kind, so wie es sich derzeit mitteilt.

Mutter Jessica: Lotta (9 Monate) kommuniziert anhand von Lauten und setzt diese immer bewusster ein. Die Gebärden versteht sie gut und setzt ihre Hände und Finger ein, sobald wir das tun. Vater Bernd: Unsere große Tochter (2,5 Jahre) kann sich mittlerweile auch mit ihren Worten sehr gut verständlich machen. Lotta kommuniziert vor allem mit Blickkontakt und Mimik. Zuneigung und Abneigung kann auch sie schon gut ausdrücken. Außerdem kann sie mir mit ihrer Blickrichtung mitteilen, wofür sie sich interessiert.

Petra: Felix (11 Monate) gebärdet noch sehr verhalten. Er winkt ab und zu und hat bisher einmal „singen“ gebärdet. Er hat aber viel Spaß an den Gebärden und wird sich sicher bald mehr zum Ausdruck bringen.

SarahAnnePastoorsSarah-Anne: Ben ist 16 Monate alt, kommuniziert viel, aber spricht noch kaum. Er übt es wohl, und es kommen immer öfter Laute heraus, die sich für uns wie Wörter anhören. Wörter, die er benutzt sind: Mama, Papa, da und bah. Insgesamt kommuniziert er viel mit seiner Körpersprache. Er nimmt zum Beispiel meine Hand, zieht mich runter, streckt seine Hände aus und legt sie um meinen Hals und macht ungeduldige Geräusche, bis ich ihn hoch nehme. Dann zeigt er mit seinem Finger auf das, was er haben will und ruft „da, da, da!“. Wenn ich Ben etwas sage, versteht er sehr viel. Er holt zum Beispiel seine Schuhe oder Kleidungsstücke und legt sie an den richtigen Ort. Fragen wir ihn, ob er frühstücken möchte, so holt er Sachen aus dem Kühlschrank und bringt sie zum Esstisch. Dann zieht er uns an der Hand und weist uns deutlich mit dem Finger oder durch Hand klopfen unseren Platz am Tisch zu. Anschließend fordert er uns auf, ihm auf seinen Stuhl zu helfen. Wenn er Radio hören will, lallt er, zeigt auf das Radio und fängt an zu tanzen. Ist alles zu seiner Zufriedenheit, lächelt er uns an und klatscht in die Hände. Ben zeigt einige Gebärden: Vogel (auch für Schmetterling und Flugzeug), An & Aus, Milch für Stillen, Tier, Musik, Elefant und weg (auch als Frage, “wo ist”?).

Steffi: Ich bin ganz erstaunt, denn vor Kurzem fing Benno im Alter von neun Monaten an, bereits die ersten Gebärden zu nutzen. Die Erste war das Winken bei der Verabschiedung. Erst sah es etwas lustig aus, denn er winkte sich selbst zu, aber mittlerweile winkt er in die richtige Richtung. Auf dem Wickeltisch machte er ähnliche Handbewegungen, bis ich begriff, dass es die Gebärden für „an“ und „aus“ sind. Wenn ich zuhause das Begrüßungslied aus dem Kurs singe, bei dem zu „Hallo“ gewunken wird, winkt Ben gleich los. Benno deutet auch viel auf Dinge, die ihn interessieren.

Anna-Verena: Jolie (16 Monate) benutzt sehr wenige der Gebärden, die ich bisher gelernt habe. „Da“ zeigt sie ganz eindeutig. Sie drückt sich viel mit Händen und Armen aus. Wenn sie mal muss, fasst sie sich energisch ans Ohr. Wenn sie satt ist, hält sie die Hand mit weit ausgestrecktem Arm nach vorn und wenn sie müde ist, reibt sie sich ausgiebig das Gesicht. Seit Kurzem spricht sie einige Silben, so zum Beispiel „dadada“ oder „drotdrotdrot“, und sie schnalzt seit der letzten babySignal-Stunde mit der Zunge.

Andrea: Finchen benutzt im Alter von 12 Monaten einige Gebärden: „Musik“ und „essen“ und auch einige Tiere. Außerdem kommuniziert sie sehr viel durch ihre Mimik und Körpersprache. Wenn sie sich sehr freut, kneift sie mit einem strahlenden Lächeln die Augen fest zusammen. Dies wiederholt sie solange, bis man es ihr nachmacht. Sie versteht es auch gut, sich durch Laute, die an einen kleinen Dinosaurier aus Jurassic Park erinnern, auf sich aufmerksam zu machen. Wenn man nicht gleich auf ihre Bedürfnisse eingeht, kann sie auch sehr ungeduldig werden und sich lautstark beschweren. Langsam beginnt sie einige Wörter zu sprechen. Zum Beispiel „Mama“ und „Papa“, „schick“ und „anziehen“.

Vielen Dank für Eure Antworten!

Wer diesen Blogbeitrag bis hierher gelesen hat, wird sicher das selbe denken, wie auch wir: Es ist sehr unterschiedlich, welche Erfahrungen die einzelnen Familien mit Gebärden sammeln und genau deshalb auch so spannend.

Vielen Dank für Eure Antworten!

Wiebke Gericke und das Team der babySignal-Kursleiterinnen

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